Was dein Hund frisst, entscheidet über sein Wohlbefinden — jeden Tag.

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Juckreiz, Verdauungsprobleme, Energielosigkeit, schlechtes Fell: Viele dieser Beschwerden haben eine gemeinsame Ursache — die falsche Ernährung. Dabei sind die Unterschiede zwischen Futtersorten, Inhaltsstoffen und Fütterungsmethoden für viele Hundebesitzer kaum zu durchschauen.

Wir bei MEGAZOO nehmen das ernst. Unser Team hat sich tief in die Materie eingearbeitet — von Darmgesundheit über Nahrungsergänzungsmittel bis hin zu speziellen Diätkonzepten — damit wir dich in der Filiale wirklich fundiert beraten können. Nicht nach Schema F, sondern abgestimmt auf deinen Hund, seine Rasse, sein Alter und seine Beschwerden.

Dieses Lexikon ist unser Werkzeug. Und jetzt auch deins.

Allergie, Futterunverträglichkeit,
Erbrechen, Blähungen …

Hund mit Juckreiz kratzt sich
Juckreiz
Hund leckt Pfoten
Pfoten lecken
Hund frisst Gras
Grasfressen
Erkennen Sie diese Symptome?
  • Grasfressen
  • Juckreiz / Schuppige Haut
  • Hefepilzbefall
  • Pfoten lecken
  • Ohrentzündung
  • Schlechter Atem
  • Schmatzen
  • Blähungen
  • Müdigkeit & Antriebslosigkeit
  • Erbrechen / Würgen
  • Unverträglichkeiten / Allergien
  • Weicher oder schleimiger Kot
Was steckt dahinter?

Das Leaky-Gut-Syndrom

Bei vielen Hunden liegt ein Leaky-Gut-Syndrom vor: Die Darmwand wird durchlässig. Giftstoffe, Hefepilze und unverdaute Partikel gelangen ins Blut – das Immunsystem reagiert mit Allergien, Juckreiz und Entzündungen. Durch eine gezielte Darmsanierung wird die Darmwand repariert und diese Löcher werden geschlossen.

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie persönlich in Ihrer MEGAZOO-Filiale.


Ihr persönlicher Leitfaden
Darmaufbau beim Hund

Die 3 Phasen – Schritt für Schritt zum gesunden Darm

Was bedeutet Entgiftung & Darmsanierung?

Entgiftung: Leber, Nieren und Lymphsystem werden unterstützt, angesammelte Giftstoffe aus Gelenken, Fettgewebe und Schleimhäuten sicher auszuleiten – ca. 4 Wochen.

Darmsanierung: Gezielter Wiederaufbau der Darmflora mit Prä- und Probiotika nach der Entgiftung. Schädliche Keime werden verdrängt, nützliche Bakterien angesiedelt, die Darmwand repariert – ca. 8 Wochen.

Beide Prozesse ergänzen sich und laufen nach der Magenberuhigung parallel ab.

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Phase: 2 Wochen

Magenberuhigung

Den Magen-Darm-Trakt beruhigen, Schleimhäute entlasten und die Grundlage für die Entgiftung bilden.

Futter:
  • Schonkost: Trocken- oder Nassfutter (Diätfutter Monoprotein aus unserem Vetregal, z. B. Huhn, Pute oder Kaninchen)
  • Oder: gekochtes mageres Fleisch (Pferd, Huhn, Pute) aus der BARF-Truhe + Morosche Karottensuppe
Tag 1 & 2: 40 % Morosche Karottensuppe + 60 % Futter Tag 3 & 4: 30 % Morosche Karottensuppe + 70 % Futter Ab Tag 5: 30 % Suppe + 70 % Futter + ½ TL Kokosöl pro 5 kg
Nahrungsergänzungsmittel aus unserem Sortiment:
  • Moro Suppe – Herzstück der Magenberuhigung
  • Heilerde – bindet Magensäure & Giftstoffe
  • Flohsamenschalen – regulieren Verdauung
  • Ulmenrinde – Schutzfilm für die Darmwand
  • Kokosöl – ab Tag 5: ½ TL pro 5 kg Körpergewicht
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Phase: Woche 3–4

Entgiftung & Darmsanierung – Einstieg

Giftstoffe gezielt ausleiten und erste nützliche Bakterien ansiedeln. Eine vorübergehende Erstverschlimmerung (4–5 Tage) ist möglich und zeigt, dass die Entgiftung wirkt.

Futter:
  • Schonkost weiterführen (wie Phase 1)
  • Morosuppe weiter geben (~ 30 % Anteil)
Nahrungsergänzungsmittel aus unserem Sortiment:
  • Moor oder Heilerde oder Ulmenrinde – Entgiftung & Darmschutz
  • Spirulina – bindet Schwermetalle, stärkt Immunsystem
  • Schwarzkümmelöl – antiparasitär, antimykotisch (pilzhemmend)
  • MSM = Organischer Schwefel – unterstützt Entgiftung der Leber
  • Mix aus Kräutern – hilft bei der Verdauung
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Phase: Woche 5–8

Entgiftung & Darmsanierung – Vertiefung & Erhalt

Darmflora von Grund auf aufbauen, Darmwand schließen und das Immunsystem nachhaltig entlasten. Konsequenz ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Futter:
  • Hochwertiges Monoproteinfutter (Trocken / Nass / BARF)
  • Morosuppe und/oder Gemüsemischung aus unserem Sortiment
Nahrungsergänzungsmittel aus unserem Sortiment:
  • Moor oder Ulmenrinde
  • Hochwertiges Öl (z. B. Lachsöl) – Omega-3, entzündungshemmend
  • Flohsamenschalen
  • Bewährte Ergänzungen aus den vergangenen Phasen weiterhin einsetzen und schrittweise aufbrauchen
Hund beim Fressen – gesunde Ernährung

Hundernährung von A bis Z

BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter: Nachahmung des Beuteschema-Prinzips mit frischem Fleisch, Knochen, Innereien, Blut und Gemüse. 40 % Muskelfleisch + 12 % rohe Knochen + 12 % Innereien + 15 % Gemüse (püriert) + 5% Obst täglich Öle. Knochen immer roh — gekochte Knochen splittern.

Mono-Protein – Futtermittel, das ausschließlich Eiweiß von einer einzigen Tierart enthält. Wichtig für Allergiker und Ausschlussdiäten.

Hypoallergen – Spezialfutter für Allergiker mit einer seltenen, einzelnen Proteinquelle (z. B. Insekt, Känguru, Pferd, Krokodil). Keine häufigen Allergene. Meist getreidefrei. Hydrolisiertes Protein

Hydrolysiert – Proteine werden enzymatisch in so kleine Bruchstücke zerlegt, dass das Immunsystem sie nicht mehr als Allergen erkennt. Kommt in Spezial-Diätfutter zum Einsatz. Bei starken Allergien sinnvoller als Mono-Protein.

Futterumstellung – Der schrittweise, langsame Wechsel von einem Futtermittel zum anderen über mehrere Tage, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Mischfütterung – Kombination verschiedener Futterarten (z. B. Trocken + Nass). Darm braucht Zeit zur Enzym-Anpassung. Verhältnis konstant halten.

Schonkost / Magenberuhigung – Besonders leicht verdauliche Kost zur Entlastung des Magen-Darm-Trakts. Phase 1: mageres Fleisch + Morosche Karottensuppe. Kleine Portionen, 3–4 x täglich. Kein Fett, keine Snacks.

Morosche Karottensuppe – Lange gekochte Karottensuppe (2 Stunden!). Beim Kochen entstehen Oligosaccharide, die schädliche Darmbakterien binden und ausleiten. Entwickelt 1908 von Prof. Ernst Moro.

Oligosaccharide – Mehrfachzucker, die als Präbiotika wirken: nähren nützliche Darmbakterien und blockieren gleichzeitig Andockstellen für Krankheitserreger.

Ausschlussdiät – Strikte Diät über 6–10 Wochen mit nur einer dem Hund unbekannten Protein- und Kohlenhydratquelle zur sicheren Diagnose von Futtermittelallergien.

Getreidefrei – Verzicht auf Getreide (Weizen, Mais, Gerste). Stattdessen werden alternative Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Hülsenfrüchte genutzt.

Diätfutter / Spezialfutter – Futtermittel zur Abdeckung des besonderen Bedarfs bei Krankheiten.

Kaltpressung – Schonendes Herstellungsverfahren bei max. 40–50 °C. Nährstoffe bleiben erhalten. Krokette quillt im Magen nicht auf → gut verträglich.

Extrusion – Häufigstes Verfahren für Trockenfutter unter hohem Druck und Temperatur. Kroketten quellen im Magen auf → immer ausreichend Wasser daneben stellen.

Darmflora / Mikrobiom – Gesamtheit aller Mikroorganismen im Darm. Essenziell für Nährstoffaufnahme und Immunsystem. Wird durch Antibiotika, häufigen Futterwechsel und schlechtes Futter gestört.

Leaky-Gut-Syndrom – Durchlässige Darmwand: Toxine und unverdautes Futter gelangen ins Blut. Auslöser: Juckreiz, Allergien, Entzündungen. Lösung: gezielte Darmsanierung.

Darmsanierung – Gezielter Wiederaufbau der Darmflora über ca. 8 Wochen mit Prä- und Probiotika nach Krankheiten oder Antibiotika.

Entgiftung / Detox – Unterstützung von Leber und Nieren bei der Ausscheidung von Toxinen aus Geweben (Gelenke, Fett, Haut, Lymphsystem). Ca. 4 Wochen.

Herxheimer-Reaktion – Vorübergehende Erstverschlimmerung bei der Darmsanierung durch massenhafte Erregerzelltrümmer. Normal — hält wenige Tage an.

Würmer – Parasitärer Befall des Magen-Darm-Trakts (Spulwurm, Bandwurm, Hakenwurm). Symptome: Gewichtsverlust trotz Appetit, Schleimkot, sichtbare Wurmsegmente. Behandlung: Tierarzt (Entwurmungsmittel). Danach Darmflora aufbauen.

Futterunverträglichkeit – Nicht-allergische Fehlreaktion auf Futterbestandteile (häufig Getreide, Fett, häufiger Wechsel). Symptome: Blähungen, Durchfall, weiches Kot. Häufig fälschlich als Allergie bezeichnet.

Allergie (Futterallergie) – Echte Immunreaktion auf ein spezifisches Protein (meist Huhn oder Rind). Symptome: Juckreiz, rote Haut, Ohrentzündung, Pfoten lecken — konstant, unabhängig vom Futter.

Bauchspeicheldrüsenentzündung – Schmerzhafte Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Wichtigste Regel: KEIN FETT. Schonkost: mageres Fleisch + Reis. Kleine Portionen 3–4 x täglich. Immer Tierarzt

Nierenprobleme / Niereninsuffizienz – Eingeschränkte Nierenfunktion. Wichtigste Regel: PHOSPHORARM. Kein Fisch, keine Innereien. Moderat hochwertiges Protein. Nassfutter bevorzugen. Kein rohes Fleisch.

Leberprobleme – Erkrankung des Haupt-Entgiftungsorgans. Kupferarme Ernährung, keine Innereien. Mariendistel als NEM. Löwenzahn für Gallenfluss.

Kupferspeicherkrankheit – Gendefekt bei dem sich Kupfer toxisch in der Leber ansammelt. Betrifft v. a. Labrador, Bedlington Terrier, Dobermann. Strikt kupferarme Diät.

Diabetes (Hund) – Insulinmangel: Blutzucker kann nicht reguliert werden. Immer gleiche Fütterungszeiten und -mengen. Niedrig-GI-Futter, kein Getreide/Mais.

Hefepilzbefall – Überwucherung mit Hefepilzen im Darm oder auf der Haut. Ursache: zu viel Zucker/Stärke im Futter, geschwächtes Immunsystem. Symptome: Pfoten lecken, braune Zehen, Ohren.

Kotfressen – Fressen von eigenem oder fremdem Kot. Ursachen: Nährstoffmangel, fehlende Enzyme, gestörte Darmflora, Stress.

Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) – Fehlende Verdauungsenzyme. Nährstoffe werden unverdaut ausgeschieden. Symptome: Gewichtsverlust, Kotzfressen, schlechtes Fell trotz viel Fressen.

Giardien – Einzellige Darmparasiten (Protozoen). Übertragung über kontaminiertes Wasser oder Kot. Symptome: chronischer, schleimiger Durchfall, Gewichtsverlust, Blähungen. Behandlung: Tierarzt (Metronidazol o. Ä.).

Harnstein / Nierenstein – Ablagerung von Mineralkristallen in Harnwegen oder Nieren.

Harnwegsinfektion (Zystitis) – Bakterielle Infektion der Blase. Symptome: häufiges Urinieren, Blut im Urin, Schmerzen. Häufiger bei Hündinnen. Begünstigend: zu wenig Flüssigkeit, hoher Zuckeranteil im Futter.

Arthrose – Degenerative, chronische Gelenkerkrankung durch Knorpelabbau. Häufig bei älteren oder übergewichtigen Hunden. Ernährung: antientzündlich, Gelenknährstoffe unterstützen.

Magenschleimhautentzündung (Gastritis) – Entzündung der Magenschleimhaut: häufiges Erbrechen (auch gelber Schleim), Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen. Ursachen: schlechtes Futter, zu schnelles Fressen, Stress, Medikamente.

Pfoten lecken – Häufiges Zeichen für gestörte Darmflora, Futterallergie oder Hefepilzbefall (Candida). Auch: Umweltallergien, Milben.

Grasfressen – Signal für Magenübersäuerung oder Darmproblem — kein Gemüsehunger. Gemüse (Karotten, Fenchel, Kürbis) als Ergänzung kann trotzdem helfen.

Schmatzen – Zeichen für Magensäure-Rückfluss (Reflux / Sodbrennen).

Erbrechen (gelber Schaum) – Nüchternerbrechen durch überschüssige Magensäure nach zu langer Fresspause.

Juckreiz / Schuppenbildung – Klassisches Symptom bei Unverträglichkeiten, Nährstoffmangel (Omega-3-Mangel) oder Parasiten.

Ohrentzündung – Wiederkehrende Entzündungen oft ein Indiz für Futtermittelallergie oder Hefepilzbefall.

Blähungen – Übermäßige Gasbildung im Darm. Ursachen: schlechte Futterqualität, häufiger Futterwechsel, Getreide, Hülsenfrüchte, zu schnelles Fressen.

Durchfall – Weicher bis flüssiger Stuhlgang. Ursachen: Futterwechsel, Infektion, Parasiten, Unverträglichkeit, Stress. Länger als 2 Tage → Tierarzt.

Fieber (Fiber) – Erhöhte Körpertemperatur (>39,5 °C beim Hund) als Immunantwort auf Infektionen, Entzündungen oder Hitzschlag. Immer Tierarzt bei anhaltendem Fieber.

Entzündungen – Können ernährungsbedingt gefördert werden (Omega-6-Überschuss, Getreide, Zucker). Chronische Entzündungen als Grundlage für viele Erkrankungen.

Probiotika – Lebende, nützliche Bakterienstämme (z. B. Lactobacillus, Bifidobacterium), die dem Darm zugeführt werden. Bauen die Darmflora aktiv auf. UNTERSCHIED zu Präbiotika: Probiotika = die Bakterien selbst.

Präbiotika – Unverdauliche Ballaststoffe (Inulin, FOS, Pektin), die als Nahrung für nützliche Darmbakterien dienen. UNTERSCHIED zu Probiotika: Präbiotika = das Futter für die Bakterien, nicht die Bakterien selbst.

Lachsöl – Hochwertiges Fischöl mit essenziellen Omega-3-Fettsäuren (EPA + DHA). Stark antientzündlich, für Fell, Haut, Gelenke, Herz.

Kokosöl – Enthält MCT-Fette (Laurinsäure). Antimikrobiell, wirkt gegen Hefepilze (Candida). Innerlich und äußerlich nutzbar.

Schwarzkümmelöl – Nigella sativa. Antiparasitär, antimykotisch, antientzündlich. Stärkt das Immunsystem. Hilft bei Ohren, Pfoten lecken, Allergien.

Algenöl – Vegane Alternative zu Fischöl aus Schizochytrium-Alge. Sehr hoher EPA- und DHA-Gehalt (Omega-3). Für Hunde die keinen Fischgeruch mögen.

MSM / organischer Schwefel – Methylsulfonylmethan. Stärkt Darmschleimhaut, verbessert Zellmembranpermeabilität, unterstützt Entgiftung Phase II der Leber. Gut für Gelenke.

Spirulina – Blaualge. Reich an Protein, Vitaminen, Antioxidantien. Entgiftend, entzündungshemmend, stärkt Immunsystem. Vorsicht bei Schilddrüsenerkrankung (Jod).

Chlorella – Grünalge. Bindet Schwermetalle direkt aus Geweben und leitet sie aus. Stärkt das Immunsystem.

Mariendistel (Silymarin) – Schützt Leberzellen und fördert Regeneration. Pflichtempfehlung bei Leberproblemen und Kupferspeicherkrankheit.

Löwenzahn – Regt Magen-Darm-Tätigkeit an. Aktiviert Gallenfluss und Nierendurchspülung. Natürlich entgiftend.

Zeolith (Klinoptilolith) – Vulkanmineral. Bindet Schwermetalle und Toxine im Magen-Darm-Trakt. Zentrale Entgiftungskomponente.

Moor / Huminsäuren – Natürliche Huminsäuren aus Torfmoor. Schützen Darmschleimhaut, binden Giftstoffe, festigen den Kot.

Heilerde – Feines Tonmineral (Löss). Bindet überschüssige Magensäure, Giftstoffe und Gase im Darm. Sanft wirkendes Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden.

Probiotika / Effektive Mikroorganismen (EM) – Lebende, nützliche Bakterienstämme zur aktiven Aufbauten der Darmflora. Nach Antibiotika fast zwingend. Kernkomponente der Darmsanierung.

Inulin (Präbiotikum) – Fermentierbarer Ballaststoff aus Topinambur oder Chicorée. Fördert nützliche Darmbakterien (Lactobacillus, Bifidobacterium), bildet kurzkettige Fettsäuren, verbessert Kotqualität.

Pektin – Wasserlöslicher Ballaststoff aus Äpfeln, Karotten, Kürbis. Beruhigt gereizten Darm, bindet Wasser bei Durchfall — sanfter als Inulin.

Flohsamenschalen – Extreme Quellfähigkeit. Regulieren Stuhlgang in beide Richtungen (Durchfall UND Verstopfung). Vor Fütterung in Wasser quellen lassen.

Hericium erinaceus (Igelstachelbart) – Vitalpilz: regeneriert und schützt Darmwand und Darmnerven. Sehr gut bei Leaky Gut, Darmentzündungen und nach Erkrankungen.

Ulmenrinde (Slippery Elm) – Schleimstoffe überziehen Magen-Darm-Wand als Schutzfilm. Ideal bei Leaky Gut und gereizter Schleimhaut.

Ascophyllum nodosum – Braune Meeresalge. Präbiotisch, enthält Jod & Mineralien. Reduziert nachweislich Zahnbelag. Vorsicht bei Schilddrüsenproblemen.

Vitamin B12 – Essenziell für Zellteilung, Blutbildung, Nerven. Bei Darm- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen häufig mangelhaft.

Vitamin C + Zink – Starkes antioxidatives Duo. Stärkt Immunsystem, unterstützt Entgiftung und Wundheilung.

Rinderfettpulver – Energiedichtes Tierfett in Pulverform aus Rinderfett. Enthält fettlösliche Vitamine (A, D, E, K). Wird als Energiequelle bei BARF oder als Futterergänzung für untergewichtige Hunde eingesetzt.

Bierhefe – Naturprodukt mit hohem B-Vitamin-Gehalt. Für vitale Haut und glänzendes Fell.

Bio Morosan – Schonkostfertigprodukt aus Bio-Karotten und Topinambur-Extrakt. Kombination aus Moroscher Suppe und Inulin-Präbiotikum. Bei akutem Durchfall.

MagenSanft – Pulver aus Tonmineralien und beruhigenden Kräutern (Fenchel, Anis, Kamille). Sanfte Regulierung der Magentätigkeit.

WermiX – Pflanzliche Kräutermischung (Wermut, Salbei u. a.) zur Unterstützung des Darms nach einem kurierten Wurmbefall.

Grünlippmuschel – Extrakt aus Neuseeland, reich an Glykosaminoglykanen (GAGs). Wichtigster Baustein für Gelenkschmiere und Knorpelaufbau.

Kollagen – Strukturprotein (z. B. aus Seefisch oder Rind). Unterstützt Sehnen, Bänder und Gelenkknorpel.

Teufelskralle – Afrikanisches Wurzelpulver. Stark schmerzlindernd und entzündungshemmend auf Gelenke und Sehnen.

Hagebuttenpulver – Sehr hoher natürlicher Vitamin-C-Gehalt. Unterstützt Gelenkfunktion und Immunsystem.

Taurin – Lebensnotwendige Aminosäure. Essenziell für Herz-Kreislauf-System und Netzhauterhalt.

Gemahlene Eierschalen – Hochwertige Calciumquelle. Wichtig als Ergänzung bei BARF wenn keine Knochen gefüttert werden.

Colostrum (Erstmilch) – Schonend getrocknete Erstmilch. Reich an Antikörpern, stärkt Immunsystem und Darm. Besonders für Welpen und immungeschwächte Hunde.

Algenöl (Schizochytrium) – Vegane Omega-3-Quelle direkt aus der Alge (nicht über Fisch). Sehr hoher EPA/DHA-Gehalt. Geruchsarm.

BARF
Natürlich & Frisch füttern.
BIOLOGISCH
ARTGERECHT
ROH
FÜTTERUNG
Hund beim BARFen

Ab wann BARFen?

Starten Sie mit dem BARFen erst, wenn Ihr Hund ausgewachsen ist. Je nach Rasse kann das bis zu 36 Monate dauern.

Für Welpen:

Der Nährstoff- und Energiebedarf ändert sich deutlich häufiger als bei ausgewachsenen Hunden.

Umstellung:

In kleinen Schritten für gesunde Hunde in der Regel unproblematisch.

Geben Sie Ihrem Hund mindestens 10–14 Tage, wenn möglich auch bis zu drei Wochen Zeit.

Manche Hunde mögen den Geschmack von rohem Fleisch nicht. In diesem Fall können Sie das frische Fleisch ebenso wie das Gemüse kochen.

Fütterungsempfehlung

• Nach Alterstyp
Welpe:4–8 % des Körpergewichts
Adult:2–3 % des Körpergewichts
Senior:2–2,5 % des Körpergewichts
• Nach Aktivität
Sehr aktiv:4–8 % des Körpergewichts
Normal aktiv:2–3 % des Körpergewichts
Wenig aktiv:2–2,5 % des Körpergewichts

Beispielrechnung

Hund 10 kg  |  Adult 2–3 %

10 kg × 0,03 = 0,3 kg

› 300 g BARF-Mahlzeit am Tag


70% FLEISCH
20% GEMÜSE
& OBST
10% GESUNDE
FETTE

Was ist BARF?

BARF steht für „Biologisch Artgerechte Roh Fütterung". Bei dieser etablierten Fütterungsvariante bekommt Ihr Hund einen Mix aus Fleisch, Knochen, Knorpel mit erhitztem Gemüse und Obst. Hinzu kommen hochwertige Öle, Mineralstoffe und Vitamine nach Bedarf.

Das Füttern mit BARF-Komplettmenüs erfordert dabei keinerlei Vorwissen und ist sehr einfach. Das individuelle Zusammenstellen für Ihren Hund benötigt allerdings einiges an Vorkenntnissen. Hier ein paar Tipps und Hinweise:

Was sind die Vorteile beim BARFen?

Natürlichkeit

Als naturnahe Ernährungsform enthalten die Bestandteile keine industriellen Konservierungs-, Farb- oder Aromastoffe.

Individuell

Die Vorlieben und (nach tierärztlicher Untersuchung) Unverträglichkeiten Ihres Hundes können berücksichtigt werden.

Abwechslungsreich

Durch die unterschiedlichen Inhaltsstoffe haben Sie eine große Auswahl an verschiedenen Mahlzeiten.

Zahnpflege

Fleischstücke und Knochen unterstützen bei der Zahnpflege und machen Ihren Hund ganz nebenbei glücklich.

Es gibt zwei Möglichkeiten
Ihren Hund zu BARFen.

1. Möglichkeit:

Sie nehmen ein komplett fertiges BARF-Menü für den Napf, das als Alleinfutter alle Nährstoffe, die Ihr ausgewachsener Hund benötigt, in der richtigen Menge enthält.

  • Einfach, sicher, schnell und komfortabel.
  • Diese BARF-Menüs können Sie übrigens auch in Kombination mit Ihrem Trocken- oder Nassfutter füttern, nachdem Sie Ihren Hund langsam an die neue Ernährungsform gewöhnt haben.
2. Möglichkeit:

Sie mischen für Ihren Hund das Menü selbst aus den einzelnen Komponenten wie Fleisch, Innereien, Knochen, Gemüse, Obst, Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen und Ballaststoffen.

  • Ein Aufwand, der sich lohnt, denn Sie wissen nun genau, was Ihr Hund frisst. In freier Natur stellen verschiedene Beutetiere all diese Nährstoffe bereit.
  • Zur Vermeidung einer Mangelernährung oder Überversorgung ist es sehr wichtig, dass die Mengen der einzelnen Komponenten sowie auch die Größe der Tagesportion exakt zu Ihrem Hund passen.

Eine BARF Ration besteht in der Regel aus 4 Komponenten:

70 % Fleisch

Als Fleischlieferant ist fast jedes Tier erlaubt. Rind, Geflügel, Lamm, Schaf und Ziege, Wild und Pferd, auch Exoten wie Känguru oder Strauß.

Tabu ist Fleisch vom Wildschwein und Schwein, da sie roh tödliche Aujeszky-Viren enthalten.

Vitamin- und Mineralstoffmischungen

Sie hängen von der Ration des Hundes ab und müssen genau bestimmt werden.

Wichtig ist ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis. Nie zu viele Knochen auf einmal, sonst drohen Verstopfungen.

Das Calcium-Phosphor-Verhältnis sollte 1,3:1 betragen und 2:1 nicht überschreiten.

20 % Gemüse und Obst

Blattgemüse, Salat und Wurzelgemüse eignen sich gut als Lieferant von Ballaststoffen. Obst macht nur einen geringen Teil aus.

Obst und Gemüse am besten pürieren, kochen oder dünsten, damit die Nährstoffe aufgenommen werden.

10 % Gesunde Fette

Hochwertige Öle, die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthalten, vervollständigen die Ration. Sie unterstützen die Aufnahme von Gemüse und Fetten aus ernährungsphysiologischer Sicht.