Ein Süßwasseraquarium ermöglicht es uns ein Stück Natur ins Wohnzimmer zu holen und faszinierende Unterwasserwelten zu erschaffen in denen es vor lauter Leben nur so wimmelt. Muntere Schwärme mit bunt schillernden Fischen vermischen sich mit prachtvollem Pflanzenbewuchs und lassen eine Welt entstehen, die Tag für Tag neue, kleine Wunder bereithält.

Ob Sie sich für ein stylisches Nano-Scapingbecken mit bunten Zwerggarnelen interessieren, ein bunt gemischtes Gesellschaftsbecken mit Guppy, Molly und Co für die ganze Familie möchten oder mit einem XXL Tank die größten Bewohner der Seen und Flüsse unserer Erde in Ihr Zuhause holen wollen, hier zeigen wir Ihnen den Weg vom Anfang bis zum fertigen Aquarium mit allem was Sie benötigen, um sich Ihr eigenes Unterwasserparadies zu schaffen.

Doch auch dieses kleine von Menschenhand geschaffene Biotop birgt Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Sei es eine kleine Alge, die stetig wächst, ungebetene Gäste wie Planarien oder Schnecken, schädliche Stoffe in Form von Nitrit oder gar eine Krankheit, die ein schnelles Handeln erfordern. Nachfolgend zeigen wir Ihnen Lösungsansätze und geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihr geschaffenes Biotop im Gleichgewicht halten.

 

Algenplagen im Süßwasseraquarium

Unser prächtiger Unterwasserdschungel benötigt diverse Stoffe zum wachsen und gedeihen. Diese Stoffe sind in der Regel in jedem Aquarium ausreichend vorhanden oder werden durch Düngerzugabe eingebracht und decken den Bedarf unserer Pflanzen ohne Probleme.

Eben diese Stoffe benötigen auch die ungebetenen pflanzlichen Bewohner unseres Aquariums- Algen. Doch jeder Alge kann Einhalt geboten werden, meist schon mit relativ einfachen Aktionen wie dem Einbringen weiterer Pflanzen oder der Reduzierung der Futtermenge.

Doch auch über die härteren Nüsse dieser Gattung, wie etwa der Cyanobakterie, halten wir Informationen für Sie bereit und stehen mit Rat zur Seite.

Fadenalgen

Fadenalgen sind Grünalgen, die sehr dünne Fäden bilden und unterschiedlich aussehen können. Je nach Art bilden sie kurze oder auch sehr lange Fäden. Diese können Dekorationen und Pflanzen überwuchern. Manche setzen sich direkt an den Pflanzenwurzeln an.

Ein zu starkes Fadenalgenwachstum sieht nicht nur unschön aus, sondern ein Massenwachstum schadet dem gesamten Aquarium. Übermäßiges Wachstum von Fadenalgen kann zahlreiche Ursachen haben, die beseitigt werden müssen.

Meist liegt es an folgenden Ursachen:

  • Zu wenig Pflanzen im Aquarium, um zur Verfügung gestellte Stoffe zu verarbeiten
  • Überversorgung des Aquariums mit Nährstoffen
  • Eingelagerte Depots von Phosphat und Nitrat im Bodengrund
  • Falsche Beleuchtung oder veraltete Leuchtmittel
  • Zuviel Licht fördert das Algenwachstum, zu wenig Licht behindert die Pflanzen im Wachstum
  • verstärkte Sonneneinstrahlung

Megazoo Empfehlung:

  • Beleuchtung optimieren
  • Fadenalgen mechanisch entfernen
  • Fütterung/ Düngung reduzieren
  • Nitrat-/ Phosphatabsorber einsetzen

Da Pflanzen und Algen in Nahrungskonkurrenz stehen, sollte immer eine moderate Bepflanzung, sowohl mit langsam als auch schnell wachsenden Pflanzen, angestrebt werden.

Einsatz von algenfressenden Tieren: Schwanzfleckalgenfresser, Siamesische Rüsselbarbe, Amanogarnelen

Blaualgen / Schmieralgen

Schonungslos überzieht ein blau-grüner Teppich aus Blaualgen alle Pflanzen, Gegenstände und den Bodengrund. Die schmierig und glitschigen Beläge sehen nicht nur unschön aus, sondern stellen für Pflanzen und Fische eine echte Bedrohung dar. Blaualgen sind unter Aquarianern auch als Schmieralge bekannt. Sie sind streng genommen auch gar keine Algen, sondern Bakterien (Cyanobakterien).

Blaualgen benötigen, ebenso wie Pflanzen Licht zum Wachsen und betreiben Photosynthese. Jedoch können sie im Gegensatz zu Pflanzen fast jedes Lichtspektrum verwerten und haben somit einen enormes Verbreitungspotential.

Verursacht werden Schmieralgenbeläge durch zu selten durchgeführte Wasserwechsel, eine zu häufige Fütterung von Fischen, sehr lange Beleuchtungszeit und starke Beleuchtung des Aquariums und einen Überbesatz an Fischen im Bezug auf die Beckengröße.

In größerer Menge können Blaualgen zu einer Bedrohung für alle Aquarienbewohner werden und müssen deshalb schnellstens und gründlich bekämpft werden.

Megazoo Empfehlung:

  • Wasserwechselintervalle erhöhen
  • Beleuchtungsintensität drosseln
  • auf Überbesatz prüfen
  • Nährstoffzufuhr (Phosphat) regulieren
  • Cyano-Entferner verwenden und mechanisch entfernen durch Absaugen

Kieselalgen

Kieselalgen (Diatomeen)  treten meist vermehrt in der Einlaufphase des Beckens auf und ist hier als normal zu betrachten. Sie können aber auch im laufenden Betrieb zur Plage ausufern.

Wie erkennet man Kieselalgen?  Kieselalgen sind als goldbrauner bis bronzefarbener Belag auf Pflanzen und Bodengrund zu erkennen. Gefördert wird das Wachstum der Alge durch zu hohe Silikatwerte im Wasser, da Silikat zur Ausbildung ihrer Hülle genutzt wird.

Hohe Silikatgehalte begünstigen also ein starkes Kieselalgenwachstum. Oftmals ist im Leitungswasser der Silikatwert erhöht. Silikat wird in diesem Fall mit jedem Wasserwechsel mit Leitungswasser im Aquarium immer wieder eingebracht. Die Kieselgen bekommen Nachschub und vermehren sich stark. 

Um Kieselalgen und ihre häßlichen Beläge loszubekommen sind einige Dinge zu beachten.

Megazoo Empfehlung:

  • Einsatz von Wasseraufbereiter bei jeder Frischwasserzugabe ( z.B. JBL Biotopol )
  • Einsatz von Tieren, die Kieselalgen fressen
  • Wasserwechsel mit Osmosewasser oder Verschnitt mit Leitungswasser und Osmosewasser
  • Einsatz von Wasseraufbereiter bei jeder Frischwasserzugabe (JBL Biotopol)
  • Wasser auf Silikat testen
  • mit einem Schlauch beim Wasserwechsel absaugen

Fressfeinde einsetzen: Algenrennschnecken, goldene Saugschmerle

Grüne Schwebealgen

Schwebealgen sind eine der unschönsten Algen im Aquarium, dafür jedoch auch eine der harmlosesten. Man kennt ihr vermehrtes Auftreten und schnelle Ausbreitung auch als "Algenblüte". Das Aquarienwasser färbt sich grün und wird trüb.

Oft entsteht die grüne Wassertrübung durch eine explosionsartige Vermehrung der Schwebealgen nach großen Eingriffen im Aquarium in Kombination mit einer Überversorgung mit Nährstoffen. Weitere Ursachen können auch eine starke Sonneneinstrahlung, übermäßige Fütterung und falsche Düngung sein, durch die sich die Sporen der Schwebealgen stark vermehren.

Megazoo Empfehlung:

  • regelmäßiger Wasserwechsel, um eine übermäßige Anreicherung von Stoffen zu vermeiden
  • Vermeidung von Überdüngung
  • Vermeidung von übermäßiger Fütterung/Reduzierung der Fütterung
  • Einsatz eines UV-C Klärers

Fressfeinde einsetzen:  Algenrennschnecken

Krankheiten im Süßwasseraquarium

So wie wir Menschen eine Erkältung bekommen können sich auch unsere Aquarienbewohner eine Erkrankung einhandeln. Die meist auf bakterieller Ebene vorherrschenden Erkrankungen sind in der Regel schnell zu beseitigen und kein Grund zur Panik.

Neben einem Überblick zu den Krankheitsbildern zeigen wir hier, wie man die Patienten wieder fit macht.

Pilzbefall

Zu erkennen ist diese etwas häufigere Krankheit an den watteartigen, schimmelpilzähnlichen weißen Stellen, die meist an den Flossen oder dem Körper des Tieres auftreten.

Die Pilzsporen treiben gelöst im Wasser umher, stellen jedoch für gesunde Tiere kein Risiko dar.
Sind im Becken jedoch schwächere Tiere oder solche mit Verletzungen vorhanden, werden diese mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Pilz infiziert.

Die Qualität des Wassers und die damit einhergehende Hygiene ist einer der wichtigsten Faktoren zur Vermeidung einer Infektion.

Megazoo Empfehlung:

  • lKontrolle der Wasserwerte und deren Optimierung zur Stärkung des Tieres
  • minimales Anheben der Temperatur da viele Pilze in kälterem Wasser besser gedeihen
  • Teilwasserwechsel vornehmen/ Bodengrundreinigung um Keimdruck zu nehmen
  • Medikation mit Sera Mycopur oder Tetra FungiStop Plus

Oodinium

Diese eher selten auftretende Infektion lässt betroffene Tiere wie mit Puderzucker bestäubt aussehen. Diese scheuern sich dann meist an Steinen oder dem Bodengrund um die Haut zu reinigen und klemmen häufig ihre Flossen.Beginnend an den Flossen und Kiemen breitet sich diese Infektion relativ schnell über das ganze Tier aus.

Wie auch bei der Weißpünktchenkrankheit durchläuft dieser Erreger mehrere Stadien und kann nur im Schwärmerstadium effektiv bekämpft werden.

Durch den Einsatz von Kupfer im Becken kann diese Krankheit sehr gut bekämpft werden,
jedoch wird dringend davon abgeraten auf eigene Faust den Kupfergehalt im Becken zu erhöhen da dies zum Versterben der Tiere führen kann. Vielmehr sollten spezielle Medikamente zum Einsatz kommen.

Megazoo Empfehlung:

  • leichte Erhöhung der Temperatur (nicht über 30°) um den Lebenszyklus zu beschleunigen und eine effektivere Behandlung zu erreichen
  • Medikation mit Tetra GeneralTonic Plus

Maul- und Flossenfäule

Auslöser für diese Infektion sind Bakterien, welche im Wasser vorhanden sind, die jedoch für gesunde, immunstarke Tiere keinerlei Gefahr darstellen.Schwächere oder bereits gesundheitlich angeschlagene Tiere können schnell ein Opfer dieser unschönen und schmerzhaften Krankheit werden.

Entsprechend kann der Befall mit dieser Krankheit ein Anzeichen sein, das noch mehr im Argen liegt (Parasitenbefall, keine optimale Haltung, Stress).

Die Symptome einer Infizierung sind ausgefranste, weißlich wirkende Flossenränder sowie teilweise offene Wunden an der Flossenbasis.Zusätzlich kann am Maul des Tieres ein flusenartiger Belag sowie Gewebezerstörung auftreten was eine recht eindeutige Identifizierung der Krankheit zulässt.

Megazoo Empfehlung:

  • Steigerung der Wasserqualität und somit Abbau des Keimdrucks durch regelmäßige Teilwasserwechsel und Bodengrundreinigung
  • Stärkung des Immunsystems durch die Verwendung von JBL Acclimol
  • Medikation mit Sera Baktopur oder Tetra FungiStop Plus

Lochkrankheit

Bei dieser unschönen Krankheit zeigt der Fischkörper- zumeist am Kopf- kleine und dann größer werdende löchrige Wunden, welche relativ eindeutig der Lochkrankheit zu zuordnen sind. Vornehmlich betroffen von dieser Krankheit sind Diskusfische sowie Skalare und sämtliche Ostafrikanischen Buntbarsche.

Die Ursache für diese Krankheit ist noch nicht zur Gänze geklärt jedoch liegt der Grund häufig in einem Vitamin- und/oder Mineralstoffmangel (dieser kann bspw. durch Darmparasiten oder mangelhafte Ernährung hervorgerufen werden).

Megazoo Empfehlung:

  • ausgewogene Ernährung angepasst auf den Fischbesatz
  • Einsatz von Vitaminpräparaten wie TropicMarin Lipovit oder JBL Atvitol
  • Verwendung von Mineralstoffzusätzen bspw. TropicMarin ProChichlid Mineral oder ProDiscus Mineral
  • Untersuchung auf eventuelle Darmparasiten und entsprechende Behandlung
  • Absenken des bakteriellen Drucks im Aquarium durch regelmäßige Teilwasserwechsel und Bodengrundreinigung
  • Medikation mit Sera baktopur oder Tetra GeneralTonic Plus

Bakterieller Befall

Bakterielle Infektionen können sich auf vielfältige Art äußern sind jedoch zumeist in Form eines milchig weißen Belages auf der Fischhaut zu finden.
Die Tiere wirken trübe und blass, klemmen oftmals die Schwanzflosse und sehen schlicht und ergreifend nicht mehr prachtvoll aus.

Auftreten kann diese Krankheit durch eine abrupte Wassermilieuveränderung (beim Umsetzen der Tiere von dem einen Becken in ein anderes) oder auch bei mangelnder Wasserhygiene.
Aus einer solchen Bakteriose können sich weitere Erkrankungen, wie ein Pilzbefall, herausbilden weshalb ein Handeln dringend erforderlich wird.

Megazoo Empfehlung:

  • Bei Neueinsatz der Tiere langsames Angleichen an das neue Wasser mit Verwendung von JBL Acclimol zur Steigerung des Immunsystems und Stressreduzierung
  • Absenken des bakteriellen Drucks im Aquarium durch regelmäßige Teilwasserwechsel und Bodengrundreinigung
  • Medikation mit Sera baktopur oder Tetra GeneralTonic Plus

Weißpünktchenkrankheit (Ichthyo)

Die Weißpünktchenkrankheit (Ichthyo) wird durch Wimpertierchen verursacht, welche sich als Ektoparasit in großer Zahl in der Haut von Süßwasserfischen ansiedelen. Ichthyo ist auch unter den Bezeichnungen Weißpunktkrankheit, Pünktchenkrankheit oder Grießkörnchenkrankheit bekannt.

Vom Parasit befallene Fische haben weiße Pünktchen/Knötchen auf der Haut, den Flossen und Kiemen. Sie klemmen die Flossen, haben oft Atemnot und scheuern sich heftig. Sie magern immer mehr ab und können ohne Behandlung verenden.

Ist der Parasit herangereift, durchbricht er die Haut des befallenen Fisches und sinkt zu Boden. Auf dem Aquarienboden angekommen, teilt sich der Parasit in zahlreiche kleine Schwärmer. Diese Schwärmer infizieren neue Fische und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Dieser Kreislauf muss unbedingt schnellsten durchbrochen werden!

Megazoo Empfehlung:

  • Vorsorge ist besser als Behandlung.
  • Versuchen sie möglichst Stress für die Tiere durch artgerechte Haltung und entsprechenden Besatz zu vermeiden.
  • Schaffen sie ein tierfreundliches Klima mithilfe von Pflegeprodukten (JBL Biotopol, JBL Acclimol).
  • Behandlung mit einem Medikament gegen die Weißpünktchenkrankheit (Ichthyo) zB. mit Tetra Contralck )

Parasiten im Süßwasseraquarium

Während wir unseren farbenfrohen Mitbewohnern beim Schwimmen zuschauen, können sich unbemerkt winzige weitere Lebewesen im Aquarium tummeln, meist ganz und gar unbemerkt.

Plötzlich scheinen die Tiere Farbe zu verlieren, legen ein unnormales Schwimmverhalten an den Tag, verweigern das Futter oder haben sichtbare Veränderungen auf der Haut. Hier liegt es nah das ein Befall durch Parasiten stattgefunden hat und die betroffenen Tiere nun Symptome zeigen.

Diese kleinen unerwünschten Mitbewohner wollen ihren Wirten keinen ernsten Schaden zufügen- schließlich braucht ein Parasit seinen Wirt zum Überleben. Jedoch kann er ihn enorm Schwächen was letztendlich zum Versterben der befallenen Tiere führen kann.

Hier zeigen wir was möglich ist, warum es möglich ist und vor allem: Was dagegen getan werden kann.

Kiemenwürmer

Diese Parasiten verursachen bei den befallenen Fischen eine erheblich schnellere Atmung ( höhere Atemintervalle) wodurch die Tiere, nach Luft schnappend, an der Wasseroberfläche hängen.

Durchaus möglich ist ebenfalls das Auftreten einer einseitigen Atmung, also nur eine Kiemenseite arbeitet während die andere ruht oder aber das starke Anlegen oder Abklappen der Kiemendeckel.

Um sich zu vergewissern ob die kleinen, 1mm langen Parasiten in den Kiemen des Wirtstieres ihr Unwesen treiben, genügt bereits der Blick mit einer Lupe.

Megazoo Empfehlung:

  • Behandlung der Krankheit mit Sera Omnipur S

Fräskopfwurm

Wenn unser schuppiger, kleiner Mitbewohner trotz regelmäßiger und ausreichender Fütterung nicht zu- sondern weiter abnimmt, ist dies ein Anzeichen für den Fräskopfwurm welcher sich im Darmtrakt des Wirtstieres anheftet.

Sind zusätzlich rotbraune Wurmenden, welche aus dem After des Tieres hängen, sowie weißer Kot sichtbar, haben wir unsere Bestätigung für diesen Parasiten.

Weiterhin wird der Fisch weniger Futter annehmen oder es gänzlich verwehren und kann eine Trägheit beim Schwimmverhalten aufzeigen

Megazoo Empfehlung:

  • Bei der täglichen Versorgung der Tiere auf das Verhalten und Erscheinungsbild der Fische achten
  • Behandlung mit Sera Nematol

Hautsaugwürmer

Hautsaugwürmer kann man mit bloßem Auge nicht erkennen. Es sind winzige, nicht einmal 0,5mm große Parasiten, nisten sich auf der Haut von Süßwasserfischen ein und machen ihnen das Leben schwer.  Die ungebetenen Gäste saugen regelrecht die Nährstoffe aus dem Wirtstier und sorgen dafür, dass es sich aufgrund des Unwohlseins an Pflanzen und Steinen scheuert und reibt.

Der befallene Fisch versucht durch  Scheuern und Reiben die Hautparasiten los zu bekommen. Ein befallener Fisch verhält sich deutlich unruhiger und schreckhafter als gesunde Fische im Becken.

Achten Sie auf dieses Verhalten, was ein deutliches Anzeichen für Hautsaugwürmer sein kann. Bei einem sehr starken Befall fressen die Fische nicht mehr und magern ab. Eine Behandlung ist unbedingt erforderlich, aber auch recht einfach.

Megazoo Empfehlung:

  • Vermeiden sie für Ihre Tiere Streß oder schlechte Hälterungsbedingungen
  • Behandlung zB. mit Tetra CestoNemaEx oder Sera Med Nematol

Schadstoffe und Gifte

Wie jedes andere Lebewesen können auch unsere schuppigen Freunde Vergiftungen erleiden, die mehr oder weniger bedrohlich für das Tier sein können. Während der eine Stoff in Überdosis lediglich zu explosionsartigem Algenwachstum führt, kann der andere schnell zu einer lebensbedrohlichen Bedrohung für die Bewohner des Aquariums werden. Doch auch hier gibt es Mittel und Wege um die Kontrolle zu behalten.

Ammoniak (NH3) / Nitrit (NO2) / Nitrat (NO3) Überdosis

Diese drei Stoffe, Nitrit, Nitrat und Ammoniak gehören zum Stickstoffkreislauf und entstehen zwangsläufig bzw. können unter gewissen Parametern entstehen.

Darstellung des Stickstoffkreislaufs im Aquarium

  • Organische Substanzen wie Futterreste und Ausscheidungen (1)
  • Durch organische Substanzen entsteht Ammonium (NH4)/ Ammoniak (NH3) (2)
  • Das Ammonium wird durch Bakterien zu Nitrit (NO2) umgewandelt (3)
  • Filterbakterien verarbeiten das Nitrit zu Nitrat (NO3) (4)
  • Filterbakterien (5)

Das hierdurch entstandene Nitrat dient der Versorgung von Pflanzen und der Kreislauf ist geschlossen.

Ammoniak (NH3) *NEU*

Ab einem PH Wert von 7,0 wandelt sich das ungiftige Ammonium zum giftigen Ammoniak. In der Regel können beide Stoffe (Ammonium wie auch Ammoniak) von Filterbakterien zu Nitrit weiterverarbeitet werden.

Besonders bei jungen Becken oder starken PH Schwankungen ist es jedoch möglich, das der Ammoniakgehalt sprunghaft ansteigt und nicht ausreichend Bakterien zur weiteren Verarbeitung vorhanden sind.

Daraus resultierend kann eine tödliche Ammoniakkonzentration von 1mg/l entstehen, Für Jungtiere ist eine Konzentration von 0,2mg/l bereits tödlich und eine Konzentration von 0,05 mg/l erzeugt bereits permanente Schäden bei den Tieren.

Als Anzeichen hierfür ist zu deuten, dass die Tiere schwer atmend an der Wasseroberfläche stehen, sich flach auf den Boden legen oder hektisch durch das Becken schwimmen. Die Ursachen können hierbei, wie bereits erwähnt, in einer Erhöhung des PH Wertes, einer Überfütterung oder gar dem Einsatz eines ungeeigneten Düngemittels oder eine Überdosierung dessen liegen. Im Zusammenspiel mit einem mangelhaften Bakterienhaushalt steigt somit der Ammoniakgehalt an.

Megazoo Empfehlung:

  • sofortiger Wasserwechsel zum Verdünnen des schadhaften Stoffes
  • Kontrolle und ggf. Verringerung der Futtermenge
  • Korrektur des PH Wertes bspw. durch Sera PH Minus
  • Erneuerung der Bakterienkultur durch MicrobeLift NiteOut II

Nitrit (NO2) *NEU*

Nitrit ist ein fester Bestandteil des Stickstoffkreislaufs und entsteht durch die bakterielle Weiterverarbeitung von Ammonium/Ammoniak und wird letztendlich zu Nitrat umgewandelt. In einem stabilen, bereits bestehenden Aquarium treten in der Regel keine zu hohen Nitritwerte auf- Ausnahmen bestätigen jedoch auch hier die Regel.

Haben wir in unserem Aquarium zu wenig verarbeitende Bakterien so bleibt das Nitrit im Becken bestehen, wird mehr und erreicht somit eine giftige bis tödliche Dosis. Diese Situation entsteht bei zu häufiger und falscher Reinigung der Filtermedien und dem daraus resultierendem Bakterienmangel oder bei neu aufgestellten Aquarien durch das schlichte fehlen dieser Bakterien.

Der Nitritwert im Wasser sollte mit handelsüblichen Tests nicht nachweisbar sein- alles darüber hinaus ist als Vergiftung zu werten und erfordert sofortiges Handeln.

Als Anzeichen einer Nitritvergiftung ist zu erwähnen, dass die Fische sich an der Wasseroberfläche aufhalten und nach Luft schnappen- ein Schnelltest von JBL ProAquaTest Easy 7in1 schafft schnelle Klärung.

Megazoo Empfehlung:

  • Überbesatz vermeiden sowie große abgestorbene Pflanzen oder verendete Tiere unverzüglich entfernen
  • Sofortiger Teilwasserwechsel und Bodengrundreinigung mittels Mulmsauger
  • Zufuhr von neuen Bakterien wie etwa MicrobeLift NiteOutII oder Söll Baktinetten

Nitrat (NO3) *NEU*

Nitrat ist das letzte Glied im Stickstoffkreislauf und vergleichsweise auch das Harmloseste. Dieser Stoff dient den Pflanzen im Aquarium als Nährstoffgrundlage und ist somit maßgeblich für deren Wachstum verantwortlich.

Doch auch hier gibt es Grenzen die eingehalten werden sollten. Diese Grenzen variieren je nach Aquarientyp- ein annähernd pflanzenloses Malawiaquarium benötigt weniger Nitrat als ein voll bewachsenes Südamerikaaquarium.

Sollte es dennoch einmal zu einer Erhöhung des Nitratwertes kommen so geht dies in der Regel mit starkem Algenwachstum einher, denn auch die unerwünschten Algen benötigen das Nitrat zum wachsen.

Häufig liegt die Ursache hierbei in einer Überfütterung, einem zu kargen Pflanzenbesatz oder aber mangelnder Wasserqualität. Da eine Nitratüberdosis relativ leicht zu beheben ist empfiehlt es sich, regelmäßig, bspw. einmal wöchentlich, mit JBL ProAquaTest easy 7in1 Teststreifen den Wert im Becken zu kontrollieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Megazoo Empfehlung:

  • regelmäßige Wasserwechsel und Kontrolle der Nitratkonzentration
  • erhöhen des Pflanzenbesatzes im Aquarium
  • Kontrolle der Futtermenge
  • Einsatz eines Filters mit größerem Filtervolumen
  • Zugabe von Nitratverarbeitenden Bakterien wie z.B. Microbe Lift SpecialBlend

Kupfer (CU)

Kupfer reichert sich zwar nicht auf natürlichem Wege im Aquarium an, kann aber durch belastetes Leitungswasser oder die Zugabe von Medikamenten oder Algenvernichtungsmitteln eingebracht werden.

Kupfer im Aquarium ist pures Gift für sämtliche darin enthaltenen Tiere während Welse und Wirbellose noch extremer auf eine solche Vergiftung reagieren als andere Bewohner.

Die geringste, mit den meisten handelsüblichen Wassertests nachweisbare, Menge an Kupfer ist bereits so hoch, dass sie eine Vergiftung und teilweise das Versterben der Tiere mit sich bringt.

Tiere, die an einer solchen Vergiftung leiden, zeigen Symptome wie sie für Vergiftungen üblich sind: Schnelles Atmen und teilweise hektisches Schwimmverhalten. Da also eine zu starke Anreicherung mit diesem Stoff nur schwer zu erkennen ist liegt die Heilung hier in der Vorsorge.

Megazoo Empfehlung:

  • Bei jeder Zugabe von Leitungswasser einen Wasseraufbereiter wie JBL Biotopol, welcher Kupfer und andere Metalle bindet, verwenden
  • Bei der Benutzung von Medikamenten der Gebrauchsanweisung folgen und erforderliche Wasserwechsel im Anschluss der Behandlung durchführen
  • Ergänzend zum Leitungswasser das Becken mit Osmosewasser (Reinstwasser) füllen

Chlor (Cl)

Das Element Chlor wird in der Regel von einigen Wasserversorgern in Klärwerken zum Einsatz gebracht, um Wasser zu entkeimen sodass es bedenkenlos als Trinkwasser verwendet werden kann. Unmittelbar nach dem Einsatz dieses Mittels kann der Chlorgehalt im Leitungswasser erhöht sein sodass eine Gefahr durch Vergiftung für unsere Aquarienbewohner entsteht.

Ein zu hoher Chlorgehalt kann nicht nur zu einer Verätzung der Schleimhaut unserer Tiere führen, sondern wirkt bereits ab einem Gehalt von 0,05 mg/l giftig auf die Bakterienkulturen im Wasser. Die dadurch entstehende Verringerung des Bakterienbestandes im Aquarium kann dazu führen, dass der Nitrifikationsprozess unterbrochen wird.

So kann bspw. die Verarbeitung von Ammonium/Ammoniak zu Nitrit unterbrochen werden und es entsteht eine Vergiftung im Becken.

Üblicherweise kann man den Chlorgehalt des Leitungswassers mit einem Schnelltest wie JBL EasyTest 7in1 messen oder ihn ggf. über die Homepage der lokalen Wasserwerke herausfinden.

Megazoo Empfehlung:

  • Bei jeder Zufuhr von Leitungswasser unbedingte Verwendung eines professionellen Wasseraufbereiters wie JBL Biotopol, Manixx Wasseraufbereiter oder MicrobeLift X-Treme
  • regelmäßige Kontrolle des Chlorgehaltes im Wasser durch JBL EasyTest 7in1

Kugelfischgift (Tetrodontoxin)

Wie die meisten anderen Tiere haben auch die Kugelfische im Laufe der Evolution ihre eigene Verteidigungsstrategie entwickelt, welche sich in Form einer giftigen Schleimhaut darstellt. Es ist noch nicht abschließend geklärt in welchem chemischen Prozess das Gift entsteht jedoch wird angenommen, dass Umgebungsbakterien im Zusammenspiel mit Stoffen in der Haut des Tieres für die Produktion zuständig sind.

Beim Versterben eines Kugelfisches im Aquarium wird je nach Größe des Tieres und Aquariums, ein Wasserwechsel empfohlen sowie eine anschließende Filterung über Akivkohle, welche das restliche Gift aus dem Wasser entfernt.

Kugelfischgifte lösen in der Regel typische Vergiftungssymptome aus, die Tiere schnappen an der Oberfläche nach Luft oder sind äußerst träge.

Megazoo Empfehlung:

  • verstorbene Tiere unverzüglich aus dem Becken entfernen
  • Teilwasserwechsel von 50% mit Verwendung eines Wasseraufbereiters wie Manixx Wasseraufbereiter oder MicrobeLift X-Treme
  • anschließende Filterung über Aktivkohle bspw. von MicrobeLift oder Sera

Unspezifische Vergiftung

Unter einer unspezifischen Vergiftung verstehen wir eine Belastung des Aquarienwassers durch Stoffe, welche mit handelsüblichen Tests wie JBL ProAqua Test LAB nicht nachweisbar sind und nicht auf ein biologisches Gift (bspw. Kugelfischgift) zurückgeführt werden können.

Eine solche Vergiftung tritt verschwindend gering auf und ist der unwahrscheinlichste Grund für ein Erkranken oder Versterben der Aquarienbewohner.

Wenn alle anderen Ursachen mit Bestimmtheit ausgeschlossen worden sind, so hilft bei dieser Vergiftung nur noch ein Wasserwechsel bis zu 80%, der Einsatz eines qualifizierten Wasser- Aufbereiters sowie eine anschließende Filterung über Kohle.

Megazoo Empfehlung:

  • Wasserwechsel und Einsatz eines Wasseraufbereiters wie Manixx Wasseraufbereiter oder MicrobeLift X-Treme
  • anschließende Filterung über Aktivkohle
  • zufuhr neuer Bakterienstämme wie Manixx Starterbakterien oder MicrobeLift NiteOut II

Trübes Wasser

Auf dem Weg zu kristallklarem Wasser kann die Sicht gelegentlich getrübt werden- im wahrsten Sinne. Eine Trübung des Wassers kann unterschiedliche Gründe haben, etwa eine Schwebealge oder eine Einfärbung durch frisch eingebrachtes Holz.

Keine dieser Ursachen bedeutet jedoch das Aus für unser Aquarium. Fast alle Trübungen lassen sich in kürzester Zeit Beheben und das Aquarium wird wieder so klar, wie wir es uns wünschen.

Sichtbare Schwebeteilchen

Sind kleine Schmutzpartikel mit bloßem Auge zu erkennen können diese relativ einfach mithilfe einer Feinfilterung entfernt werden. In der Regel wird innerhalb eines Filters mit unterschiedlich groben oder feinen Filtermedien gearbeitet, welche für klares Wasser sorgen. Sollten dennoch sichtbare Schwebeteilchen erkennbar sein, etwa von aufgewühltem Mulm oder Futterresten, so kann eine Erneuerung der Filtermedien notwendig sein.

Wird der Filter gänzlich mit groben Filtermedien betrieben so ist es ratsam, ergänzend ein Filterfließ im Filter einzusetzen, um auch feinste Teilchen aus dem Wasser zu filtern.

Sobald der Stromausfall überstanden ist sollten dem Aquarium dringend neue Bakterienkulturen zugeführt werden, um die entstandene Verluste auszugleichen.

Megazoo Empfehlung:

  • Einsatz professioneller Filter mit mehreren Filtereinsätzen wie beispielsweise von Eheim
  • regelmäßiges reinigen des Bodengrundes mittels Mulmglocke

Weiße Trübung

Wird innerhalb weniger Tage das Aquarienwasser milchig trüb, so liegt die Ursache hierbei sehr wahrscheinlich in einer so genannten Bakterienblüte. Eine solche Bakterienblüte entsteht bei einer sprunghaften Vermehrung der im Wasser freischwebenden Bakterien und tritt relativ häufig während der Einfahrphase des Aquariums auf.

Entsteht eine solche Blüte in Aquarien mit längerer Standzeit so können Schwankungen der Temperatur, bspw. im Hochsommer, für die extreme Vermehrung verantwortlich sein. Durch Zugabe eines Wasserklärers wie Zeolithpulver von MicrobeLift, werden die freischwebenden Bakterien gebunden und man erhält nach nur wenigen Tagen wieder klares Wasser.

Als effektivste Methode hat sich jedoch der Einsatz eines UV-C Klärers in Kombination mit einem Teilwasserwechsel erwiesen. In diesem UV-C Klärer werden nicht nur Keime abgetötet, sondern eben auch Bakterien, wodurch in kürzester Zeit das Aquarium wieder glasklar ist.

Es ist dringend anzumerken das ein solcher UV-C Klärer nicht permanent an den Wasserkreislauf angeschlossen werden sollte, da die hochwirksame UV-C Strahlung alle Bakterien abtötet- auch die gewollten. Ein kurzer Einsatz oder temporäres zuschalten für mehrere Stunden wöchentlich sind hierbei die sicherste Methode um eine Trübung zu vermeiden und zeitgleich eine bessere Wasserqualität, aufgrund der Keimsenkung, zu erreichen.

Megazoo Empfehlung:

  • Kontrolle und ggf. Senkung der Futter- und Düngemenge
  • Einsatz eines UV-C Klärers wie JBL AquaCristal UV-C oder Eheim Reeflex UV

Grüne Trübung

Trübt sich das Aquarienwasser grün ein so liegt die Ursache hierfür zweifelsohne in einer grünen Schwebealge. Diese Alge ist zwar unschön anzusehen, jedoch in den meisten Fällen relativ harmlos und leicht zu bekämpfen.

Schwebealgen entstehen oft im Zuge einer Überversorgung mit Nährstoffen durch die zu hohe Eingabe von Futter oder Düngemitteln oder bei hoher Sonnenstrahlung. Weiterhin kann die Entstehung einer Staub- oder Schwebealge auch mit einer Bakterienblüte einhergehen.

Megazoo Empfehlung:

  • regelmäßige Wasserwechsel um eine übermäßige Anreicherung von Nährstoffen zu vermeiden
  • Vermeidung von Überfütterung und Überdüngung
  • Einsatz eines UV-C Klärers wie JBL AquaCristal UV-C oder Eheim Reeflex UV

Braune Trübung

Erscheint das Aquarienwasser plötzlich braun so handelt es sich nicht um eine Trübung, sondern vielmehr um eine Einfärbung aufgrund von Huminstoffen.

Frisch eingebrachte Wurzeln und Hölzer können diese Huminstoffe in das Wasser abgeben, stellen jedoch keine Gefahr für die Aquarienbewohner dar - im Gegenteil. Tiere, die beispielsweise aus dem südamerikanischen Raum kommen, stammen aus Gewässern mit hohem Huminanteil im Wasser und fühlen sich sichtlich wohler wenn für eine gewisse Konzentration an Huminstoffen gesorgt wird, welche, in normalem Maße, das Wasser auch nicht einfärbt.

Megazoo Empfehlung:

  • mehrere kleine Teilwasserwechsel beheben die Einfärbung
  • Wurzeln und Hölzer vor dem Einsetzen vorwässern

Technische Probleme

Unser Aquarium ist eine von Menschenhand geschaffene Unterwasserwelt, in welcher wir Mutter Natur auf die Schliche kommen und ihre perfektionierte Biologie mithilfe technischer Hilfsmittel nachahmen.

Mit leistungsfähiger Beleuchtung imitieren wir unsere Sonne während ausgeklügelte Filtersysteme für gesundes, klares Wasser sorgen.

Doch was tun, wenn der Wurm drin ist?

Eine zu starke Lichteinheit, die unschöne Algen schafft, ein zu kleiner Filter oder gar ein Stromausfall - hier klären wir über die technischen Holpersteine auf und zeigen wie man diese verhindern kann.

Stromausfall

Nicht absehbar, unkontrollierbar und potenziell gefährlich. Ein Stromausfall ist das Worstcase-Scenario jedes Aquarianers- jedoch auch das am seltensten auftretende. Fallen die elektronischen Geräte weg verlieren wir im Aquarium die Beleuchtung, Heizung und Filterung.

Ein paar wenige Stunden ohne diese Hilfsmittel übersteht annähernd jedes Aquarium problemlos da es sich bis zu einem gewissen Maß selbst verwalten kann. Auch der Wegfall der Beleuchtung oder des Heizstabes bedeutet bis auf Weiteres nicht zwangsweise das Todesurteil unserer Tiere. Wenn jedoch die Filtereinheit für mehrere Stunden oder gar Tage auszufallen droht wird ein Handeln erforderlich.

Das Wasser wird dann nicht mehr bewegt und es kann kein neuer Sauerstoff ins Wasser geführt werden, während die Pflanzen und Tiere jedoch munter weiter atmen und den Stoffwechsel am Laufen halten. Bakterien beginnen abzusterben und vergiften allmählich das Wasser- die Fische schwimmen zur Oberfläche und schnappen nach Luft.

Mit einem Wasserwechsel können wir in dieser Situation zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Wir entfernen altes, ggf. stark verunreinigtes Wasser und führen frisches, sauerstoffreiches Wasser hinzu. Zusätzlich sollten die Filtermedien aus dem Filter entfernt werden und in einem Eimer oder einer Wanne mit Aquarienwasser gelagert werden, sodass durch den Stillstand innerhalb des Filters nicht zu viele nützliche Bakterien absterben- auch in diesem Behälter sollte dann immer wieder ein Teil des Wassers getauscht werden.

Sobald der Stromausfall überstanden ist sollten dem Aquarium dringend neue Bakterienkulturen zugeführt werden, um die entstandene Verluste auszugleichen.

Megazoo Empfehlung:

  • mehrfache, kleine Teilwasserwechsel
  • Fütterung stark reduzieren bzw. aussetzen -Filtermedien entfernen und zwischenlagern
  • nach Stromausfall Wasseraufbereiter wie Manixx Wasseraufbereiter, JBL Biotopol oder MicrobeLift NiteOut II einsetzen
  • neue Bakterien bspw. NiteOut II oder Manixx Starterbakterien zuführen

Zu kleines Filtervolumen

Ein Aquarienfilter dient nicht nur der mechanischen Reinigung des Wassers, sondern auch der biologischen Aufbereitung. So verarbeiten etwa im Filter angesiedelte Bakterien Nitrit zu Nitrat und halten somit die Biologie eines Aquariums im Gleichgewicht. Entsprechend müssen also ausreichend viele Bakterien im Filter angesiedelt sein und das Filtersystem muss eine ausreichend starke Durchflusskapazität aufweisen, um den Stoffwechsel zu bewältigen.

Als Faustregel gilt: Das Wasser des Aquariums sollte zweimal in der Stunde umgewälzt werden- also innerhalb einer Stunde den Filter zweimal passiert haben. Ein leicht überdimensionierter Filter sorgt hierbei für eine noch bessere Wasseraufbereitung da dieser nicht nur eine höhere Durchflussmenge aufweist, sondern in der Regel auch mehr Filtervolumen mit sich bringt. Zusätzlich sollte der Filter mit hochporösen Filtermedien, wie Eheim SubstratPro, ausgerüstet sein, da dort eine erheblich höhere Ansiedlungsfläche für Bakterien vorhanden ist als in einem Schwamm oder Kunststoffmedien.

Herrscht ein relativ starker Fischbesatz im Aquarium oder ist eine erhöhte Futtermenge aufgrund bestimmter Tiere notwendig, so empfiehlt es sich eine Umwälzung von dreimal pro Stunde anzustreben.

Megazoo Empfehlung:

  • Verwendung eines Filters mit mindestens zweimaliger Umwälzung und Auslassjustierung zur Steuerung der Auslassmenge
  • Aufrüsten des Filters mittels hochporösem Filtermaterial wie Eheim SubstratPro oder Sera Siporax

Filterleistung lässt nach

Verringert sich der Auslass des Filters merklich so kann dies mehrere Ursachen haben. Zum einen können die Filtermedien im Inneren des Gerätes verschlammt sein, in diesem Fall ist eine Reinigung der Filtermedien notwendig. Hierbei ist zu beachten, dass die Filtereinsätze nicht mit klarem Wasser aus dem Wasserhahn gespült werden, sondern in abgeschöpftem Aquarienwasser zu reinigen sind, um angesiedelte Bakterien nicht zu gefährden. Zum Anderen können, bei einem Außenfilter, die Schläuche zum Filter oder vom Filter ins Aquarium verdreckt sein. Eine regelmäßige Reinigung mittels Schlauchbürste ist eine ratsame Prävention.

Ist zusätzlich zur nachlassenden Filterleistung eine Erhöhung der Geräuschkulisse des Filters zu bemerken, so kann dies an einem ausgeschlagenen Impeller, dem wasserfördernden Schaufelrad, liegen. In der Regel werden diese Impeller durch Magnetachsen angetrieben, welche sich im Laufe der Jahre abnutzen können und somit ein klackerndes Geräusch und ein Nachlassen der Filterleistung mit sich bringt.

Megazoo Empfehlung:

  • Reinigung der Filtermedien ausschließlich in abgeschöpftem Aquarienwasser
  • regelmäßige Reinigung der Schläuche mittels Schlauchbürsten von Hobby oder Eheim
  • bei ausgeschlagener Impellerachse unverzügliches Austauschen des defekten Geräteteils

Ausfall des Filters

Sollte dieser eher seltene Fall eintreten so ist ein schnelles Handeln erforderlich, da ein Aquarium nur kurze Zeit- höchstens einige Stunden- ohne Filter bestehen kann bevor die Tiere eine Vergiftung erleiden.

Die Ursache hierfür kann in einer defekten Impellerachse, einem Defekt des Motors oder gar einem Stromausfall liegen. In einer solchen Situation muss schnellstmöglich ein Ersatzgerät angeschlossen werden, um den Stoffwechselprozess und die Wasserreinigung aufrecht zu erhalten.

Sollte die Ursache nicht in einem Stromausfall liegen so bietet es sich an eine Membranpumpe anzuschließen, um mittels Sprudelstein eine Luftzufuhr zu gewährleisten.

Megazoo Empfehlung:

  • jährliche Kontrolle der Antriebsachse des Impellers auf Abrieb und ggf. Austausch
  • Bereithalten einer Membranpumpe bspw. Sera Luftpumpe air plus

Wassertemperatur

Je nach Vorliebe der Aquarienbewohner streben wir relativ kühle Temperaturen von 20-25° für Garnelen an oder wir arbeiten mit warmen 28-31° für die, in Süd-Amerika lebenden, Diskusfische.

Die meisten Aquarienbewohner sind mit stabilen 27° äußerst zufrieden und haben eine moderate Toleranz was Abweichungen dahingehend betrifft. Sollte der Heizstab ausfallen und die Temperatur sich absenken so geschieht dies meist sehr langsam und erfolgt somit ohne Schock für die Tiere im Aquarium. Über einen längeren Zeitraum jedoch fährt der Stoffwechsel der Tiere runter und sie wirken träge. Bei zu starkem Abrutschen der Temperatur besteht letztendlich auch die Möglichkeit, dass die Tiere versterben.

Weiterhin zeigen die Pflanzen im Aquarium recht deutlich das sie mit der niedrigen Temperatur nicht ganz zufrieden sind und stellen zuweilen ihr Wachstum ein oder zeigen sogar schwarze Flecken- ein Zeichen für zu kaltes Wasser. Häufiger tritt hingegen das Aufheizen des Wassers auf, sowohl im Hochsommer als auch wenn der Heizstab einen defekt hat, wenn er bspw. bei der Reinigung beschädigt wurde.

Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, somit wird die Atmung der Fische stark behindert und die Tiere schwimmen an die Oberfläche und schnappen nach Luft. Um in den heißen Sommermonaten eine konstante Temperatur zu gewährleisten bietet sich eine Kühlung mittels Aquarienkühler oder eines Kühlkompressors an. Von der Zugabe von kaltem Wasser oder Akkukühlpacks aus dem Tiefkühlschrank wird dringend abgeraten da somit ein zu starker Temperaturabfall entstehen kann, welcher die Fische stresst und sogar unter Schock setzen kann.

Megazoo Empfehlung:

  • permanente Überwachung mithilfe eines analogen oder digitalen Thermometers
  • regelmäßige Kontrolle des Heizstabes auf Funktionsfähigkeit
  • Einsatz von Lüftern im Sommer bspw. JBL ProTemp Cooler oder eines Kühlaggregats wie Blue Marine Chiller

Beleuchtung

Mithilfe der Aquarienbeleuchtung wird das Sonnenlicht im Becken imitiert und somit nicht nur ausreichend, sondern auch das richtige Licht zur Verfügung gestellt. Während Fische mit annähernd jeder Beleuchtung zurechtkommen, einige möchten es ein wenig schummriger, andere etwas heller, haben Aquarienpflanzen besondere Bedürfnisse an das Licht und dem darin enthaltenen Wellenbereich (Rot, Grün, Blau usw.).

Bei zu schwacher Beleuchtung, etwa durch veraltete Leuchtmittel oder zu geringer Leistung, können die Pflanzen keine Photosynthese betreiben und stellen das Wachstum und die Sauerstoffproduktion ein. Zuviel Licht hingegen fördert ungehemmtes Algenwachstum.

Moderne LED- Beleuchtungen haben nicht nur eine vielfach höhere Lebensdauer als veraltete Leuchtstoffröhren, sondern sind in der Regel auch programmierbar, sodass die Lampe auf die Bedürfnisse des Aquariums eingestellt werden kann. Bei Ausfall der Beleuchtung sollte unmittelbar das betroffene Gerät ausgetauscht werden sodass das Pflanzenwachstum nicht zum Stillstand kommt.

Megazoo Empfehlung:

  • Unbedingte Verwendung von professioneller Aquarienbeleuchtung
  • Leuchtstoffröhren halbjährlich, spätestens aber jährlich austauschen
  • Einsatz von modernen LEDs wie der JBL LED Solar Natur für optimale, programmierbare Ausleuchtung, geringerem Stromverbrauch und längerer Lebensdauer