Noch bewegen sich die Temperaturen im Plusbereich, doch die kalte Jahreszeit mit Schnee, Eis und Kälte ist nicht mehr weit. Nutzen Sie die verbleibenden Tage, um Ihren Teich winterfest zu machen. Der Winter kommt schneller als man manchmal denkt.

Zu den Wintervorbereitungsarbeiten gehört es den Teich von Schlamm zu befreien, um Fäulnis vorzubeugen. Von Teichpflanzen sollten die abgestorbenen und vergilbten Blätter entfernt werden. Während winterharte Seerosenarten in Teichen mit ausreichender Tiefe in aller Regel verbleiben können, müssen frostempfindliche Wasserpflanzen herausgeholt und frostfrei zB. in einem kühlen Keller aufbewahrt werden.

Schützen Sie Ihre Teichpumpen und Filter vor dem Frost, damit diese nicht kaputt gehen. Daher sollten Sie Ihre Teichpumpe noch vor dem einsetzenden Frost abschalten, reinigen, trocknen und bis zum Frühjahr einlagern. Das ist auch eine gute Gelegenheit ihre Teichtechnik zu warten.

Ist Ihr Teich sehr flach, kann er bei anhaltendem Frost schnell bis auf den Grund gefrieren. Deshalb ist es bei Teichen von weniger als 80 cm Tiefe zwingend erforderlich vor Einbruch des Winters Ihre Teichfische  heraus zu fangen und ihnen ein kühles aber Frost geschütztes Winterquartier zu bieten. Ist ihr Teich tiefer als 80 cm, können Sie ihre Fische im Gartenteich überwintern lassen. Ab einer Temperatur von 10°C stellen Teichfische ihre Nahrungsaufnahme ein. Eine Fütterung macht dann keinen Sinn mehr und das Futter verunreinigt das Wasser.

Die Fische suchen tiefere Wasserschichten auf und sinken schließlich zu Boden. Sie fallen in eine Art Winterstarre. Mit Eisfreihaltern müssen sie ein vollständiges Zufrieren des Teiches unbedingt verhindern. Das ist besonders wichtig, um einen Sauerstoffmangel für Ihre Teichfische zu vermeiden.

Jetzt können Eis und Schnee ruhig kommen. Bei so sorgfältiger Vorbereitung macht die kalte Jahreszeit Ihren Fischen, Pflanzen und Ihrer Technik nichts mehr aus. Nach der Winterpause kann die nächste Teichsaison problemlos starten. Nur etwas Geduld müssen Sie und wir noch haben.


Der Koi ist eine Zuchtform des Karpfens. Der Name Koi, ist die Kurzform von „Nishikigoi“, was japanisch für Brokatkarpfen steht. Wobei „-goi“ das japanische Wort für Karpfen ist. Die Zucht und die Haltung der Koi, hat eine Jahrhunderte alte Tradition.

Angefangen hat alles in China. Dort wurden schon im 11. Jahrhundert vor Christi die Flusskarpfen gezüchtet. Schon damals sollen die Farbkarpfen schon bekannt gewesen sein. Wie und wann genau die Koi später nach Japan gelangt sind, ist nicht bekannt. Im 18. Jahrhundert wurden die Koi, in der japanischen Präfektur Niigata, als Speisefisch genutzt. Die Region war sehr arm, und um im Winter über die Runden zu kommen, haben die ansässigen Bauern mit den Karpfen versucht ihre Nachrungsvorräte aufzustocken. Im Frühjahr wurde die Brut auf den Reisfeldern ausgesetzt. Im anschließenden Herbst wurden sie wieder gefangen. Bei diesen ersten „Züchtungen“ der normalen Karpfen (der sogenannten Magois) kam es dann immer mal wieder zu Farbmutationen. Anfänglich waren das die Farben Weiß, Rot und Gelb. So entstand der Name Nishikigoi (Brokatkarpfen).

Um den Koi ranken sich einige Geschichten und Legenden. Der Koi ist ein starker und ausdauernder Schwimmer. Er schafft es lange Strecken zu schwimmen und dabei noch Höhenunterschiede zu bewältigen. Selbst vor Stromschnellen und Wasserfälle schreckt er nicht zurück. Dies ist vielleicht auch der Grund für die Entstehung der Legenden. Eine davon erzählt, dass ein kleiner Koi den „gelben Fluss“, den Huang Ho, stromaufwärts überwunden hat. Er bewältigte dabei Wasserfälle und schwamm zum „Drachentor“ hinauf. Die Drachengötter waren davon sehr beeindruckt und haben den kleinen Fisch in einen mächtigen Drachen verwandelt. Seit dieser Legende werden dem Koi bestimmte Eigenschaften zugesprochen: Zielstrebigkeit, Ausdauer, Fortschritt und Streben, Mut, Die Fähigkeit, hohe Ziele zu erreichen, Unabhängigkeit und Freiheit, Glück. Der Besitz eines Koi ist in der heutigen Zeit mehr oder weniger ein Statussymbol. Für manch einen ist er auch eine Geldanlage. Nicht wenige Koizüchter, oder Halter geben für solch ein lebendes Juwel nicht selten Geld im fünfstelligen Bereich aus. 

Ein Koi kann bei artgerechter Haltung eine Länge von bis zu 90 cm erreichen. Er benötigt eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Viele Vitamine und Mineralstoffe sorgen dafür, dass der Koi bis zu 60 Jahre alt werden kann. Das Teichwasser sollte keimfrei und warm sein. Die Wasserwerte sollten regelmäßig kontrolliert werden. Wichtig sind Nitrit- und pH-Wert. 

Der Koi ist mittlerweile Kult. Für einen Laien mag er ein hübscher bunter Fisch sein. Doch die Zucht der schwimmenden Juwelen ist sehr komplex. Es gibt 16 Hauptvarianten und bis zu hundert Unterarten. Die Farbzeichnung der Fische, die Form der Flossen und die Anzahl der Farben sind ausschlaggebende Kriterien.  Zu den bekanntesten Zuchtformen gehören der Sanke (rote und schwarze Flecken auf weißer Grundfarbe), der Kohaku (weiße Grundfarbe und rote Flecken) und der Tancho (weiße Grundfarbe und ein runder, roter Fleck auf dem Kopf).