Die Meerwasseraquaristik ist ein ebenso schönes wie anspruchsvolles Hobby das vielseitiger nicht sein könnte. Orientieren wir uns an den größten und schönsten Korallenriffen dieser Erde, so bemerken wir schnell, dass es eine schier endlose Auswahl an farbigen Korallen und leuchtenden Fischen gibt, die wir in unser Meerwasseraquarium einziehen lassen können.

Ob Sie sich für ein reines Fischbecken entscheiden, in welchem große Schwärme Seite an Seite mit Doktor- oder riesigen Kaiserfischen schwimmen, Sie einen Reeftank mit einzigartiger Korallenarchitektur errichten wollen oder doch dem klassischen Gleichgewicht zwischen Fisch- und Korallenbesatz folgen wie es uns die Natur in Perfektion vorgibt - wir zeigen Ihnen den Weg und die Mittel zu Ihrem eigenen Stück Ozean.

 

Algenplagen im Meerwasser Aquarium

Fadenalgen

Ursache für den massenhaften Wuchs unerwünschter Fadenalgen ist eine zu hohe Nährstoffkonzentration. Fadenalgen sind nicht nur unschön, sondern dürfen auf keinen Fall Korallen überwachsen. Spätestens, wenn anspruchsvollere Steinkorallen gehalten werden, muss das Becken Fadenalgen frei sein.

Fadenalgen und ihre massenhafte Vermehrung zeigen eindeutig an, dass im Becken der Nährstoffkreislauf nicht oder noch nicht richtig funktioniert, was vielfältige Ursachen haben kann. Damit Ihnen die wuchernde Fadenalgen nicht die Freude am wunderschönen Hobby der Meerwasseraquaristik nehmen, haben wir für sie Informationen und Tipps zusammengestellt.

Meist liegt es an folgenden Ursachen:

  • Unkontrolliertes Einbringen von Nährstoffen durch schlecht bzw. nicht aufbereitetes Wechselwasser
  • Falsch dimensionierte Abschäumer bzw. ungünstige andere Filtersysteme
  • Nitratschleudern befinden sich im Kreislauf
  • Biobälle, Rieselfilter, Filterschwämme  werden zu selten gereinigt
  • Schmuddelecken im Aquarium
  • Tod von Tieren, die dadurch direkt oder indirekt Nährstoffe freisetzen

Megazoo Empfehlung:

  • Beleuchtung reduzieren
  • Fadenalgen mechanisch entfernen
  • Fütterung reduzieren
  • Absorber einsetzen

Einsatz von algenfressenden Tieren: Seeigel, Seehase, Schnecken, Algenblenny, Doktorfische

Bryopsis

Bryopsis zählen zu den Fadenalgen, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so aussehen. Sie gehören zu den am schwersten zu bekämpfenden Algenarten in der Meerwasseraquaristik überhaupt. Man kann Bryopsis Algen recht einfach an ihrer gefiederten Wuchsform erkennen. Außerdem schimmern Bryopsis-Algen häufig bläulich.

Bryopsis wachsen extrem schnell und können in Kürze ganze Korallenkolonien überwuchern. Eine große Gefahr besteht besonders für Steinkorallen, da kaum eine Möglichkeit besteht die Algen mechanisch zu entfernen, ohne die Korallen dabei zu beschädigen. Wir haben ihnen Informationen über mögliche Ursachen und deren Beseitigung zusammen gestellt, damit Bryopsis Algen in ihrem Becken schnellestens der Vergangenheit angehören.

Megazoo Empfehlung:

  • Überprüfung der Nitrat- und Phosphatwerte
  • Eisenzufuhr ermittel und einstellen ( zB. rostige Klingen, die zu einem erhöhten Schwermetallgehalt im Aquarienwasser führen)
  • Vermeidung von freiem Kohlendioxid
  • Vermeidung hoher Grün-, Gelb- und Rot-Anteile in der Aquarienbeleuchtung
  • Wichtig: Ursache und nicht nur die Wirkung bekämpfen

Freßfeinde: Leider fressen bekannte Algenfresser wie Seeigel oder Doktorfische Bryopsis-Algen nicht. Seehasen und Percnon Krabben sollen eventuell als Helfer in Frage kommen, was aber nicht absolut sicher ist.

Rote Schmieralgen (Cyanos)

Rote Schmieralgen (Cyanobakterien) sind in der Meerwasseraquaristik unter dem Begriff "Cyanos" bekannt. Sie sind leicht mit dem bloßen Auge zu erkennen, denn sie breiten sich als roter schmieriger Algenteppich auf Boden, Gestein und Korallen aus.

Der Name Rote Schmieralgen ist dabei irreführend, denn es handelt sich bei dieser Plage nicht um Algen, sondern um Bakterien! Außerdem dürfen Rote Schmieralgen nicht mit Kieselalgen verwechselt werden. Kieselalgen treten nur bei zu hohen Kieselsäurewerten auf.

Cyanobakterien kommen praktisch in jedem Becken vor. Sie entstehen durch unzureichende Strömung, stark verschmutzen Bodengrund oder Schmuddelecken. Weitere bekannte Ursachen sind starke Änderungen in der Beckenbiologie, alte Leuchtmittel oder ein falsches Lichtspektrum. Es ist wichtig rechtzeitig die Ausbreitung der roten Cyanobakterien Beläge einzudämmen.

Megazoo Empfehlung:

  • Mechanische Entfernung durch absaugen und quirlen des Bodengrundes
  • Einsatz von Mitteln gegen Cyanobakterien (zB. Cyanos Remove von Aqua Connect, Easy Life)
  • Nährstoffgehalt senken (Nitrat, Phosphat)
  • Verbesserung der Strömungsverhältnisse im gesamten Becken 
  • Einsetzen von höheren Algen, um die Nährstoffgrundlage zu entziehen
  • Einbringen von grünem Plankton (Synechococcus) als direkten Nahrungskonkurrenten

Fressfeinde: Baggergrundeln (Phalaena/ Sexguttata), Strombus Schnecken

Kieselalgen

Kieselalgen vermehren sich verstärkt, wenn Silikat im Wasser vorhanden ist. Silikat wird n zum Aufbau der Hülle von Kieselalgen benötigt. 

Kieselalgen kommen während der Einfahrzeit (dem Start) in Meerwasseraquarien vor. Das ist ein ganz normaler Prozeß und kein Grund zur Besorgnis. Bräunliche Beläge sind auf dem Bodengrund zu sehen. Ist das Silikat nach einiger Zeit durch die Kieselalgen vollständig aufgebraucht, verschwinden sie nach und nach von allein wieder. Ein ganz normaler Prozess in der Einfahrphase und absolut kein Grund zur Sorge.

Kieselalgen können jedoch auch bei laufenden Aquarien plötzlich massenhaft auftreten. Sie sind zwar relativ harmlos, bilden aber sehr schnell unschöne Beläge auf Bodengrund und Gestein. Ursache ist eine Zunahme der Silikat-Konzentration durch schlechtes Ausgangswasser und keine oder eine unzureichende Wasseraufbereitung.

Im Meerwasseraquarium ist in eigefahrenen Becken ein Wert von 0,0 mg/l Silikat-Wert anzustreben.

Nicht verwechseln darf man Kieselalgen mit Schmieralgen, die in der Meerwasseraquaristik kurz als Cyanos  (Cyanobakterien) bezeichnet werden.

Megazoo Empfehlung:

  • Verwendung eines Silikat-Test zur Überprüfung des Silikatwertes
  • Manuelles Absaugen
  • Wechsel der Osmoseanlage
  • Einsatz eines Silikat-Filter
  • Verwendung eines Wasseraufbereiters (zB.MICROBE-LIFT Sili-Out)

Kugelalgen

Kugelalgen werden durch Steinkorallen und Korallen-Ableger ins Becken geschleppt. Sie siedeln sich gern in engen Riffspalten und an Steinkorallen an. Dort können sie ganze "Nester" bilden und sich stark ausbreiten und anderen sessilen (festsitzenden) Lebewesen im Aquarium den Platz streitig machen.

Megazoo Empfehlung:

  • Mechanische Entfernung durch absaugen
  • Nährstoffgehalt senken (Nitrat, Phosphat)
  • Bessere Strömungsverhältnisse im gesamten Becken
  • Zügige Entfernung, damit sich nicht erst große "Nester" bilden

Fressfeinde: Pinzettfisch, Kaninchenfisch, Grüne Spinnenkrabbe (Mithraculus sculptus)

Schädlinge im Meerwasser Aquarium

Glasrosen

Aufgrund ihrer hohen Nesselkraft und starken Vermehrungsrate gelten Glasrosen (Aiptasien) zu den unbeliebten und unerwünschten Aquarienbewohnern. Glasrosen sind zwar kleine, aber sehr vermehrungsfreudige Anemonen mit einer hohen Nesselkraft.

Meist werden Glasrosen durch Lebendgestein oder beim Einbringen neuer Korallen ins Becken eingeschleppt. Diese kleinen Anemonen sehen zwar unscheinbar aus, haben aber aufgrund ihrer geringen Lebensansprüche ein sehr großes Vermehrungspotential.

Mit Glasrosen hat wohl irgend wann jeder Meerwasseraquarianer leider Bekanntschaft machen müssen. Aufgrund der möglichen Bedrängnis und Vernesselung von Korallen, besonders von SPS-Korallen, müssen Glasrosen schnellstens entfernt werden.

Hierbei ist darauf zu achten die Nesseltiere niemals mechanisch zu entfernen, da dies zu einer explosionsartigen Vermehrung aus Geweberesten führen kann.

Megazoo Empfehlung:

  • Einsatz von Glasrosen-Entferner zB. Elimini-Aiptasia von TropicMarin oder AiptaCap von Aqua Medic
  • Nutzung von Calciumhydroxid zum „weg spritzen“

Fressfeinde: Feilenfische, Pinzettfische (Chelmon Rostratus), Berghia-Schnecken, Glasrosenfressende Garnelen ( Lysmatha wurdemanni)

Anemonia manjano

Anemonia manjano wird unter Aquarianern kurz als Manjano oder Feueranemone bezeichnet. Diese Anemonen werden mit Lebendgestein eingeschleppt und gehören unbestritten zu den Plagegeistern der Meerwasseraquaristik.

Manjanos sind kleine Anemonen, die ca.5 cm groß werden. Man darf sich nicht von ihrem hübschen Aussehen täuschen lassen, denn sie besitzen eine hohe Nesselkraft. Manjanos sind dadurch in der Lage in ihrem Umfeld Korallen und andere sessile (festsitzende) Wirbellose zu vernesseln und dadurch dauerhaft zu schädigen. Im schlimmsten Fall werden andere Aquarienbewohner nicht nur verdrängt, sondern auch zum Absterben gebracht.

Da sich diese kleinen Anemonen im Aquarium durch Teilung sehr schnell vermehren, sollten sie schnellstens und konsequent entfernt werden.

Megazoo Empfehlung:

  • sofortiges Entfernen der Manjanos durch Verwendung eines Mittels zur Entfernung von Glasrosen und Manjanos, wie zB. AiptaCap (Aqua Medic)
  • Wenn möglich, Freßfeinde einsetzen

Fressfeinde: Einige Fischarten wie Falterfische (Chaetodon auriga, Chaetodon xanthurus oder Chaetodon kleinii) und der Glasrosen fressende Tang-Feilenfisch (Acreichthys tomentosus) könnten diese Anemonen wegzupfen.

Turbellarien (Korallen-Strudelwürmer)

Die kleinen zu den Turbellarien (fälschlich in der Meerwasseraquaristik als Planarien bezeichnet) gehörenden Korallenstrudelwürmer treten zwar nicht so oft in Aquarien auf, können aber bei einer Massenvermehrung schnell zur Plage ausufern.

Oftmals entdeckt man Korallenstrudelwürmer erst, wenn sie sich dicht an dicht auf Korallen drängen und dort eine Art Belag bilden.Korallenstrudelwürmer ernähren sich von Kieselalgen, von tierischen Bestandteilen im Wasser und von Licht, welches sie für ihre Zooxanthellen (Symbiosealgen) benötigen.

Korallenstrudelwürmer schädigen die von ihnen bedeckten Korallen nicht direkt, sondern indirekt durch eine erhebliche Lichtabschattung. Durch die Lichtabschattung bekommen Steinkorallen bei einem massenhaften Befall für ihre Symbiosealgen nicht mehr ausreichend Licht. Ihr Wachstum stagniert und sie verkümmern.

Aufgrund der wirklich heftigen Vermehrungsrate sollten Sie den Korallenstrudelwürmern schnellstens Einhalt gebieten.

Megazoo Empfehlung:

  • Reduktion von Kieselalgen durch den Entzug von Silikat mittels Silikat-Entferner und Silikat-Harzen
  • mechanisches Absaugen der Turbellarien, Wiederholung im Bedarfsfall
  • Reduktion von Licht, da somit den Zooxanthellen (Symbiosealgen) der kleinen Strudelwürmer die Nahrung entzogen wird.
  • Freßfeinde einsetzen

Fressfeinde: Diverse Lippfische sowie Leierfische und Turbellarien fressende Nacktschnecke einsetzen 

Borstenwürmer

Die unterschiedlichen Arten der Borstenwürmer werden mit Lebendgestein und dem Kauf von Korallen ins Aquarium eingeschleppt. Prinzipiell sind kleinbleibende Arten in geringer Zahl kein Problem. Sie beeitigen auch organische Reste und machen sich dadurch nützlich.

Leider können manche Borstenwürmer eine beachtliche Größe erreichen, sich bei großem Nahrungsangebot und Fehlen von Fressfeinden stark vermehren oder auch räuberische Arten sein.

Bei zu großer Population an Borstenwürmern oder größeren bis sehr großen Exemplaren kann sich eine Gefahr für die übrigen Tiere ergeben. Zum Beispiel könne auf dem Boden ruhende Fische durch Fraß oder die Borsten der Würmer verletzt werden.

Borstenwürmer sind überwiegend nachtaktiv. Tagsüber sind sie manchmal bei der Fütterung der übrigen Tiere zu sehen. Man bekommt sie eher selten zu Gesicht.

Durch die Borsten kann es auch zu Entzündungen der menschlichen Haut kommen. Sie sollten deshalb niemals mit der bloßen Hand entfernt werden!

Megazoo Empfehlung:

  • mit einer Pinzette entfernen
  • Borstenwurmfallen mit Lockfutter benutzen (Dupla Worm X)
  • Freßfeinde einsetzen

Fressfeinde: Lippfische (indischer Kanarien-Lippfisch), Mitra-Schnecke, Babylonia-Schnecke, Stenopus hispidus, Boxer-Krabbe (Lybia tesselata)

Asterina Gänsefußseesterne

Diese kleinen Asterina Gänsefuß-Seesterne sind in jedem Meerwasseraquarium anzutreffen. Sie zeigen sich meist am Morgen, bevor die Beleuchtung des Beckens eingeschaltet wird und sind oft an den Aquarienscheiben zu sehen.

Selbst bei geringstem Nahrungsangebot können Gänsefußseesterne sich rasch vermehren und eine ganze Scheibe regelrecht eindecken.

Gänsefußseesterne ist aber nur ein Sammelbegriff für unterschiedliche Arten, die nicht näher bestimmt werden können. Einige Unterarten, wie der braune Gänsefußseestern, können durchaus Korallen bedrängen und diese anfressen. Häufig betroffen sind Briareum und Krustenanemonen.

In geringer Anzahl schön anzusehen, sollten diese Tierchen im Zaum gehalten und händisch entfernt werden. Das geht ganz einfach durch Absammeln und ist kein Problem. Einfach bei Bedarf wiederholden.

Megazoo Empfehlung:

  • Händisch absammeln/ absaugen
  • Bei Bedarf wiederholen

Fressfeind: Harlequingarnele  (ernährt sich jedoch von großen lebenden Seesternen und würde nach schneller Beseitigung der kleinen Asterina-Seesterne verhungern)

Röhrenkoralle Phenganax parrini

Die sich extrem stark vermehrende kleinen Röhrenkoralle ist schon lange in Meerwasser-Aquarien als Plage bekannt. Wissenschaftler haben der Mini-Röhrenkoralle den Namen Phenganax parrini gegeben. Die kleine Röhrenkoralle bildet nach einiger Zeit teppichartige Kolonien. Sie überzieht dabei sehr schnell Steine und Korallenskelette mit einem dichten braunen Teppich. Lebendes Gewebe von Steinkorallen wird in aller Regel dabei nicht befallen, aber sie stiehlt Korallen und Anemonen Platz zum Ausbreiten..

Die winzigen Polypen dieser Röhrenkoralle wurden früher als sehr kleine Variante von Clavularia Röhrenkorallen angesehen. Sie ist aber eine eigene Art, über die noch wenig bekannt ist. Da die Röhrenkoralle Symbiosealgen (Zooxanthellen besitzt) besitzt, wächst sie besonders bei starker Beleuchtung extrem schnell.

Megazoo Empfehlung:

  • Befallenden Steine sofort herausnehmen, sorgfältig abzuschrubben, anschließend sehr gut unter Salzwasser spülen und wieder zurück ins Aquarium geben
  • Treten neue Korallen auf, muss dieser Vorgang wiederholt werden.
  • Der sicherste Weg ist es, die befallenen Steine sofort und dauerhaft aus dem Aquarium zu entfernen!

Freßfeinde: Sind nicht sicher bekannt und auch nicht im Handel erhältlich. Es gibt Berichte, dass der eine oder andere Kaiserfisch die Polypen eventuell abzupft, was leider nicht sicher ist.

Krankheiten im Meerwasser Aquarium

Anemonenfisch Krankheit

Bewimperte Einzeller leben in geringer Anzahl auf den Schleimhäuten von Anemonenfischen ohne sie dabei zu schädigen. Kommt es zur Schwächung des Immunsystems, kann es zur Massenvermehrung der Einzeller und zum Ausbruch der Anemonenfisch-Krankheit kommen.

Wichtig ist eine frühzeitige Diagnose und die sofortige Behandlung des befallen Fisches, denn die Anemonenfisch-Krankheit verläuft bei starkem Befall tödlich.

Die Anemonenfisch-Krankheit tritt oft nach wenigen Tagen nach dem Neueinsetzen oder Zusetzen eines Anemonenfisches auf. Es ist leider schwierig diese Krankheit ohne mikroskopische Untersuchung richtig zu diagnostizieren, aber es gibt Verhaltensbedingte Warnzeichen.

Verhaltensbedingte Warnzeichen:

  • Erhöhte Atemfrequenz bzw. Atemprobleme
  • Sehr schnelle Atmung
  • Luftschnappen an der Wasseroberfläche
  • Scheuern des Körpers an Gegenstände
  • Unwohlsein, Trägheit und wenig Aktivität
  • Erschwerte Nahrungsaufnahme
  • Ausspucken der Nahrung

Aussehens des Fisches:

  • Kleine blasse Stellen auf der Haut, die sich rasch vergrößern bis hin zu großflächig schleimigen Flächen
  • Der Anemonenfisch verliert immer mehr an Farbe (wie ausgewaschen)
  • Die Schleimhaut erscheint teilweise relativ dick
  • Ablösen von Hautstücken

Bei sehr schweren Fällen empfiehlt es sich die Behandlung außerhalb des Aquariums in einem separaten Quarantäne-Becken durchzuführen.

Megazoo Empfehlung:

  • Behandlung mit speziellen Medikamenten (wir beraten sie gern)
  • Süßwasser-Kurzbad
  • Dauerhafte Verwendung einer UV-Anlage
  • Vermeiden von Stress beim Transport, Einsetzen und im Aquarium
  • Gabe von Multivitaminpräparaten zur Stärkung des Immunsystems
  • Zugabe von Knoblauch Spray über das Futter, zB. Microbe-Lift Garlic Spay

Weißpünktchen Krankheit (Cryptocarion)

Die Weißpünktchenkrankheit ist eine im Meerwasseraquarium häufig auftretende Fischkrankheit, die durch einzellige Cryptocarion Hautparasiten verursacht wird.  Diese einzelligen Hautparasiten sind im Aquarium immer vorhanden, ohne dass ein sichtlicher Schaden entsteht. Erst wenn sie auf gestresste und geschwächte Fische treffen, nisten sich die Parasiten in ihnen ein. Sie sitzen meist tief in der Schleimhaut und sind als kleine weißliche Punkte zu erkennen, worauf sich auch der Name Weißpünktchenkrankheit bezieht.

Die Krankheit kann durch folgende Einflüsse auftreten:
Stress durch Veränderung der Dichte, Temperatur, ph-Wert usw.
Stress mit anderen Bewohnern im Aquarium

Wie erkennt man diese Krankheit?

  • Weiße Pünktchen auf dem Fisch
  • Scheuern am Bodengrund oder Gestein
  • Produzieren sichtbaren schleim
  • Farben verblassen
  • Zucken, schütteln, zittern
  • Verstecken im Gestein
  • Relative schnelle Atmung
  • Futter Verweigerung

Megazoo Empfehlung:

  • Einsatz eines UV-Klärers, tötet die im Wasser freien Schwärme ab
  • Ozon, tötet ebenfalls die freien Schwärme ab und hilft effektiv schon nach wenigen Stunden
  • Heilmittel gegen Pünktchenkrankheit
  • Verwendung eines Wasseraufbereiters, der Fischen einen Schleim- und Kiemenschutz bietet
  • Vermeiden von Stress
  • Dichte senken
  • Beleuchtung reduzieren
  • Abwechslungsreiche Fütterung mit Trockenfutter, Nori Algen, Frostfutter usw
  • Anreicherung des Futters mit Vitaminen und Knoblauch

Eine Behandlung der erkrankten Fische mit einem Arzneimittel für Zierfische gegen einzellige Hautparasiten muss immer frühzeitig erfolgen.

Medikamente sind zB. : Hobby Ektozon N, Sera Costapur,Sera Tremazol