Liebe Tierfreunde,

Ein Süßwasseraquarium ermöglicht es uns ein Stück Natur ins Wohnzimmer zu holen und faszinierende Unterwasserwelten zu erschaffen in denen es vor Leben nur so wimmelt.

Muntere Schwärme mit bunt schillernden Fischen vermischen sich mit prachtvollem Pflanzenbewuchs und lassen eine Welt entstehen, die Tag für Tag neue, kleine Wunder bereit hält.

Ob Sie sich für ein stylisches Nano-Scapingbecken mit bunten Zwerggarnelen interessieren, ein bunt gemischtes Gesellschaftsbecken mit Guppy, Molly und Co für die ganze Familie möchten oder mit einem XXL Tank die größten Bewohner der Seen und Flüsse unserer Erde in Ihr Zuhause holen wollen, hier zeigen wir Ihnen den Weg vom Anfang bis zum fertigen Aquarium, mit allem was Sie benötigen um sich Ihr eigenes Unterwasserparadies zu schaffen.

Dry Start

Der Dry Start im Süßwasseraquarium

Der Trockenstart (auch Dry Start genannt) ist eine Methode, um Pflanzen im Aquarium schneller und schöner wachsen zu lassen, bevor das Wasser eingelassen wird. Gerade Bodendeckerpflanzen profitieren stark hiervon. Sie können in kurzer Zeit einen dichten Teppich erschaffen.

1. Bauen Sie Ihr Aquarium und Hardscape auf (Bodengrund, Steine und Hölzer)

2. Pflanzen Sie Ihre Wasserpflanzen ein (am besten eignen sich Invitropflanzen)

3. Aufbau der Beleuchtung

4. Einsprühen aller Pflanzen gegen Austrocknung

5. Wasser hinzugeben, bis die ersten Pflanzen ein wenig im Wasser stehen

6. Abdecken des Aquariums (Frischhaltefolie bei offenen Becken)

7. Lüften und Sprühen Sie nun jeden Tag die trockenstehenden Pflanzen, bis die Pflanzenmasse, die Sie erzielen möchten, erreicht ist.

8. Falls während dieser Zeit Schimmel im Aquarium vorzufinden ist, sollte das Aquarium sofort mit Wasser gefüllt werden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Dry Start bei MEGAZOO

Entdecken Sie das MEGAZOO-Dry-Start-Tagebuch und lassen Sie sich jede Woche vom Fortschritt der Pflanzen inspirieren.
Mit vielen interessanten Informationen versorgt können Sie ebenfalls erfolgreich Ihr eigenes Aquarium mit wunderschönem Pflanzenwuchs durch den Dry Start beginnen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und freuen uns, dass Sie uns auf dieser Reise begleiten.

 

Dry Start Scape-Becken Hamburg 20.11.2020

Dry Start Scape-Becken Hamburg 27.11.2020

Dry Start Scape-Becken Hamburg 04.12.2020

Dry Start Scape-Becken Hamburg 23.12.2020

Dry Start Scape-Becken Hamburg 08.01.2021

Dry Start Scape-Becken Hamburg 18.01.2021

Dry Start Scape-Becken Hamburg 12.03.2021

Dark Start

Der Dark Start

Mit dem dunklen Einfahren eines Aquariums kann man sich eine ganze Menge Arbeit sparen - Nitrifikation ohne Pflanzen, Licht und Düngung.

Jedes neu eingerichtete Aquarium durchläuft zu Beginn die Einfahrphase. In diesen ersten Wochen findet eine dynamische Entwicklung statt, die häufig von unansehnlichen Erscheinungen geprägt ist. Oft taucht eine Vielzahl von Algen auf, ein gallertartiger Bakterienrasen überzieht die Holzdekoration und kann Pflanzen schädigen. Durch die Verwendung von aktivem Bodengrund (Soil) sind zahlreiche Teilwasserwechsel notwendig, um die Belastung und Ansäuerung des Wassers zu reduzieren. Kein schöner Anblick und jede Menge Arbeit, die sich mit dem Dark Start reduzieren oder gar vermeiden lassen. Worum es dabei geht und welche Vorteile er bringt, erfahren Sie hier.

 

Der Dark Start kam auch bei diesem dekorativen Aquarium zum Einsatz.

Das Hardscape vor dem Dark Start

Gestaltung ohne Wasser

Bei einem Dark Start wird, wie der Name schon erahnen lässt, das Aquarium im Dunklen gestartet. Die Gestaltung des Aquariums geschieht vorab, am einfachsten im Trockenen. Der Bodengrund und die Dekorationsmaterialen werden ohne Wasser im Aquarium ausgerichtet. Ist die Anordnung des "Hardscapes" abgeschlossen, wird die Technik installiert und das Aquarium, ohne es zu bepflanzen, vorsichtig mit Wasser befüllt. Wie üblich wird der Filter in Betrieb genommen und Bakterienpräparate werden dosiert zugegeben. Ohne Pflanzen, Licht und CO2-Düngung läuft so das Aquarium für einige Wochen. Grundsätzlich könnte man das Becken in dieser Zeit sich selbst überlassen. Etwas Pflege in Form von wöchentlichen Wasserwechseln und die Zugabe von Starterbakterien sind erfahrungsgemäß unterstützend und werden empfohlen.

 

Was geschieht in der Dark-Start-Phase?

Über die Dauer des Dark Starts geschehen viele, vor allem mikrobielle Prozesse. Einer der wesentlichsten biologischen Prozesse in einem Aquarium ist die Nitrifikation, also der Abbau von Ammoniak oder Ammonium zu Nitrat. Dieser Prozess wird von Bakterien bewerkstellig, welche sich in der Einfahrphase erst ansiedeln müssen. Während dieser Zeit können sich kurzzeitig größere Mengen an schädlichen Stoffen wie Ammonium und Nitrit akkumulieren. Tiere sind sensibel gegenüber diesen Stoffen und dürfen während dieser Zeit noch nicht eingesetzt werden.

Während des Dark Starts besiedeln die nitrifizierenden Bakterien das Aquarium und den Filter. So können die später eingesetzten Pflanzen in einem biologisch stabilisierten Umfeld anwachsen und Tiere nach kurzer Zeit eingesetzt werden.
Neben den nitrifizierenden Bakterien siedeln sich auch andere Bakterien an. Auf frischer Holzdekoration entsteht meist ein weiß- bis gräulicher, fädiger bis gallertartiger Film. Dieser wie Schimmel aussehende Biofilm besteht aus unzähligen Bakterien. Die Oberfläche von frischem Dekoholz bietet eine willkommene Nahrungsquelle für die Mikroorganismen, so kann in kurzer Zeit ein großer Teil der Aquariendekoration überwachsen sein. Bei intensiver Ausbreitung können auch Aquarienpflanzen besiedelt und beschädigt werden, die am Holz befestigt sind.
Die Entstehung und auch das Verschwinden des Bakterienrasens wird während des Dark Starts einfach abgewartet. Da zu dieser Zeit noch keine Pflanzen eingesetzt sind, findet auch noch keine Beschädigung durch den Biofilm statt. Sobald es die Wasserwerte zulassen, können helfende Tiere eingesetzt werden, die die Bakterien als Nahrung ansehen und auf natürliche Weise entfernen. Bewährt hat sich dafür der Besatz mit Posthornschnecken. Nach einiger Zeit versiegt die Nahrungsgrundlage der Bakterien, der Biofilm verschwindet und die Bepflanzung kann starten. Je nach verwendetem Dekorationsmaterial kann diese Entwicklung wenige Wochen bis Monate dauern.

 

Dicht mit Aufsitzerpflanzen bewachsene Dekorationsgegenstände

Auch kleinere Aquarien mit weniger Dekoholz profitieren von einem Dark Start

Als optimaler Bodengrund für Pflanzenaquarien und Aquascaping hat sich Soil-Bodengrund etabliert. Dieses Substrat besteht aus formstabilem Erdgranulat, das meist mit Nährstoffen angereichert ist. Im Gegensatz zu traditionellem Aquarienkies ist dieser Bodengrund aktiv: Er nimmt also Stoffe auf, gibt andere Stoffe ab und sorgt so als Puffer für ideale Bedingungen für Wasserpflanzen. In den ersten Wochen ist diese Aktivität allerdings so hoch, dass das Aquarienwasser mehrmals wöchentlich durch einen Teilwasserwechsel ausgetauscht und aufgefrischt werden muss. Die hohe Aktivität des Soils kann anfangs wiederrum dazu führen, dass frisch eingesetzte Pflanzen geschädigt werden. Da während eines Dunkelstarts noch keine Pflanzen eingesetzt sind, können diese nicht durch frisches Soil in Mitleidenschaft gezogen werden. Somit sind die häufigen Wasserwechsel nicht notwendig, das spart viel Zeit und Aufwand! Um dennoch etwas Austausch zu gewährleisten, kann gelegentlich ein Teilwasserwechsel gemacht werden.

Nach dem Dark Start wird das Wasser wieder so weit wie möglich aus dem Aquarium entfernt, die Pflanzen eingesetzt und das Becken anschließend wieder befüllt. Da ein Großteil der nützlichen Bakterien im Substrat und Filter leben, bleiben diese erhalten. Die frisch gesetzten Pflanzen finden ideale Bedingungen vor, um neue Wurzeln und Blätter auszutreiben. Aufsitzerpflanzen werden nicht von dem dicken Bakterienfilm überwachsen und können sich gleich am neuen Untergrund verankern. Durch die verbesserten Bedingungen der Wasserpflanzen wird gleichzeitig die Konkurrenz gegenüber den Algen größer. Mit großer Pflanzenmasse, ausreichend, aber nicht zu viel Lichtintensität und Beleuchtungsdauer sowie guter CO2-Versorgung kann so ein solider Start ohne unansehnliche Algenphase glücken.

Text & Fotos: Philip Schwarz, aquaristik - Leidenschaft fürs Hobby 03/2021, S. 68-70

Einrichtungsbeispiele

Layout 118 The Power of Silence (210 L) *NEU*

In diesem beruhigenden Power of Silence Aquarium diente ein südamerikanischer Flussarm als Inspiration und schuf so eine nahezu perfekte Imitation eines Amazonasgewässers. Der Bodengrund besteht aus feinem Sand, wie oft üblich in südamerikanischen Gewässern und wird überragt von, nah unter der Wasseroberfläche liegenden, Wurzelhölzern mit dichtem Bewuchs.

Als Basis des Scapes und der Bepflanzung fanden wunderschöne Drachensteine (Dragon Rock) hier Verwendung. Durch ihre offene Oberfläche ist dieser Gesteinstyp so gut wie kein anderer zur Bepflanzung geeignet, da viele Lücken und Nischen den Pflanzen und Wurzelhölzern Halt bieten.

Als typische Bewohner in einem solchen Becken mischen sich schimmernde Neonsalmler mit leuchtenden Rotkopfsalmlern neben einer Handvoll Skalare.
 

Layout 105 Pedro Rosa's stunning Dutch (300 L) *NEU*

Die höchste Kunst des Unterwassergartenbaus: Ein Holländer Scapingbecken. Sogenannte Holländerbecken zeichnen sich durch extrem dichten und vielseitigen Bewuchs aus und bringen daher eine spannende Herausforderung mit sich, welche sich in den unterschiedlichen Wachstumseigenschaften der Pflanzen widerspiegelt.

Unbedingt zu beachten sind Wachstumsgeschwindigkeit und Beschnitt der Pflanzen sodass kein ungepflegter Garten entsteht. In diesem Beispiel wurde gänzlich auf Hardscape verzichtet da die Pflanzen hier die Show sind. Unterschiedliche Rot- und Grüntöne mischen sich und erzeugen mit ihren diversen Blattformen ein wahres Kunstwerk.

In diesem präsentierten Becken ließen 300l auf 120cm Länge genug Platz für Spielraum und Kreativität sodass das Ergebnis schlichtweg beeindruckend ist. Der hier verwendete Bodengrund ist der allseits beliebte Tropica Soil. Soil besteht aus gepresster Vulkanasche und ist somit hochmineralisch und die perfekte Grundlage für gesundes Wachstum und prächtige Pflanzen.

Die Wahl für den Fischbesatz darf und sollte hier einfach gehalten werden- wie im Beispiel zu sehen in Form eines einzelnen Salmlerschwarms- da die Pflanzen unsere Attraktion sind.
 

Betta Splendens Hochzucht

Betta Splendens Hochzucht

In den vergangenen Jahren erfreute sich die Haltung von Hochzucht Bettas immer größer werdender Beliebtheit, doch leider werden oft noch sehr veraltete Haltungsbedingungen empfohlen.
Wir vom Megazoo wollen mit dieser kleinen Haltungsübersicht den ersten Schritt in Richtung moderne Kampffischhaltung wagen.

Nominat-Form

Crowntail

Die Haltung des Betta Splendens ist im Grunde genommen recht einfach.
Man hält ihn alleine in Becken ab 20 bis 54l ( Kurzflossige Exemplare kommen mit den größeren Becken klar, Langflossige nicht), dabei sollte die Grundfläche wichtiger als die Höhe sein. Der Fisch macht es sich zur Aufgabe sein Revier abzuschwimmen und muss zusätzlich an die Oberfläche kommen um Luft zu holen, denn der Fisch atmet durch das sogenannte Labyrinthorgan, also an der atmosphärischen Luft, ein zu großer Weg zur Wasseroberfläche strengt das Tier beim Revier abschwimmen zusätzlich an, dies kann dazu führen, dass er träge wird und von seinem natürlichen Verhalten abweicht und apathisch herumliegt.
Der wohl wichtigste Punkt der Haltung des Betta Splendens besteht darin, dass er ein Becken für sich alleine bekommen soll. Wie bereits erwähnt schwimmt das Tier sein Revier ab und verteidigt dieses. Andere Fische in seinem Bereich würden den Fisch stressen, was oft in einer sehr verkürzten Lebensdauer endet (Bettas leben ohnehin nur etwa 3 Jahre). Zusätzlich besteht die Gefahr, dass andere Tiere an die schönen Flossen des Betta gehen und diese somit zerstören.

Kampffisch Hochzuchten werden nicht, wie früher empfohlen, im Harem gehalten. Das kann mit einem oder mehreren toten Fischen enden, daher hält man sie i.d.R. vollkommen alleine. In seltenen Fällen klappt allerdings eine Gruppenhaltung von (mindestens 5) weiblichen Geschwistertieren auf mindestens 80cm Beckenlänge mit guter Strukturierung und ohne Männchen.
Als möglicher Beibesatz zum Kampffisch sind höchstens Zwerggarnelen und Schnecken in Ordnung, allerdings könnten diese je nach Charakter des Fisches auch als teures Futter enden.

Das Aquarium des Kampffisches sollte teilweise dicht bepflanzt sein um ihm Rückzugsmöglichkeiten zu bieten und das Becken ist etwas dunkler zu halten, denn so fühlt der Fisch sich wohler. Dazu trägt auch ein dunkler Bodengrund bei, dessen Körnungsgröße für den Fisch irrelevant ist, allerdings sollte man darauf achten das die Zwischenräume der einzelnen Steine nicht so groß ist ,dass Futter hineinfallen oder gar der Fisch der stecken bleiben kann. Das sollte man auch bei der Einrichtung beachten, der Fisch ist neugierig und quetscht sich gerne in noch so kleine Öffnungen oder verletzt sich an scharfkantigen Objekten.

Elephant Ear

Koi

Zudem sollte das Becken eine geringe bis gar keine Strömung aufweisen, da der Fisch durch die großen Flossen Probleme damit bekommt.

Dafür sind regulierbare oder grundsätzlich schwächere Filter für Nano Becken gut geeignet. Die Temperatur ist für den Fisch optimalerweise auf
24 bis 26 Grad Celsius einzustellen, bei geringeren Temperaturen neigen die Tiere dazu zu kränkeln und bei höheren läuft der Stoffwechsel schneller, was mit einer verkürzten Lebensdauer endet. Neben der Temperatur ist eine Abdeckung vom Becken wichtig, nicht nur weil der Fisch gerne mal aus dem Becken springt, sonder auch weil die Raumtemperatur i.d.R. niedriger ist als die Wassertemperatur, was dazu führt, dass der Fisch sich "erkälten"kann. Deshalb sollte auch Zugluft vermieden werden.

Zu guter Letzt sollte die Ernährung des Betta angesprochen werden. Der Fisch ernährt sich carnivor, das bedeutet er ernährt sich fleischlich und ist kaum in der Lage pflanzliches zu verdauen. Man sollte daher hauptsächlich Lebendfutter, Frostfutter oder hochwertige Granulate o.ä. mit hohem Proteingehalt und möglichst keinem Getreide zurückgreifen.

Unsere Lottis

Axolotl "Lottis" bei Megazoo

Axolotl sind in Mexiko beheimatet. Die Azteken nannten die ungewöhnlichen Molche ehrfurchtsvoll "Axolotl", was Wassermonster bedeutet. Diese Bezeichnung kann man bei ihrem beeindruckenden Aussehen gut nachvollziehen. Besonders auffallend sind die drei Kiemenäste an beiden Seiten des Kopfes. Axolotl werden ausgewachsen 30 cm groß. Während Axolotl in der Natur meist schwarz, dunkelgrau oder braun marmoriert sind, entstanden durch Zuchten wunderschöne gelbe und kupferfarbene Tiere, Axolotl mit roten und mit schwarzen Augen. Die anpassungsfähigen Molche sind in einem speziell für sie eingerichteten Aquarium einfach zu halten. Sie fühlen sich in sauerstoffreichem, kühlem Wasser zusammen mit Artgenossen so richtig wohl. Bei guten Haltungsbedingungen können die kleinen Wassermonster bis zu 20 Jahre alt werden.
Lottis besitzen die Fähigkeit, verlorene Gliedmaßen und andere Körperteile wie Schwänze und, Gehirn- und Herzzellen vollständig nachwachsen zu lassen. Männchen sind länger und haben eine geschwollene Kloakenregion. Weibchen haben größere, rundere Körper für die Eiablage.

 

Da Axolotl die Larvenstadien von Salamandern sind, sind sie vollständig aquatisch und benötigen daher ein Aquarium, in dem sie leben. Axolotl sind relativ schnell wachsend und erreichen die Geschlechtsreife in etwa 18 bis 24 Monaten. Wie bereits erwähnt, sind Axolotl, obwohl sie das Larvenstadium eines Salamanders sind, zur Fortpflanzung fähig und vermehren sich in der Heimtierhaltung leicht. Ein Aquarium mit einer Größe von ca. 80 x 40 x 50 cm (Länge x Breite x Höhe) eignet sich für ein Paar, während ein Trio (oder vielleicht 4 auf einmal) in einem Aquarium von min. 100 x 50 x 50 cm untergebracht werden sollte. Ein dicht schließender Deckel ist wichtig, da es Berichte über Axolotl gibt, die versuchen zu entkommen. Axolotl mögen relativ kühles Wasser im Bereich zwischen 15 bis 18°C. Wenn sie über einen längeren Zeitraum Temperaturen über 23 °C ausgesetzt sind, können Axolotl große Probleme bekommen, daher sollten Sie die Temperatur in den wärmeren Monaten des Jahres im Auge behalten und hier je nach Bedarf für Kühlung sorgen.

Über die Jahre hinweg sind verschiedene Farbmorphen entstanden. So gibt es zusätzlich zu den dunklen Wildlingen inzwischen auch Weißlinge, Albinos, Goldlinge, Axanthische Lottis und viele mehr. Durch eine gesunde Selektion kreieren die Lotti-Züchter immer wieder neue Farbschläge.

 

Ein Substrat aus abgerundetem und ungefärbtem Naturkies mit einem Durchmesser von 1 - 3 mm für juvenile Tiere und 3 - 5 mm für adulte Tiere ist ideal, da Axolotl sich durch einen Saugprozess ernähren, bei dem sie ihre Beute in ihr Maul ziehen, was bedeutet, dass kleinere Substratpartikel eingesaugt werden können, was zu Verstopfungen führt. Manche Halter, vor allem Züchter, verwenden gar kein Substrat, was besonders sicher ist, allerdings kann dies ein wenig unansehnlich im Becken sein.

Besonders eignet sich hier ein Außenfilter, da diese wenig Platz im Becken einnehmen und an warmen Tagen mit einem Kühlaggregat kombiniert werden kann. Jedoch gilt es zu beachten, nicht zu viel Bewegung im Wasser zuzulassen, da übermäßige Strömung für den Axolotl Stress bedeutet.

Die Axolotl sollten genügend freie Fläche am Boden vorfinden sowie Rückzugsmöglichkeiten wie Höhlen und versteinerte Wurzeln. Bei der Beleuchtung gilt - weniger ist mehr. Sie bevorzugen schattige Plätze. Hierbei sollte beachtet werden, dass für jedes gehaltene Tier ein eigener Rückzugsort zur Verfügung steht. Auch robuste Pflanzen lassen sich zusammen mit dem Axolotl pflegen. Hierbei empfehlen sich vor allem Javafarn, Wasserpest, Javamoos, Anubias und Hornkraut sowie Schwimmfarne. Von der Verwendung von Holz und Wurzeln raten wir ab, da wir die Erfahrung gemacht haben, das kränkliche Tiere, bei denen die Ursache nicht offensichtlich und gleich erkennbar war, nach dem Entfernen der Naturwurzeln innerhalb kürzester Zeit einen deutlich verbesserten Gesundheitsstand zeigten. Auf dem Holz siedeln sich große Mengen Einzeller an, welche die Gesundheit der Axolotl stark aus dem Gleichgewicht bringen können.

 

Lottis gelten als reine Fleischfresser. Sie ernähren sich beispielsweise von Regenwürmern, Tubifex, Bachflohkrebsen und ähnliche Insekten im gefrorenen Zustand oder als Lebendfutter. Es gibt auch Axolotl-Pellets, welche exakt auf die Bedürfnisse von Axolotl zugeschnitten sind. Diese ergeben durch ihren hohen Anteil an Fisch, Garnelen und natürlichen Ballaststoffen ein ebenso ausgewogenes Futter. Ob Lebendfutter oder Pellets, es ist wichtig, dass es sich um sinkendes Futter handelt, da Lottis ihre Nahrung hauptsächlich vom Grund aufnehmen oder direkt vorbeischwimmende Nahrung geschickt mit dem Maul fangen.
Um das Risiko von versehentlich aufgenommenem Substrat (und damit Verstopfungen) zu mindern, empfehlen wir, die Nahrung der Lottis über eine Futterschale zu reichen. Unsere Fachberater helfen Ihnen hier gerne bei der Auswahl weiter.
Der Futterrhythmus lässt sich über das Alter sowie die Körperlänge des Tieres errechnen - ein ausgewachsener Axolotl (ab ca. 16-18 cm) sollte alle zwei bis drei Tage ihr Futter erhalten. Jungtiere mit einer Körperlange von bis zu 12 cm sollten täglich gefüttert werden.

Wie in jedem Aquarium ist eine Einlaufphase für optimale Wasserwerte besonders wichtig. Diese sollte mindestens 2 bis 3 Wochen betragen, kann aber selbstverständlich verlängert werden, wenn die Werte noch nicht korrekt sind. Hierfür empfehlen wir umfangreiche Wassertests. Vor dem Einzug der sensiblen Lottis muss der Nitritwert konstant auf null sein, da sonst schwere Erkrankungen oder sogar ein Ableben der Axolotl die Folge sind. 

  • Nitritgehalt: 0 mg/l
  • Ammoniakgehalt: weniger als 0,2 mg/l
  • Temperatur: 15 - 18 Grad
  • Optimaler ph-Wert zwischen 7 und 7,5

Merkblatt der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V.

Caridina und Neocaridina

Leitfaden in der Garnelenhaltung

Zwerggarnelen lassen sich sehr gut in Nanoaquarien, also in Aquarien unter 60 cm
Kantenlänge halten. Den Krabblern reicht dieser Platz gut aus, weil sie nicht sonderlich
schwimmfreudig sind und lieber alle möglichen Oberflächen nach Futter absuchen. Bei der
Wahl des Aquariums ist man daher ziemlich frei, und auch ein Nanoaquarium ist für
Einsteiger und Anfänger in der Aquaristik geeignet, wenn man ein paar Dinge beachtet.
Wenn Sie sich ein Standard Komplettset von 60 cm Kantenlänge und üblicherweise 54 Litern
Inhalt zulegen möchten, beachten Sie allerdings, dass die in diesen Sets
enthaltenen Filter oft nicht garnelensicher sind. Besonders attraktiv sind allerdings
Nanoaquarien, die es auch speziell für Garnelen gibt, mit garnelensicherem Filter und einer
passenden Beleuchtung. Selbstverständlich können Sie Garnelen aber auch in größeren
Aquarien halten!

 

In der Aquaristik gibt es verschiedene Zwerggarnelen - die einen brauchen weiches Wasser,
die anderen mögen es gerne etwas härter. Ein bisschen Wasserchemie braucht man
deswegen, vor allem dann, wenn man sich nicht vom Leitungswasser die zu haltenden
Garnelen diktieren lassen möchte. Auch für Einsteiger ist die Wasseraufbereitung für
Garnelen sehr gut möglich, hier brauchen Sie überhaupt keine Angst zu haben.

Garnelen aus weichem Wasser
Bienengarnelen und Taiwangarnelen, aber auch die "wilden" Verwandten wie Tangerine
Tiger, oder auch die modernen Hybridzuchten, die mit tollen Farben faszinieren, brauchen
weiches Wasser im Aquarium. In hartem Wasser bekommen sie schnell Häutungsprobleme,
an denen sie sogar sterben können. Mit Osmosewasser und einem passenden GH+
Mineralsalz lässt sich fürs Aquarium genau das Wasser mixen, das sie brauchen, und zwar
ganz einfach: Das Mineralsalz wird mit einem Dosierlöffel abgemessen und außerhalb des
Aquariums in den Eimer mit dem Frischwasser gegeben. Kurz umrühren und die Leitfähigkeit
messen. Wichtig ist hier, dass Sie ein Mineralsalz verwenden, das nur die Gesamthärte
anhebt, zu erkennen am Namenszusatz GH+. Ein Mineralsalz, bei dem auch noch KH+ im
Namen vorkommt, hebt auch die Karbonathärte an und eignet sich nicht zur Aufbereitung
von Weichwasser.

Garnelen aus eher hartem Wasser
Garnelen wie die schönen bunten Neocaridina oder Amanogarnelen, die eher härteres
Wasser bevorzugen, kommen in vielen Gegenden auch mit Leitungswasser klar. Sie sind
anfängertauglich und ziemlich vermehrungsfreudig, robust und anpassungsfähig. Auch für
Neocaridina gibt es Aufhärtesalze, erkennbar am Zusatz GH/KH+. Ist im Leitungswasser Chlor
oder Kupfer vorhanden, so sollte man auch für diese robusteren Gesellen auf Osmosewasser
und ein solches Aufhärtesalz zurückgreifen. Verwenden Sie Leitungswasser, sollten Sie es
zum Beispiel nach dem Duschen zapfen - so sind die Leitungen gespült und das Wasser ist
nicht abgestanden. In warmem Wasser lösen sich mehr Schadstoffe wie Kupfer aus den
Wasserleitungen, daher sollte das Wechselwasser fürs Aquarium immer kalt abgefüllt
werden. Nach dem Abfüllen sollte das Wasser wieder auf Temperatur kommen - dazu stellt
man den Eimer mit dem Frischwasser am besten vor eine Heizung oder ähnliches. Um Chlor
aus dem Leitungswasser ausgasen zu lassen, lässt man es am besten über die Duschbrause in den Eimer laufen. Wer absolut auf der sicheren Seite sein will, gibt dem Frischwasser im
Eimer einen Wasseraufbereiter zu, der weitere Schadstoffe binden kann.

 

Aquarientemperatur
Die meisten gängigen Zwerggarnelen benötigen keine Heizung, die Zimmertemperatur reicht
normalerweise aus. Sicherer ist es jedoch einen auf 25 °C festgestellten Heizer einzusetzen.
Die meisten Wasserpflanzen mögen Temperaturen über 22 °C, wenn Nanofische mit den
Garnelen zusammen gepflegt werden, sind mind. 24 °C unabdingbar.

Der Filter im Aquarium
Egal für welche Filterart Sie sich entscheiden, er muss Tag und Nacht ohne Pause
durchlaufen. Die eigentliche Reinigungsarbeit im Filter ist zum einen mechanisch, weil
Schwebstoffe aus dem Wasser entfernt werden. Die sogenannte biologische Filterung wird
von Bakterien geleistet, die organische Schadstoffe im Wasser unschädlich machen. Dazu
brauchen sie Sauerstoff, deshalb muss der Filter immer durchlaufen. Im stehenden Wasser
sterben sie schnell ab.Gereinigt wird der Filter erst, wenn deutlich weniger Wasser herauskommt - dann sind die Filtermedien mit Mulm zugesetzt. Sie werden einfach unter fließendem Wasser ausgewaschen und sind dann wieder einsatzfähig.

Pflanzen im Aquarium
In der Natur kommen viele Garnelen zwar in weitgehend pflanzenlosen Habitaten vor, aber
im Aquarium haben sie mit Aquarienpflanzen keine Probleme, sondern finden eine gute
Bepflanzung eher gut, weil sie sich hier verstecken können und sie zusätzliche Oberflächen
zum Sitzen und Abweiden bringen.

 

Garnelen brauchen Artgenossen
Garnelen haben durchaus ein gewisses Sozialverhalten und brauchen die Gesellschaft von
Artgenossen, dann sind sie weniger scheu. Ein Erstbesatz von 10 Tieren pro Art gilt als guter
Richtwert, mehr wäre natürlich möglich und sinnvoll. Sehr schwimmfreudige Garnelen wie
Amanogarnelen brauchen ein Aquarium von mindestens 60-80 cm Kantenlänge. Andere
Zwerggarnelen können bereits in einem Nanoaquarium von 20 oder 30 Litern leben.
Beifische sind in Aquarien ab 60 cm Kantenlänge möglich, jedoch sollte man hier gut darauf
achten, dass die Wasserwerte passen und die Fische keine Garnelen fressen.

Garnelenfutter
Garnelen fressen in der Natur überwiegend Reste und vor allem Biofilme, also alle möglichen
Beläge, junge Algen (Amanogarnelen auch größere Algen wie Fadenalgen) und
Bakterienbeläge. Sie finden im Aquarium also immer etwas zu fressen und verhungern nicht
so schnell. Beim Füttern kann man sich daher getrost vor allem als Anfänger zurückhalten
und nur sparsam füttern. Ein hochwertiges Garnelenfutter ist an diese Fressgewohnheiten
angepasst. Mit unseren hochwertigen Manixx Produkten machen Sie auf jeden Fall alles
richtig und treffen genau den Geschmack der Tiere.

Laub im Aquarium
Braunes Herbstlaub gehört in den Heimatgewässern unserer beliebten Wirbellosen im
Aquarium zum Lieblingsfutter der Tiere. Es enthält wertvolle Ballaststoffe und Gerbstoffe
und bildet beim Abbau Huminstoffe, die vor allem den Krebstieren im Aquarium bei der
Häutung helfen, das Wasser garnelentauglich machen und sogar Schadstoffe binden. Auf
dem Laub bilden sich besonders wertvolle Biofilme, die von den Garnelen abgeweidet
werden. Perfekt eignet sich das braune Herbstlaub von heimischen Laubbäumen. Davon
sollten den Garnelen im Aquarium immer zwei oder drei Blätter zur Verfügung stehen - gleichzeitig eine schöne, naturnahe Aquariendeko. Alternativ können Sie Seemandelbaumblätter und anderes Laub verwenden, das Sie bei uns im Sortiment finden.

Nanoaquaristik

Nano-Aquaristik – Die faszinierende Unterwasserwelt auf kleinem Raum

Ein Aquarium im Miniformat bietet die Möglichkeit, eine faszinierende Unterwasserwelt auf kleinem Raum zu erschaffen. Ein Paradies für Zwerggarnelen oder Zwergflusskrebse. Ein Aquarium sieht einfach toll aus und holt ein Stück Unterwasserlandschaft zu uns nach Hause. Leider hat nicht jeder ausreichend Platz für ein größeres Aquarium mit mehreren hundert oder sogar tausend Litern. Auf seine schöne Unterwasserlandschaft muss aber niemand aus Platzgründen verzichten.

Die perfekte Lösung heißt: „Nano-Aquarium“. Dieses passt in jede Wohnung, ob als Einzelbecken ohne Unterschrank oder komplett, wie bei den großen. Deshalb erfreuen sich Nano-Aquarien immer wachsender Beliebtheit.Nano-Aquarien brauchen sich hinter den großen Aquarien absolut nicht zu verstecken. Sie sind in Qualität und technischer Ausstattung den Großen heute vollkommen ebenbürtig und lassen keine Wünsche offen. 

Was ist eigentlich ein Nano-Aquarium? 
Als Nano-Aquarium bezeichnet man ein Aquarium mit 10-ca.75 Litern. Verschiedene Größen und Varianten sind auf dem Markt erhältlich. Vom Nano-Cube ab 10 Liter bis zum komplett ausgestatteten Plug & Play Aquarium stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen. Ein großer Vorteil von Plug & Play Lösungen liegt in der perfekt auf das Nano abgestimmten Technik, die komplett im Lieferumfang enthalten ist. Nano-Aquarien verfügen über ein modernes Design und dem neuesten Stand der Technik. 

Zur Ausstattung gehören je nach Nano-Typ : LED-Beleuchtungen, Strömungspumpen, Filterbecken, Abschäumer und Controller. Oft ist eine Steuerung über mobile Geräte und App möglich. Wie Sie sehen, können die Kleinen alles was auch die großen Aquarien können. 

 

Für den Besatz eines Nano-Aquariums eignen sich besonders Zwerggrundeln, Zwerggarnelen und kleinbleibende Krebse. Besonders geeignet ist ein Nano auch für die Haltung und Beobachtung von sehr klein bleibenden Tieren, die in einem großen Aquarium „verloren“ gehen oder sogar als Futter von den anderen Tieren angesehen werden könnten. Oder sie nutzen Ihr Nano zur Aufzucht von Jungtieren oder als ein Artenbecken, zur Haltung der tollen farbefrohen Vielfalt von Zwerggarnelen und schönen Wasserpflanzen. 

Feine Körnung für den Bodengrund
Ein Bodengrund ist auch im Nano Aquarium notwendig. Wie bei den größeren Aquarien besteht dieser aus einer Sand- oder Kiesschicht. Bei dem Kies ist darauf zu achten, dass die Körnung nicht zu grob ist. Diese sollte maximal einen Durchmesser von vier Millimetern haben. Gut geeignet ist sogenannter „Garnelenkies“ mit einer sehr feinen Körnung.

Pflanzenbesatz und Deko für das Nano-Aquarium
Die Pflanzen im Garnelenbecken haben im besten Fall feinfaserige Blätter, denn dort halten sich die Tiere gerne zum Fressen auf. Sehr beliebt sind zum Beispiel Mooskugeln. Wichtig ist, Pflanzen einige Tage bis Wochen in einem leeren Becken oder Eimer zu wässern, da Rückstände von Pflanzendüngern oder Schneckenbekämpfungsmittel tödlich für die Wirbellosen sind.

Zur Dekoration des Nanoaquariums eignen sich getrocknete Seemandelbaumblätter. Hier bildet sich schnell eine Vielzahl von Mikroorganismen, die die natürliche Nahrungsgrundlage für Garnelen darstellt. Da sich die farbenfrohen Schwimmer gern verstecken, sind Höhlen oder Spalten ideal. Wurzeln und Steine sind ebenso geeignet wie anderweitige Aquaristik-Dekomaterialien.

 

Jungfischaufzucht

Jungfischaufzucht 

Ihre Fische fühlen sich in Ihrem gut gepflegten Aquarium wohl, die Bedingungen passen und es sind Männchen und Weibchen vorhanden, die sich mögen. Es kann in Ihrem Aquarium zur Nachzucht kommen, ohne dass Sie etwas Besonderes unternommen haben. Die Jungfische haben meist eine geringe Überlebenschance, da sie sowohl von ihren Eltern, als auch von den anderen Aquarienbewohnern als Lebendfutter angesehen werden. Sie können die Jungfische nur retten und aufziehen, wenn Sie die Kleinen schnell separieren. 

Entweder fangen Sie die Jungfische heraus und ziehen sie in einem separaten Aquarium auf, oder Sie nutzen einen Ablaichkasten, der so lange zur Aufzucht verwendet werden kann, bis die Jungtiere groß genug geworden sind, um nicht mehr gefressen zu werden.

 

Viele Salmler und Barben sind Bruträuber. Sie geben ihre Eier frei ins Wasser oder zwischen Pflanzen ab. Danach werden die Eier sich selbst überlassen, und die später schlüpfenden Jungtiere werden gefressen. Nur wenigen Kleinen gelingt ein verstecktes Leben bis sie größer sind. Meist werden alle Eier und Jungtiere gefressen. Hier müssten Sie nun entweder die Elterntiere oder die Eier bzw. Jungfische schnellstens aus dem Aquarium entfernen.

Guppys, Platys und andere Lebendgebärende Zahnkarpfen bringen lebende Junge zur Welt. Sie können die trächtigen Weibchen in einen Ablaichkasten setzen, wo sie anschließend ihre Jungen bekommen, die durch ein Gitter vor der Mutter geschützt sind, da auch diese Fische ihre Jungen als Futter betrachten. Die Aufzucht dieser Jungen ist nicht sehr schwierig. Entsprechend qualitativ hochwertiges besonders auf die Bedürfnisse dieser Jungfische hergestelltes Futter, nehmen die Kleinen gern und gierig an und werden es mit einem schnellen Wachstum danken.

Alle Buntbarsche, Labyrinthfische und viele weitere Fischarten sind Brutpfleger und kümmern sich rührend um ihre Jungen. Das klappt nicht immer beim ersten Mal. Die Eltern sammeln aber mit der Zeit Erfahrung mit der Aufzucht ihrer Jugen und irgendwann bringen sie ihre Jungen durch. Hier müssen Sie nur dafür sorgen, dass Sie die Jungfische gezielt füttern. Jungfische, die aus Eiern schlüpfen sind deutlich kleiner, als Jungfische, die lebend geboren werden. Spezielle feinste Futtersorten für Jungfische sind bei MEGAZOO erhältlich.

Wenn Jungfische zu erwarten sind, sollten Sie den Ansaugkorb Ihres Außenfilters in eine Schaumstoffpatrone stecken, damit die Jungfische nicht vom Filter angesogen werden. In kleineren Aquarien bietet es sich an, direkt einen jungfischsicheren Filter zu verwenden.

Großkrebse

Super Cherax - Das gepanzerte Schmuckstück im Aquarium

Um einen Super Cherax zu halten, braucht es etwas Platz. Daher ist ein Aquarium, ab einer Kantenlänge von 80cm, die Grundvoraussetzung. Mit seiner Größe zieht er alle Blicke auf sich, denn ohne Schere kann der Krebs schon 12-15 cm groß werden. Da er eher dämmerungs- und nachtaktiv ist, kann es durchaus sein, dass ein Cherax die erste Zeit in der neuen Heimat, eher schüchtern ist und sich nicht zeigen möchte. Hat er sich aber erstmal gut eingelebt, wird man ihn auch am Tage gut beobachten können.

Ein Super Cherax möchte sich auch gerne mal verstecken, daher sollten wir ihm einige Möglichkeiten zur Auswahl geben. Er wird sich sein Zuhause und seinen Wohnbereich selbst gestalten. Wir sollten uns deshalb bewusst sein, dass der hübsche Krebs dabei keine Rücksicht auf unsere Pflanzen nimmt. Sauberes Wasser ist das A und O. Mit einem pH-Wert von 6,5- 7,5 und einer Gesamthärte von 25. Er möchte es nicht zu warm haben, darum sollte sich das Wasser nicht über 24 Grad erwärmen.

Wenn der Cherax gut und artgerecht gefüttert wird, ist er ein eher ruhiger Geselle, der aber durchaus auch mal die ein oder andere Pflanze anknabbert. Diese Krebse sind Allesfresser. Auch sollte man ihn nicht mit Fischen vergesellschaften, die langsame Schwimmer sind, denn mit seinen Scheren kann der Krebs sehr geschickt und schnell zugreifen. Er wird, wie alle anderen Krebsarten auch, regelmäßig "aus der Haut fahren" und sich häuten. Während dieser Zeit ist er sehr empfindlich. Daher sollten seine Nachbarn im Aquarium friedlich sein und ihn nicht angreifen. Eine Vergesellschaftung mit größeren Raubfischen ist deshalb eher ungeeignet als Nachbarn. 

Ein Super Cherax ist in jeder Weise etwas Besonderes und das wird er uns auch zeigen. Diese Krebse sind in verschiedenen Farben z.B. als Cherax Black Skorpion, Blue Moon, Hoa Creek, ZebraCherax holthuisi apricot und als Rotscherenkrebs (Cherax quadricarianthus) erhältlich. Einzel- oder Paarhaltung dieser wundervollen Krebse sind möglich.

Schnecken

Schnecken - Die fleißigen Algenfresser und Resteverwerter

Aquarienschnecken erfreuen sich ähnlich wie Zwerggarnelen immer größerer Beliebtheit und das hat seinen Grund. Mittlerweile gibt es Aquarienschnecken in vielen verschiedenen Farben und Mustern und mit interessanten Gehäuseformen. Gehäuseschnecken sehen dabei nicht nur sehr schön aus, sondern sind fleißige Helfer im Kampf gegen Algen. Je nach Art machen sie sich nützlich bei der Beseitigung der Algen,einige fressen sogar Blaualgen, außerdem beseitigen sie liegen gebliebene Futterreste, fressene Pflanzenteile und  weitere organische Reste.

Algenrennschnecken, wie zum Beispiel die Leopard-Algenrennschnecke (Neritina turrita-semiconica), die Rote Timor Rennschnecke (Neritina waigiensis) oder die Zebra-Algenrennschnecke (Neritina turrita) sind einfach zu pflegen. Sie raspeln mit ihrer Raspelzunge den Algenaufwuchs ab und machen sich damit sehr nützlich. Es sind interessante Pfleglinge und sehen darüber hinaus auch noch toll aus.

Das gilt auch für Geweihschnecken (Clithon). Die ungewöhnliche Schraubenform machen Tylomelania Felsenschnecken für die Aquaristik attraktiv. Sie ernähren sich von Algen, Biofilmen und raspeln gern an Mangrovenholz. Tylomelania Felsenschnecken zählen ebenfalls zu den nützlichen Schnecken. Bekannt und beliebt in der Aquaristik ist die Orange Felsenschnecke (Tylomelania sp.) mit ihrem leuchtend orange-gelben Körper. 

 

Spezielles Futter für Zierschnecken 
In ihren Biotopen leben die allermeisten Schnecken von Algen, Biofilmen, Pflanzenresten und toten Tieren. Dennoch können viele Arten nicht allein von den Resten leben, die im Aquarium bei der Fütterung der anderen Bewohner abfallen. Sie müssen auf jeden Fall zugefüttert werden, wenn sie gesund und vital bleiben sollen. Durch die Gabe von Mineralien werden Gehäuseschäden verhindert und sogar repariert. Genauso wichtig wie die Mineralienversorgung ist auch eine optimale Nährstoffversorgung. 

Es gibt reine Nützlinge wie Stahlhelm- oder Rennschnecken, die sich nicht im Süßwasser vermehren und lieber Algen statt Pflanzen fressen. Diese Schnecken sollten in keinem Aquarium fehlen. Vermehren sich bestimmte Schneckenarten außergewöhnlich stark,kann es zu einer Schneckenplage im Aquarium kommen.

Eine Ursache kann sein, dass die Schnecken mit dem Einsetzen neuer Pflanzen unbemerkt ins Aquarium gelangt sind. Eine andere Ursache ist das übermässige Füttern von Fischen. Dabei sinkt das nicht gefressene Futter auf den Boden und "füttert" die Schnecken reichlich.Eine weitere Ursache können auch abgestorbene Pflanzenteile oder zu viel organische Abfälle im Aquarium sein.

Werden es dadurch doch einmal zu viele Schnecken, dann können Sie diese mühelos per Hand absammeln.  Etwas effektiver ist es, wenn man vorher an im Aquarium einen Köder auslegt, wie zum Beispiel eine Futtertablette. Hat der Köder nach einiger Zeit eine größere Anzahl von Schnecken angelockt, lassen diese sich bequem absammeln, ohne dass man einzelne Schnecken überall im Aquarium suchen und herausfangen muss. So behalten Sie ganz einfach eine zu starke Vermehrung im Griff.

Zwergkugelfische

Zwergkugelfische für Süßwasseraquarien

Süßwasserkugelfische kommen in der Natur in Südamerika, Afrika und Südost-Asien vor. Je nach Art leben sie ständig im Süßwasser oder wachsen im Brackwasser in Mangrovenwäldern auf. Unter den Kugelfischen gibt es sehr große Arten, die in der Aquaristik kaum eine Rolle spielen, aber auch echte Zwerge wie der kleinste Vertreter, der Erbsenkugelfisch mit einer Größe von 2-3cm.

Kugelfische sind immer ein Hingucker. Schon allein ihr süßes Geischt mit den großen Augen und ihre flatterhaften Flossenbewegungen laden ein zum Beobachten. 

Der Körper von Kugelfischen ist rundlich und gedrungen. Kopf und Augen sind stark ausgebildet. Sie besitzen einen schnabelähnliche Beißapparat, der mit zu Zahnleisten verwachsenen Zähnen ausgestattet ist. Damit können Kugelfische kräftig und empfindlich zubeißen und problemlos Muscheln und Schnecken knacken, von denen sie sich auch ernähren. 

Kugelfische bewegen sich eher gemütlich, können jedoch erstaunlich schnell die Richtung wechseln. Hauptsächlich paddeln sie mit ihren kleinen Brustflossen durchs Wasser. Sie können sowohl vorwärts- als auch rückwärts schwimmen und auch nach oben oder unten steigen.

 

Auch im Aquarium stellen Kugelfische gewisse Anforderungen, die es gilt, umzusetzen, um diese tollen Tiere möglichst naturgetreu zu pflegen. Kugelfische benötigen sandigen Boden oder feinen Kies, Versteckmöglichkeiten, Wurzeln, Steine, eine gute Bepflanzung, ausreichend Schwimmraum und Lebend- und Frostfutter, wie Muschelfleisch, Krebsfleisch, Schnecken oder kleine Garnelen. 

Nicht alle Arten eignen sich für eine Vergesellschaftung. Einige Kugelfisch-Arten vergreifen sich an ihren Mitbewohnern und sind selbst innerartlich äußerst aggressiv. Die Vergesellschaftung von Kugelfischen ist deshalb schwierig, bei einigen Arten unmöglich. Kugelfische sind am besten in einem Arten-Aquarium aufgehoben. Mit welchen Fischarten Kugelfische im Aquarium eventuell vergesellschaftet werden können, ist im Einzelfall zu prüfen. Für einige Kugelfische gilt ausschließlich die Einzelhaltung.

Beliebte Zwergkugelfische sind der Palembang-Kugelfisch (Dichotomyctere ocellatus), der Grüne Kugelfisch (Dichotomyctere nigroviridis), der Kammkugelfisch (Carinotetraodon lorteti), der Assel Kugelfisch (Colomesus asellus) und Abes Kugelfisch (Monotrete abei).

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