Igel sind jedem Kind bestens bekannt. Als Wildtiere kommen die stacheligen Gesellen eigentlich gut allein zurecht. Sie sind unermüdlich nachts auf der Suche nach Schnecken und Insekten unterwegs. Den Tag verschlafen gesunde gut genährte Igel in Verstecken. 

Wenn die Temperaturen unter 6 Grad C sinken, fallen Igel in einen festen Winterschlaf.  Sind sie gesund und gut genährt, wachen Igel erst im nächsten Frühjahr auf. Leider machen wir Menschen unseren Igeln das Leben wirklich schwer. Ihr natürlicher Lebensraum schrumpft immer mehr dahin. Igel finden in unserer aufgeräumten Landschaft, in Parks und Gärten immer weniger Nahrung.  Der Einsatz von Insektiziden und Pestiziden macht Igel sehr zu schaffen. Sie finden oft kaum noch Nahrung und werden krank.

Wie können wir unsere stacheligen Nützlinge unterstützen? Das geht ganz einfach, denn Igel brauchen gar nicht so viel zum Wohlfühlen. Nicht jede Ecke im Garten „Besenrein“ gestalten: Belassen Sie doch einfach ein paar Stellen im Garten so naturnah wie möglich. Nicht nur die Igel werden es Ihnen danken.

Igel-Unterschlupf:  Häuser für Igel gibt es in den unterschiedlichsten Modellen und Materialien. Stellen Sie einen guten Igel-Unterschlupf an einen ruhigen wettergeschützten Platz auf. Bitte mit den Eingang zur wetterabgewandten Seite.

Igel-Futter: Bitte geben Sie Igeln nicht irgendetwas zu fressen und zu trinken. Milch ist für sie schädlich. Für Igel gibt es deshalb im Zoofachhandel speziell auf Ihre Bedürfnisse hergestelltes Igel-Futter. 

Verwaiste Igelsäuglinge:  Igelbabys sind hilflos und können ohne die menschliche Fürsorge nicht überleben. Es ist wichtig, dass Sie sich über die korrekte Hilfe informieren.  
Kranke Igel: Kranke Igel bitte zu einem Tierarzt oder einer Igelstation bringen.
Igel sind übrigens Wildtiere. Sie gehören in die Natur und dürfen nicht in Gefangenschaft, außer zur Pflege gehalten werden.  

Ein Igel, der nachts in einer lauen Sommernacht in unserem Garten herumstreift, ist ein schönes Erlebnis. Wenn es ganz still ist, hört man den stacheligen Freund durch den Garten streifen und leise schnaufen. Einfach wunderschön!


Eichhörnchen leben nicht nur in Wäldern, sondern auch in unserer unmittelbaren Nähe in Parks und Gärten. Die flinken Kletterer mit dem buschigen Schwanz sind uns von Kindheit an bestens bekannt. Unsere einheimischen Eichhörnchen werden ca. 25 cm groß können 10 Jahre alt werden.

Die possierlichen Nager halten keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe. Um in der kalten Jahreszeit nicht zu verhungern, legen Eichhörnchen im Herbst Vorräte an. Sie verstecken Samen und Nüsse „vorsichtshalber“ in mehreren Vorratslagern. Finden Eichhörnchen das eine oder andere Futterversteck nicht wieder, wachsen aus den Sämlingen und Nüssen neue Pflanzen und Bäume heran.

Eichhörnchen fühlen sich so richtig wohl, wenn sie ausreichend Futter und einen gemütlichen Unterschlupf finden. Im Wald ist das kein Problem.  In Parks und Gärten ist die Lebenssituation bedeutend schwieriger. Zum Leidwesen der hübschen Tiere haben wir Menschen ein großes Ordnungsbedürfnis. Laub, Nüsse, Samen – alles wird aufgeräumt. Kaum etwas bleibt zur Ernährung und Vorratshaltung für Eichhörnchen liegen. 

Außerdem werden immer mehr Bäume gefällt, weil sie krank sind oder im Wege stehen. Für Eichhörnchen sind jedoch samentragende Bäume besonders lebensnotwendig, weil sie den Hauptteil ihrer Nahrung produzieren. Außerdem finden hier Eichhörnchen Verstecke und Platz zum Wohnen und Nester bauen.

Wir können die possierlichen Hörnchen mit Spezialfutter unterstützen und das nicht nur im Herbst und Winter. Das artgerechte Futter besteht aus Nüssen, Kernen, Früchten und Samen. Das schmackhafte Futter wird speziell auf die Bedürfnisse von Eichhörnchen hergestellt und kann ganzjährig gegeben werden. Auch in der Paarungszeit und bei der Aufzucht ihrer Jungen ist der Futterbedarf unserer Eichhörnchen groß.  

Das nahrhafte Futter wird am besten in speziellen Futterstationen für Eichhörnchen gegeben. Eichhörnchen-Futterstationen sichern ab, dass nur Eichhörnchen an das für sie gedachte Futter gelangen können und keine Schädlinge unbeabsichtigt gefüttert werden.

Die possierlichen und flinken Eichhörnchen nehmen unsere Unterstützung gern an.


Farbmäuse sind sehr interessante, spannende und quirlige kleine Tiere. Sie zu beobachten macht viel Spaß. Die Haltung der Farbmäuse ist zudem recht einfach und unkompliziert. Damit die Mäuschen sich wohlfühlen und artgerecht leben können, sollten sie eine Menge Platz zum klettern, laufen und spielen haben und Artgenossen. So können die Tiere ihr Mäuseleben genießen und ihren Haltern reichlich Einblicke ihr Familienleben geben.

Mittlerweile gibt es sehr viele verschiedene Farbschläge und Fellzeichnungen. Aber die Urform der Farbmaus ist die graubraune Hausmaus. Züchter erzielten durch gezielte Verpaarungen die vielen Farben und Unterarten die heute bekannt sind.

Damit es den kleinen Nagern an nichts fehlt, brauchen sie, wie schon erwähnt, einen ausreichend großen Käfig. Dieser sollte sehr abwechslungsreich gestaltet werden. Dazu gehören viele Klettermöglichkeiten, soviel Futter- und Wasserplätze, und Schlafmöglichkeiten. Die kleinen Tiere möchten immer etwas erleben und entdecken. Bei der Wahl des Käfigs ist dringend darauf zu achten, dass die Mäuschen sich nicht zwischen den Gitterstäben durchquetschen können. Man bedenke: Überall wo der Kopf durchpasst, passt auch der Rest der Maus durch.

In der Natur leben sie immer in großen Familien. Daher braucht auch die Farbmaus immer Artgenossen um sich herum, damit sie sich sicher und geborgen fühlen. Das heißt, man sollte immer mindestens zwei Tiere halten. Besser eine kleine Gruppe von zwei bis vier Tieren. Weibliche Mäuse eignen sich dafür sehr gut, da sie sich in der Regel gut vertragen.

Mäuse sind Allesfresser. Sie futtern sowohl Pflanzliches als auch tierische Kost, in Form von Insekten. Daher brauchen sie auch abwechslungsreiche Nahrung. Eine Körnermischung als Grundfutter mit nicht allzu fetten Samen eignet sich dafür sehr gut. Sie freuen sich auch über frisches Grünfutter, wie zum Beispiel Salat, Löwenzahn, Möhrchen, etwas Obst oder Gurken. Ab und zu brauchen sie aber auch tierische Eiweiße. Dafür kann man ihnen den einen oder anderen Mehlwurm als Leckerbissen reichen. Damit die Zähne gesund und abgenutzt werden, bieten sich Zweige oder Nagersteine ein.

Die Käfighygiene ist bei den Tierchen sehr wichtig. Einmal täglich sollte kontrolliert werden, ob sie überschüssiges Futter mit in ihre Schlafplätze getragen haben. Das sollte dann entfernt werden, damit es nicht anfängt zu Schimmeln. Ebenso Näpfe und Toilettenecken sollten täglich gereinigt werden. Ein bis zweimal in der Woche sollte der komplette Käfig gereinigt werden. Das heißt das Streu sollte ausgetauscht werden. Und alle Utensilien mit heißem Wasser oder speziellen Reinigungsmitteln für Nager gereinigt werden. Diese Reinigungsmittel finden Sie im Zoofachmarkt. Dadurch haben Bakterien keine Chance, und die kleine Mäusefamilie bleibt gesund und munter.


Die Ernährung und das Fressverhalten von Kaninchen, ist sehr speziell. Daher sollte man sich als Halter über die Organe und den Ablauf der Verdauung informieren, damit es zu keinen schwerwiegenden Ernährungsfehlern kommt.

Mit den Schneidezähnen wird die Nahrung erst einmal grob zerkleinert. Anschließend wird sie mit den Backenzähnen zermahlen. Durch den Speichel kann der Nahrungsbrei durch die Speiseröhre flutschen und im Magen landen. Der Kaninchenmagen hat, im Gegensatz zum menschlichem, nur sehr wenige Muskeln, daher können die Muskeln die Nahrung nicht selbstständig durch den Verdauungstrakt transportieren, sondern nur nachkommende Nahrung. Diese Art von Magen nennt man Stopfmagen. Kaninchen können sich dadurch auch nicht erbrechen. Alles was im Magen landet, kann nur weiter nach unten abtransportiert werden. Denn die geringe Muskulatur befindet sich am Magenausgang.

Bei Kaninchen spielt der Blinddarm zudem eine sehr wichtige Rolle. Dort sind wichtige Bakterien angesiedelt, die für die Aufspaltung und für die Bildung von Vitaminen zuständig sind. Der sehr wichtige Blinddarmkot wird hier auch produziert. Diesen scheiden die Tiere aus, um ihn anschließend sofort wieder zu fressen. So können sie die Vitamine optimal nutzen.

Im Dickdarm werden die übrigen Nährstoffe aus der Nahrung aufgenommen und Wasser entzogen. Die gesamte Darmpassage kann bis zu 7 Tagen dauern.

Futter ohne Ende

Aufgrund des Stopfmagens müssen Kaninchen immer die Möglichkeit zum fressen haben. Dafür eignen sich am besten Heu und Kräuter und spezielles Kaninchenfutter, welches Sie im Zoofachmarkt finden. Darin sind schon alle Nährstoffe die benötigt werden. Die enthaltenen Rohfasern halten zudem den Darm immer in Arbeit. Beim Zerkauen der Nahrung werden die Zähne zudem optimal abgenutzt.

Heu wird nicht gefressen?

Wenn die Kaninchen das Heu verweigern, oder zu wenig davon fressen, sollte man versuchen eine andere Sorte zu finden, die sie lieber mögen. Oder man macht es ihnen etwas schmackhafter indem man einfach ein paar Blüten oder Kräuter mit untermischt. Eine schöne Alternative bieten auch immer Weiden- oder Röhrentunnel. Diese nutzen die Tiere gerne zum spielen und man kann sie sehr gut mit Heu befüllen. So wird die Nahrungsaufnahme auch etwas spannender gestaltet.

Tipp:

Kaninchen sortieren gerne ihr Futter aus. Sie suchen sich daher oft nur das Beste raus, und lassen anderes dafür liegen. Um dem vorzubeugen gibt es Futterpellets, in dem alle wichtigen Bestandteile in gepresster Form sind. Beim Heu kann dies ebenfalls passieren. Daher muss es regelmäßig ausgetauscht und neues angeboten werden.

Hamster haben von Natur aus, einen enormen Bewegungsdrang. Damit sie sich austoben können, sollten wir ihnen ausreichend Auslauf bieten und ihren Käfig abwechslungsreich gestalten. Dazu eigenen sich viele Kletter-, Spiel-, Bau- und Nagermöglichkeiten aus dem Zoofachmarkt. Dabei sollten Sie beachten, dass Sie kein Spielzeug aus Plastikmaterial in den Käfig legen, da die kleinen Fellknäuel es sonst annagen und verschlucken könnten. Ebenso werden Laufräder aus Holz oder auch Laufteller gerne von ihnen angenommen.

Hamster buddeln viel und gerne. In der Natur buddeln sie im Boden um Nahrung zu finden. Um es unseren Fellknäuel etwas spannender zu machen, kann man Futter und Leckerlies auch zwischen seinem Heu und Streu verstecken, was er dann suchen muss. Dadurch unterstützt man den natürlichen Instinkt der Tierchen. Wichtig ist, dass dafür trockenes Futter verwendet wird, damit es nicht zur Fäulnis kommt.

Wenn Sie sich ausgiebig mit dem Hamster beschäftigen, kann sich mit der Zeit eine enge Bindung zu Ihrem Tierchen aufbauen.


Das Clickertraining ist seit Jahren eine erfolgreiche Methode um unter anderem Hunde und Katzen zum Spielen zu animieren oder Kunststücke vollbringen zu lassen. Aber auch bei verschiedenen Kleinsäuger-Gruppen findet diese Herangehensweise immer mehr Zuspruch. Hierbei ist es wichtig zu erkennen, ob das Tier gelehrig oder mit der Situation überfordert ist.

Neugier ist die Grundlage für ein erfolgreiches Clickertraining.

Tasten Sie sich mit dem Clickergeräusch langsam heran. Tiere müssen sich erst an ungewohnte Töne gewöhnen damit diese erkennen, dass es sich hierbei nicht um eine Gefahr handelt. Außerdem muss eine Verbindung zum Clicker-Geräusch hergestellt werden.

Der Trick hierbei ist, mit dem Einsatz des Clickers das Tier zu einer Handlung zu bewegen. Beispielsweise das schnuppern / stupsen an einer bestimmten Stelle um kurz daraufhin ein Leckerli zu erhalten. Durch die Assoziation mit dem Klick-Geräusch und dem schnuppern / stupsen gegen einen Gegenstand merkt sich das Tier: hey, es gibt ein Leckerli!

Dies zählt selbstverständlich zu den Anfangsübungen – es gibt zahlreiche Methoden und Übungen. Probieren Sie es aus!


"Es ist so flauschig!" Wer kann ihm widerstehen? Die Anschaffung muss, wie bei jedem anderen Tier auch, gut überlegt sein. Wir müssen wissen, Chinchilla können bei guter Haltung ca 15-20 Jahre alt werden. Um einen Chinchilla glücklich zu machen, brauchen sie Artgenossen zum Kuscheln und Spielen. Dementsprechend brauchen sie natürlich ausreichend Platz. Eine schöne Voliere von mindestens 1x1x1,50cm wäre für ein Paar ausreichend. Wobei der Satz gilt: Je größer, desto besser.

Da die kleinen Fellbälle allerdings dämmerungs- und nachtaktiv sind, sind sie für Kleinkinder eher ungeeignet. Sie sollten einen ruhigen, zugluftsicheren Platz in der Wohnung bekommen, wo sie während ihrer Schlafenszeit genügend Ruhe haben. Das Gehege sollte zudem sehr abwechslungsreich gestaltet werden. Und auch über Auslauf in der Wohnung freuen sich die bewegungsliebenden Tiere.


Ein Kleintierstall schützt Ihre Tiere vor Witterungseinflüssen. Mit einem speziellen Kleintierstall aus Holz ist es möglich, Kaninchen oder Meerschweinchen ganzjährig im Garten oder auf dem Balkon zu halten. Der Stall gibt Ihren Tieren ein Gefühl von Sicherheit mit Rückzugsmöglichkeiten.

Kleinsäuger sind besonders anfällig auf Zugluft und Nässe. Um diesem entgegen zu wirken ist eine wetterfeste Isolierung des Kleintierstalls auf jeder Seite notwendig. Um eine einwandfreie Luftzirkulation zu gewährleisten, ist es ratsam diesen nicht auf den direkten Boden zu stellen. Zwergkaninchen und Co. können sich somit in Ihrem Heim sicher zurückziehen.

Einige Hersteller von Kleintierställen bieten zudem zusätzliche, passende Schutzhüllen an.

Kleiden Sie das Innenleben des Kleintierstalls großzügig mit Einstreu, Heu und Stroh aus. Entfernen Sie durchnässtes Material und stellen Sie idealerweise ein weiteres Häuschen auf. Dieses schützt gegen weitere Kälte.

UNSERE Kleintierställe


Für Tiere die nicht schwitzen können, ist die Sommerhitze sehr häufig eine große Belastung. Im Folgendem möchten wir ein paar Tipps geben, die man als Halter von Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchilla und Co. umsetzen kann, um es unseren Lieblingen so angenehm wie möglich im Sommer zu machen.

Kaninchen/ Meerschweinchen:

Da Kaninchen in der freien Natur eher dämmerungsaktiv sind und in Höhlen wohnen, können sie von Natur aus hohe Temperaturen nur sehr schlecht vertragen. Daher kann die Haltung in Haus und Wohnung, als auch im Außengehege seine Tücken haben.

Meerschweinchen sind im zwar im Gegensatz zu den Kaninchen eher tagaktive Tiere, doch auch sie vertragen die hohen Temperaturen sehr schlecht.

Man kann sagen, dass beide Arten Temperaturen ab 25 °C als eher unangenehm ansehen. Steigen die Temperaturen sogar Richtung 30 °C droht auch die Gefahr eines Hitzschlags. Aber nicht nur die Temperaturen machen ihnen zu schaffen. Auch die Luftfeuchtigkeit. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit (dauerhaft über 60%) im Käfig in Verbindung mit den hohen Temperaturen, wird ebenfalls sehr schlecht vertragen.

Chinchilla:

Chinchilla leben in der Natur in den Hochebenen der Anden in Südamerika. Dort bewohnen sie Höhlen und Felsspalten. In diesen Höhen schwanken die Tag und Nacht Temperaturen sehr stark. Häufig betragen die Unterschiede zwischen Tag und Nacht bis zu 25°C. Die kleinen Fellbündel sind durch ihr Fell gut vor diesen Wettereinflüssen geschützt. Jedoch vertragen sie sehr hohe Temperaturen nicht, da sie nicht schwitzen können. Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber verbringen die Tierchen in ihren kühlen Höhlen. Aus diesen Gründen werden Temperaturen schon ab 22 °C fühlen sich die Tiere unwohl, ab 25°C kann es schon kritisch werden und die Kleinen geraten zunehmend in Stress. Ab 30°C droht ein Hitzschlag. Wenn die Luftfeuchtigkeit dauerhaft, in Verbindung mit hohen Temperaturen, über 55% liegt, kann es für die Fellknäuel ebenfalls gefährlich werden.

Wie verschaffen wir Abkühlung?

  • In der Wohnung sollte nur am Morgen und Abend gelüftet werden, ansonsten sollten die Fenster geschlossen und am besten abgedunkelt bleiben, um die Hitze nicht in den Raum zu lassen
  • Die Tiere sollten auf keinen Fall in ihren Buchten draußen sitzen müssen, Auslauf mit guter Belüftung ist da sehr wichtig. Kaninchen und Meeris erleiden schnell einen Hitzschlag.
  • Bei langhaarigen Tieren kann das Fell gekürzt werden - Kalte/ gekühlte Kacheln (in ein Handtuch gewickelt) kann man zusätzlich ins Gehege/Käfig legen. Die Tiere können dann selbst entscheiden, ob sie sich darauflegen möchten oder nicht
  • In Außengehegen ist darauf zu achten, dass genug schattige Plätze vorhanden sind - In den Chinchillakäfig kann noch ein zusätzliches Sandbad gestellt werden, der kühle Sand wird gern genutzt
  • Große Tonschalen oder -röhren bringen auch etwas Kühlung

ACHTUNG: Bitte keine Ventilatoren benutzen!

Der Wind trocknet die Schleimhäute und Augen aus, was zu großen gesundheitlichen Problemen führen kann.

Tägliche Kontrolle

Bei Tieren die im Außengehege wohnen, kommt es gerade im Sommer häufiger zu Madenbefall. Schmeißfliegen und andere Fliegenarten legen ihre Eier am Tier ab, meist an Verletzungen der Haut, am After oder an verknoteten Fellstellen. Nach kurzer Zeit schlüpfen aus den Eier Maden, je nach Fliegenart sogar nach Stunden. Sie fressen sich dann in die Haut was zu massiven Gesundheitsproblemen führen kann. Zur Vorbeugung kann das Fell am Po gestutzt werden. Zudem muss täglich kontrolliert werden, ob das Fell irgendwo verschmutzt oder feucht ist. Sehr wichtig ist auch die Käfighygiene. Feuchtigkeit und Kot zieht Fliegen an. Auch die Gehegeumgebung sollte sauber gehalten werden. Komposthaufen, Mülltonnen oder ähnliches, dürfen nicht in der Nähe sein.


Jetzt wo die Temperaturen langsam steigen können sich unsere Kaninchen und Meerschweinchen wieder unter freiem Himmel aufhalten. Aber damit es ihnen auch draußen gut geht, müssen ein paar Dinge beachtet werden. Denn der Sommer bringt nicht nur Freude mit sich.

Das Freigehege sollte gegen Raubtiere geschützt werden. Nachbars Katze oder Greifvögel sollten keine Chance haben, in das Gehege zu gelangen. Sollte es mal vorkommen, dass ein Raubtier in der Nähe ist, sollten ausreichend Versteckmöglichkeiten gegeben sein, damit sich unsere Lieblinge bei drohender Gefahr schnell verstecken können und nicht in Panik geraten.

Zudem ist es sehr wichtig, dass das Gehege auch ausbruchsicher gemacht wird. Wir müssen bedenken, dass vor allem Kaninchen es lieben Höhlen und Gänge zu buddeln. So kann es auch mal vorkommen, dass sie sich unter dem Gehege durchbuddeln. Um dem zuvor zu kommen, sollte das Gehege in den Boden eingelassen werden.

Die Versteckmöglichkeiten dienen auch als Schattenplatz. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass es entweder komplett oder zumindest ein großer Teil des Auslaufs ganztägig im Schatten ist. Damit die Tiere nicht durchgängig der Sonne ausgesetzt sind.

Denken Sie daran, dass gerade bei Kaninchen, der Impfschutz der Tiere auf dem neuesten Stand ist. Die bekannten Infektionskrankheiten bei Kaninchen sind RHD (Chinaseuche) und Myxomatose (Kaninchenseuche). Diese Viruskrankheiten werden von stechenden Insekten übertragen. Und die Ansteckungsrate ist leider auch sehr hoch. Die Krankheiten sind nicht heilbar. Hat sich ein Kaninchen mit RHD angesteckt, wird es sterben. Ebenso bei Myxomatose gibt es keine vollständige Heilung. Diese Krankheit kann man, lediglich symptomatisch behandeln.

Im Freien ist die Möglichkeit viel größer, dass die Tiere mit Erregern in Berührung kommen, als in der Wohnung. Bei hohen Temperaturen sind zum Beispiel Fliegen besonders gefährlich. Hat ein Tier zum Beispiel Durchfall und ist somit am After nicht ganz sauber, oder hat es offene Wunden, können Fliegen ihre Eier dort ablegen. Die Maden schlüpfen und ziehen unter die Haut. Dies kann zu schweren Leiden führen. Der Tierarztbesuch ist dann nicht mehr zu vermeiden. Daher ist es sehr wichtig, die Tiere jeden Tag gründlich zu kontrollieren. Ebenso sollten die Tiere jeden Tag auf Zecken kontrolliert werden.

Kaninchen und Meerschweinchen futtern gerne Kräuter. Doch der Verzehr mancher Pflanzen und Kräuter kann zu unterschiedlichen Schädigungen des kleinen Körpers kommen. Der Verdauungstrakt kann angegriffen werden, Ebenso die Leber, Nieren, Blutgefäße oder das Nervensystem. Daher kontrollieren Sie den Bereich um und im Freilaufgehege, ob sich ggf. Giftpflanzen dort befinden. Giftig sind unter anderem: Ampfer, Jakobskreuzkraut, Fingerhut, Hahnenfuß, Blauregen, Eibe, Buchsbaum und Kirschlorbeer.