Raubkatzen Barnim e.V.

Egal ob Hauskatze oder Wildkatze, ob Mops oder Dogge, ob Zierfisch oder Wal – für uns sind alle Tiere gleich und verdienen die gleiche Aufmerksamkeit. Wir setzen uns dafür ein, dass jedes dieser Lebewesen artgerecht gehalten wird bzw. sich in seinem natürlichen Lebensraum optimal entfalten kann.

Ein Projekt, das uns besonders am Herzen liegt, ist die Patenschaft für die Schneeleopardin „Tashi“. „Tashi“ ist eine Schneeleopardin aus dem Wildkatzenzentrum Felidae in Tempelfelde in Brandenburg (Barnim). Das Wildkatzen- und Artenschutzzentrum züchtet vom Aussterben bedrohte Wildtiere und beteiligt sich an europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP). Hierdurch können sie bei der Fortpflanzung der Tiere, mit anderen Einrichtungen kooperieren und Inzucht vermeiden. Über eine Empfehlung sind wir auf das Wildkatzenzentrum Felidae aufmerksam geworden. Da uns der Artenschutz sehr am Herzen liegt und „Tashi“ uns gekonnt „um die Kralle“ gewickelt hat, war schnell klar, dass wir eine Patenschaft für diese vom Aussterben bedrohte Tierart übernehmen wollen. Damit eine solche Einrichtung den Tieren auch weiterhin beste Bedingungen bieten kann, gehört „Tashi“ zu den Schwerpunkten, für die wir spenden.

Schneeleoparden auch „Geister der Berge“ genannt, leben verteilt auf 12 Länder der zentralasiatischen Hochgebirge. Aktuell leben nur noch ca. 3500 bis 7000 Schneeleoparden in freier Wildbahn. Sie sind perfekt an ihren rauen Lebensraum angepasst. Sie leben allein und bewegen sich in meist felsigen Regionen. Ihren langen Schwanz nutzen sie als Balancehilfe für weite Sprünge. Körperlich sind die Tiere auf ein Leben im kalten Klima ausgerichtet. Ihr verhältnismäßig kleiner Kopf und die kurze Schnauze sorgen für einen geringeren Wärmeverlust. Durch die vergrößerten Nasenhöhlen kann kalte Atemluft schneller erwärmt werden. Ihre großen, mit dichtem Fell versehenden Pfoten verhindern ein Einsinken im Schnee. Ihr dichtes Fell ist ein perfekter Schutz gegen die Kälte. Leider werden die Schneeleoparden wegen genau diesem, rauchgrauem, Fell von Wilderern gejagt. Der illegale Handel ist allerdings nur einer der Gründe warum die Art stark gefährdet ist. Hinzu kommt der Rückgang der Beutetiere und die Einschränkung des Lebensraums. Aus einigen ihrer Ursprungsgebiete, sind die Schönheiten schon gänzlich verschwunden. Schneeleoparden gelten mittlerweile als die am stärksten bedrohten Großkatzen weltweit. „Tashi“ hat im Mai 2009 das Licht der Welt erblickt und ist die erste Nachzucht von Luna und Janak, die im Wildkatzenzentrum geboren wurde.

Das Wildkatzenzentrum Felidae ist das Zuhause von „Tashi“ und ist eng verbunden mit dem gemeinnützigen Verein „Raubkatzen Barnim e.V.“. „Raubkatzen Barnim e.V.“ dient als Betreiber einer Auffangstation auf dem Gelände des Wildkatzenzentrums. Die Auffangstation soll Platz für beschlagnahmte oder aufgefundene Katzen bieten. Damit eine tier- und artgerechte Unterbringung möglich ist, soll die Auffangstation aus einem „Katzenhaus“ und einem großzügigen Freigehege bestehen. Aufgrund zahlreicher Sicherheitsvorschriften sind die Kosten dafür enorm und in keinster Weise mit dem Bau eines „normalen Hauses“ vergleichbar. Auch für das Freigehege reicht natürlich nicht nur ein einfacher „Zaun“, wenn man an die enorme Sprungkraft eines ausgewachsenen Tigers denkt. Eine artgerechte Haltung setzt auch zudem noch eine Bepflanzung, einen Teich und einen „Unterschlupf“ voraus.

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