Zwerggarnelen im Aquarium, ist ein Trend der sich sehr schnell in der Aquaristik festgesetzt hat. Die kleinen Krabbler sind in der Regel unkompliziert zu halten und eignen sich meist sehr gut für angehende Aquarianer. Es gibt sie in den verschiedensten Farbvarianten. Gerne werden die kleinen Tierchen in Nano- Aquarien gehalten, wo sie als kleine Farbtupfer durch ihren Lebensraum wuseln. Wie die kleinen „Nelen“ (kurz für Garnelen) sich in der Aquaristik festgesetzt haben, und warum sie teils den Fischen die Show stehlen, möchten wir Ihnen im Folgendem berichten:

Die Anfänge:

Dass die Aquaristik ständig im Wandel ist, wird jeder Aquarianer wissen, der dieses Hobby schon einige Jahre führt. Immer wieder gibt es neue Erkenntnisse über die Haltung von Fischen, neue Zuchtvariationen, Farbschläge, Haltungsoptimierungen, neue Arten usw. In den letzten Jahrzehnten waren da Schnecken oder Wirbellose eher „Gäste“ die kaum, bis keiner Aufmerksamkeit wert waren. Garnelen fanden eher wegen ihrer Nützlichkeit den Weg ins Aquarium, da sie im traditionellen Kampf gegen die Algen sehr hilfreich sind. Richtig populär wurden die Garnelen durch den japanischen Naturfotografen und Aquarianer Takashi Amano. Er prägte den Trend des Naturaquariums und der heutigen Scaper-Aquarien. Er nutzte Garnelen als Bewohner, der anspruchsvoll und künstlerisch gestalteten Lebensräume. Später wurde die Yamatonuma- Garnele nach ihm benannt (Amano- Garnele). 

Mittlerweile werden die kleinen Tierchen nicht mehr nur als nützliche Algenbekämpfer angesehen. Sie haben in der heutigen Zeit eine stetig wachsende Fangemeinschaft. Gerade Aquarianer mit kleinen Becken sind von der reinen Fischhaltung umgestiegen auf Garnelen. Die große Farbvielfalt spricht da für sich. Durch die Tatsache, dass sie keine allzu hohen Ansprüche haben, finden sie auch bei Neueinsteigern große Beliebtheit.

Und wie ging das nun weiter?

Natürlich blieb diese steigende Beliebtheit nicht ohne Folgen. Vereine und Zuchtgemeinschaften wurden gegründet, in denen die kleinen „Nelen“ (kurz für Garnelen) die zentrale Rolle spielen. Durch viele Züchtungen und Kreuzungen, wurden zahlreiche neue Farbvarianten hervorgebracht. Dadurch wird die Haltung dieser Tiere noch spannender und attraktiver gemacht. Viele Garnelenhalter gestalten ihre Aquarien so, dass sie passende Bodengründe und benutzen, die die Farbintensität der Garnelen noch besser hervorheben.

Haben sich Garnelenliebhaber eine Garnelenart mit einer bestimmten Farbvariante oder Musterung ausgewählt, halten sie die Tierchen meist in einem „Artaquarium“. Das bedeutet die Tiere leben nur mit ihren Artgenossen in ihrem Lebensraum. Das hat auch den Vorteil, dass durch die Vermehrung, die Farben rein bleiben und sich nicht mit anderen vermischen. Wer sein Aquarium dann noch besonders artgerecht gestalten möchte, der passt seine Bepflanzung und Innenarchitektur den Bedürfnissen der kleinen Bewohner an. Dabei wird gerne mit den verschiedensten Moosarten gearbeitet, die als kleine Weiden für die Tiere dienen, oder sehr filigranen Pflanzenarten.

Sind Garnelen auch gesellschaftsfähig?

So eine kleine Garnele fühlt sich nicht nur in kleinen Aquarien wohl. Auch kann man sie gut mit kleinen „Nano“-Fischen zusammenhalten. Als Halter sollte man da aber bedenken, dass eine Zwerggarnele ein sehr filigranes Tier ist. Daher sollte man bei der Wahl der Fische darauf achten, dass es keine Raubfische sind und keine Fische viel Stress und Unruhe ins Aquarium bringen.


Ein Nano-Aquarium ist die kleinste Art eines Aquariums. In der Regel haben sie 10-30 Liter und meist sind es Süßwasseraquarien, in denen Zwerggarnelen, Schnecken oder Zwergflusskrebse gehalten werden. Die Beliebtheit dieser Aquarien nimmt stetig zu, da sie sich in jede Räumlichkeit einfügen. Egal ob Küche, Schlaf,- oder Wohnzimmer, Flur etc. Sehr beliebt ist solch ein kleines Biotop auch im Büro.

In der Aquaristik gilt die Grundregel: Je kleiner das Aquarium, desto empfindlicher ist es. Da man durch das geringe Wasservolumen eine sehr geringen Pufferkapazität hat. Der Nachteil daran ist, dass kleine Fehler meist schon Auswirkungen haben. Daher ist es wichtig, dass alle Werte und Faktoren aufeinander abgestimmt sind und regelmäßig kontrolliert werden. Im Zoofachmarkt gibt es extra dafür abgestimmte Nano-Produkte, mit denen man ein biologisch stabiles Gleichgewicht herstellen kann.

Welche Tiere eignen sich für ein Nano-Aquarium?

Am beliebtesten sind Zwerggarnelen. Diese sehr farbenprächtigen Tierchen lassen sich gut beobachten, da sie sehr aktiv sind und ein spannendes Verhalten haben. Mit ihrer maximalen Größe von ca. 1,5 cm eignen sie sich hervorragend für kleine Aquarien. Sie ernähren sich hauptsächlich von aufwachsenden Algen, Schwebepartikeln und Pflanzenresten. Dadurch haben sie zudem auch einen positiven Effekt auf das kleine biologische System. Allerdings sollte man sich auch mit speziellem Garnelenfutter zufüttern.

Desweiteren eignen sich Schnecken sehr gut als keine „Saubermacher“. Diese gibt es in vielen Farbvariationen und Formen. Ein großer Vorteil einiger Algenrennschnecken ist, dass sie sich im Süßwasser nicht vermehren. Dadurch braucht man keine Angst vor einer Überpopulation zu haben.

Oft sieht man auch Zwergflusskrebse, oder auch kurz genannt Zwergkrebse in kleinen Aquarien. Sie sind meist recht ruhige kleine Zwerge, die auch die Pflanzen nicht beschädigen. In etwas größeren Nano-Aquarien kann man sie auch mit Garnelen gut vergesellschaften. Zwergflusskrebse sind Allesfresser, auch sie sollten mit speziellem Krebsfutter versorgt werden.

Bei einem Fischbesatz sollte man sehr vorsichtig sein. Schnell kann man so ein kleines Aquarium überbesetzen, was dazu führt, dass die Wasserwerte schnell aus dem Gleichgewicht kommen. Was dann oft zum Tod der Tiere führt. Zur Haltung von Zierfischen sollte das Aquarium daher, laut eines Gutachtens aus dem Jahre 1998 von dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, mindestens 54 Liter und eine Kantenlänge von 60cm haben.

Welche Pflanzen kann ich für ein Nano-Aquarium nutzen?

Bei der Pflanzenauswahl sind einem kaum Grenzen gesetzt. Mit der richtigen Beleuchtung und einem gut abgestimmten Düngeplan, sowie einen Pflanzennährboden, gelingen auch in solch kleinen Aquarium die Pflanzen gut. Man sollte lediglich daran denken, dass die Pflanzen nicht allzu groß werden sollten. Und bedenken, dass man durch die geringe Volumenkapazität sehr häufig gärtnern muss. Für die Feinarbeit im Aquarium-Garten gibt es eine große Auswahl an verschiedensten Pinzetten und Schere in verschiedenen Größen.

Wie kontrolliere ich meine Wasserwerte?

Um die Wasserwerte „mal eben schnell“ zu kontrollieren eignen sich Teststreifen. Mit ihnen kann man binnen weniger Minuten die Wasserwerte ablesen. Wer jedoch sehr genaue Werte haben möchte, der sollte einen Wassertest-Koffer besorgen. Diese sind sehr zu empfehlen, da sie sehr genaue Ergebnisse liefern. Ein großer Vorteil dieser Test-Sets besteht darin, dass man sehr schnell die Wasserchemie kennen lernt und versteht.

Was wird alles für eine Nano-Aquarium benötigt?

  •  Aquarium, mit Abdeckung, Schaumstoffunterlage, Schrank oder Regal
  • Beleuchtung (LED)
  • Optional eine zeitschaltuhr für die Beleuchtung
  • Aquariumkies (optional ein Nährstoffboden darunter)
  • Nano Filter (mit Schutzvorrichtung für Garnelen)
  • Wasserpflanzen
  • Pinzette und Schere
  • Starterbakterien
  • Reinigungsset (z.B. Mulmglocke)
  • Fangnetz
  • Wassertest
  • Dekorationen (Steine, Wurzeln etc.)
  • Tierbesatz

Prächtiges und üppiges Pflanzenwachstum im Aquarium, wünscht sich wohl jeder Aquarianer, der sein Augenmerk nicht nur auf die schwimmenden Bewohner legt. Doch viele Aquarianer stehen da manchmal vor einem Rätsel. Die Pflanzen wachsen nicht richtig. Sie kümmern vor sich hin. Sterben vielleicht sogar ab. Natürlich gibt es da einige Faktoren woran es liegen mag, beispielsweise Licht, Düngung, Standort und die Ansprüche der Pflanzen. Doch wir möchten uns in diesem Beitrag der CO²- Düngung widmen. Und erklären, warum sie ein wichtiger Bestandteil für unser Aquarium ist.

Unser Aquariumwasser enthält, ohne zusätzliche Zugabe, schon CO². Allerdings meist sehr wenig, da dem Leitungswasser schon das natürliche CO², durch die Belüftung in den Wasserwerken, entzogen wird. Die geringen Mengen an CO² die dann noch vorhanden bleiben, nehmen unsere Wasserpflanzen natürlich schnell und gierig auf, doch meist reicht es zur optimalen Versorgung nicht aus. In Folge dessen werden die Pflanzen blass, erscheinen uns verkümmert, wachsen nur langsam bis gar nicht. Die Abwehrkräfte der Pflanze schwinden. Algen heften sich auf ihren Blättern an. In der Natur gibt es immer eine natürliche Nachlieferung an CO², das klappt im Aquarium leider nicht. Denn wir möchten schließlich keine dicke Mulmschicht, aus Futterresten, Kot oder Pflanzenresten, auf unserem Aquarienboden haben.

Die Lösung unseres Problems: Eine CO²- Düngung

Die Vorteile einer CO²- Düngung im Überblick:

  • Durch die optimierte Nährstoffaufnahme, wird das Pflanzenwachstum gesteigert (Pflanzen können wichtige Spurenelemente besser verarbeiten)
  • Die Farbpracht wird intensiviert
  • Kalkablagerungen („Biogene Entkalkung“) auf den Pflanzenblättern werden vermieden
  • Auch sehr anspruchsvolle Pflanzenarten gelingen
  • Mit CO² kann man den pH-Wert (Säuregehalt) des Wassers auf optimale und naturnahe Werte, für Pflanzen als auch für Fische, einstellen Auch sehr anspruchsvolle Pflanzenarten gelingen
  • Die Aquarienfische haben gern leicht saures Wasser, da es sich auf die sehr empfindliche Fischhaut positiv auswirkt
  • Weniger Algen

Weniger Algen durch CO²? Wie geht das?

Kurz erklärt: Die algenfördernde Nährstoffe wie Phosphate und Nitrate werden von unseren Aquarienpflanzen sofort verarbeitet. Fehlt CO² bricht das Pflanzenwachstum jedoch ein. Die überschüssigen Nährstoffe werden nicht mehr so schnell verbraucht. Das nutzen die Algen, denn als „niedere“ Pflanzen kommen sie mit sehr wenig CO² aus. Daher ist eine regelmäßige, gut abgestimmte CO²- Düngung und eine gute Bepflanzung eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Algen.

Die Arten der CO²- Düngung:

CO²- Anlage

Dort hat man die Auswahl zwischen einer Einweg- oder Mehrwegflasche. Die Dosierung kann optimal eingestellt werden, durch einen Druckminderer. Optional ist es möglich eine Nachtabschaltung zu integrieren, da die Pflanzen des nachts kein CO² benötigen. Der Blasenzähler und die Restdruckanzeige des Manometers, gestatten die Kontrolle über die CO²- Menge. Für die optimale Verteilung im Aquarium eignet sich beispielsweise ein Diffusor. 

Bio-CO²

Die Bio-CO²- Gewinnung ist durch einen biologischen Gärprozess sehr natürlich. Je nach Kapazität der Bio-CO²-Anlage hat man eine gleichmäßige CO²- Produktion über einen Monat bis zu drei Monaten. In der Regel ist diese Anlage nachfüllbar. Leider ist es meist nicht möglich die Dosierung zu verändern.

Flüssiges CO²

Die Dosierung des Flüssig-CO² sollte regelmäßig jeden Tag erfolgen. Die Dosierung ist je nach Hersteller variabel.


Das ist doch eine schöne Überraschung. In unserer Filiale in Rostock haben wir einige Axolotl Nachwuchs bekommen. Die Winzlinge sind am 13.12.2018 frisch geschlüpft und sind nach ihrem Schlupf in ein seperates Aufzuchtsaquarium umgezogen, damit sie in Ruhe und Sicherheit aufwachsen können.

Die kleinen Racker werden mit dem Sera Micron gefüttert und ab und zu gibt es schon ein paar lebende kleine Würmchen zum futtern, damit sie fleißig wachsen. Noch sind sie winzig, aber bei genauem Hinsehen erkennt man sogar schon die Farben und ihr freundliche Gesicht. 


Kugelfische sind immer ein Hingucker. Schon allein ihr süßes Geischt mit den großen Augen und ihre flatterhaften Flossenbewegungen laden ein zum Beobachten. 

Jetzt möchten wir euch den Monotrete Abei vorstellen. Es ist ein sehr hübscher und farblich sehr interessanter Kugelfisch. Mit einer ausgewachsenen Größe von ca 12cm, kann man ihn auch schon in Aquarien halten ab 100cm Kantenlänge. Ein besonderes Merkmal der Monotrete Abei ist, dass sie sich blitzschnell umfärben können. Zudem hat jedes Tier seine eigene Zeichnung. 

Im Vergleich zu manch anderen Kugelfischarten, ist der Monotrete Abei relativ "friedlich", was die Haltung mit anderen Fischen nicht ganz unmöglich macht. Allerdings sollte man bedenken, dass es trotzdem vorkommen kann, dass er sich mal den einen oder anderen kleinen Fisch schnappen wird. Man kann ihn auch gut in einer kleinen Artengruppe halten. Ein Männchen mit zwei Mädels wäre da eine sehr gute Konstellation. 

Die kleinen Rabauken ernähren sich, wie auch andere Kugelfischarten, von Schnecken, Muscheln, Garnelen, Fisch und Frostfutter (z.B. Mückenlarven).  Mit ihren kleinen Zähnchen knacken sie die harten Schalen von Schnecken und Muscheln auf. Da die Zähnchen ständig nachwachsen, sollten unseren Paddlern auf jedenfall regelmäßig Schnecken angeboten werden. Wer keine lebenden Schnecken im Aquarium halten möchte, kann da auf getrocknete Schnecken zurückgreifen. Diese finden Sie im Zoofachhandel und in der Regel werden die Schnecken auch gut von den Tieren angenommen. 


In unserem Diskus-Schauaquarium, in unserer Filiale in Waltersdorf, haben wir es das erste Mal beobachten können, dass aus einer Brut auch Larven geschlüpft sind.

Dass unsere Diskuspaare brüten möchten, zeigten sie uns fast wöchentlich. Sie haben dafür schon so manche Stelle auserkoren, geputzt, bewacht und "reserviert" bis es mit der Eiablage losgehen konnte. Bis jetzt kam es leider nie weiter bis zu Eiablage, die aber schon wenige Stunden danach verloren wurde. Da wir in unserem Schaubecken kein reines Artenbecken haben, tummeln sich auch diverse Welse und Algenfresser darin. Für die ist solch ein Gelege eine willkommene Abwechslung in ihrem Speiseplan. Da wir für unser Schauaquarium, in der Regel, unser Leitungswasser für den wöchentlichen Wasserwechsel benutzen, ist der Leitwert dort auch dementsprechend hoch. Diskus möchten für die Zucht allerdings lieber weicheres Wasser haben. Wir haben in der letzten Zeit mehrmals wöchentlich Wasser gewechselt und mit Osmosewasser bzw "Garnelenwasser" (Osmosewasser mit Garnelensalz aufgewertet) wieder aufgefüllt. Dadurch ging auch der Leitwert nach und nach runter. Jetzt haben wir einen Leitwert von ca. 400. Auch wurde im Becken ein wenig umgebaut. Dadurch wurde im hinteren Teil ein ruhiges Plätzchen geschaffen. 

Und "Tadaaa", eines morgens präsentierte uns ein Diskuspaar stolz ihre kleinen Larven, die sie gut sichtbar an einem Stein platziert haben. Nachdem uns das aufgefallen war, wurde natürlich auch gleich Vorsorge getroffen. Für die kommenden Nächte wurde eine Nachtleuchte angebracht, damit unser Paar auch wenn das Licht ausgeht, ihre "Feinde" sehen können und ihre Babys beschützen können. Wir sind sehr gespannt darauf wie es weiter gehen wird und werden euch auf dem Laufenden halten.


In Vitro Wasserpflanzen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit unter den Aquarianern. Bei der Einführung dieser zunächst merkwürdig kleinen und fremd wirkenden Geleetöpfe gab es viel Unverständnis und Abneigung der Aquarianer. Inzwischen sind die Vorzüge dieser Wasserpflanzen vielen bekannt. Wasserpflanzen aus In Vitro-Kultur bieten verschiedene Vorteile. Sie sind frei von Pestiziden und unerwünschten Fremdorganismen wie Parasiten, Krankheitserregern, Schnecken, Planarien, Insektenlarven, Algen und lästigen "Unkräutern" wie Wasserlinsen. Das umständliche Entfernen der Steinwolle entfällt. Und man erhält mit einer Portion durchaus eine große Anzahl an kleinen Einzelpflanzen. In den luftdicht verschlossenen Bechern befindet sich am Boden ein Gel-förmiges Nährmedium, darüber ist Luft. Die Wasserpflanzen wachsen in ihrer emersen Form, wenn auch der Wuchs unter in Vitro-Bedingungen sehr eigentümlich ist. Aufgrund des begrenzten Raums, der Vermehrungsmethode (Anzucht aus kleinen Gewebestücken) und der speziellen Zusammensetzung des Nährmediums wachsen die In Vitro-Pflanzen in einer kleinen Form heran. Später im Aquarium entwickeln die Pflanzen ihre volle Größe und ihr art- oder sortentypisches Aussehen. Geöffnete oder beschädigte In Vitro Becher müssen rasch verwertet werden, da Mikroorganismen und Pilze der vormals sterilen „Lebensraum“ im Becher besiedeln und die Pflanzen faulen lassen. Die Anwachs- und somit Erfolgsquote ist bei In Vitro Pflanzen deutlich höher als bei herkömmlichen Wasserpflanzen, die aus dem meist emersen Gärtnereistadium in das submerse Stadium überführt werden müssen. Inzwischen ist die Artenauswahl bei In Vitros so groß, dass neben Moosen, Vordergrund- und Stängelpflanzen auch größere Solitärpflanzen das Sortiment bereichern.


Um einen Super Cherax zu halten, braucht es etwas Platz. Daher ist ein Aquarium, ab einer Kantenlänge von 80cm, die Grundvorraussetzung. Mit seiner Größe zieht er alle Blicke auf sich, denn ohne Schere kann er schon 12 cm werden. Da er eher dämmerungs- und nachtaktiv ist, kann es durchaus sein, dass er die erste Zeit in der neuen Heimat, eher schüchtern ist und sich nicht zeigen möchte. Hat er sich aber erstmal gut eingelebt, wird man ihn auch am Tage gut sehen können. Unser Super Cherax möchte sich auch gerne mal verstecken, daher sollten wir ihm einige Möglichkeiten zur Auswahl geben. Er wird sich sein "Zuhause" dann selbst renovierern. Daher kann es auch vorkommen, dass er sich seinen "Garten" selbst gärtnert. Wir sollten uns daher bewusst machen, dass er da keine Rücksicht auf unsere Pflanzen nimmt. Sauberes Wasser, ist natürlich das A und O. Mit einem pH-Wert von 6,5- 7,5 und einer Gesamthärte von 25. Er möchte es nicht zu warm haben, darum sollte das Wasser nicht über 24 Grad kommen.

Wenn der Cherax gut und artgerecht gefüttert wird, ist er ein eher ruhiger Geselle, der aber durchaus auch mal die ein oder andere Pflanze anknabbert. Auch sollte man keine Fische in seine Gesellschaft setzen, die eher langsame Schwimmer sind., denn mit seinen Scheren kann er sehr geschickt zugreifen. Er wird, wie alle anderen Krebsarten auch, regelmäßig "aus der Haut fahren" und sich häuten. Während dieser Zeit ist er sehr empfindlich. Daher sollten seine Nachbarn im Aquarium auch eher freundlich sein, und ihn nicht angreifen. Daher sind größere Raubfische eher ungeeignet als Nachbarn.

Ein Super Cherax ist in jeder Weise etwas besonderes und das wird er uns auch zeigen.