Im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, bedarf unser Teich besonderer Aufmerksamkeit. Heiße Temperaturen, stellen uns jedes Jahr aufs vor Herausforderungen.

Schnell kann sich ein kleiner oder mittelgroßer Teich zu stark erwärmen. Es kann unter Umständen gefährlich für unseren Fischbesatz werden. Besonders auch für unsere wertvollen Koi. Prinzipiell beginnt der Stoffwechsel der Koi ab einer Temperatur von 13°C so richtig zu arbeiten. Deshalb mögen Koi sommerliche Wassertemperaturen bis 25° C lieber als zu kaltes Wasser im Frühjahr. Angenehm temperiertes Teichwasser gehört zu ihrem natürlichen Lebenszyklus. Deshalb ist im Sommer die aktive Zeit für unsere Koi.

Die ideale Wassertemperatur im sommerlichen Teich sollte bei ca. 23° C und 25° C liegen. Hier fühlen sich die meisten Teichfische, besonders die schönen Koi am wohlsten. Sie sind aktiv, fressen und wachsen gut.  Den Fischen geht es gut und wir haben unsere Freude an ihnen.
Steigen die Wassertemperaturen über 25° C kann es gefährlich für unsere Teichfische werden. Zu warmes Wasser im Teich verbunden mit einem starken Fischbesatz, kann schnell zu Sauerstoffmangel führen. 

Um die Wassertemperatur herunterzubekommen, hilft oft als eine erste schnelle Maßnahme die Zufuhr von kaltem Frischwasser. Das geht ganz einfach und schnell. 

So richtig gefährlich für unsere Fische wird es durch Sauerstoffmangel im Teich. Mit steigenden Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser. Die Teichfische fühlen sich unwohl. Die Atmung wird erschwert. Sie schnappen an der Wasseroberfläche nach Luft. Man kann ihnen ansehen, wie sie leiden.

Deshalb ist es wichtig einem Sauerstoffmangel im Teich durch den Einsatz von Belüftungspumpen und Teichfiltern vorzubeugen. Der Einsatz eines guten Filtersystems entfernt zusätzlich organische und mechanische Abfallstoffe. Die Belüftungspumpen führen frischen Sauerstoff zu. Hilfreich können auch Bachläufe, Wasserfälle und Wasserspiele sein. . 

Hilfreich und notwendig sind Wassertests mit denen Sie die wichtigsten Wasserwerte überprüfen  können. Binden Sie Phosphat gleich von Anfang an direkt im Teichfilter oder im Teich, um einem übermäßigen Algenwachstum vorzubeugen. 

Achten Sie besonders auf eine ausreichende Wasserhärte. ist diese zu gering wird der pH-Wert instabil . Es kann zur befürchteten Algenblüte kommen. Haben sich Fadenalgen zu stark vermehrt, verwenden Sie einen Fadenalgen-Vernichter. 

Unseren Teichfischen hilft im Sommer ein schattiges Plätzchen. Hier können sie den heißesten Teil des Tages Schutz suchen, wenn die Sonne unbarmherzig vom Himmel brennt. Schattige Stellen können Sie durch Pflanzeninseln, Brücken und entsprechende Gestaltung schaffen. Hier sind Ihrem Geschmack und Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Und hübsch sieht das Ganze dann auch noch aus.

Besonders Koi können bei zu starker Sonneneinstrahlung Hautschäden davontragen. Lassen Sie es nicht er soweit kommen. Eine Rückzugmöglichkeit, ein schattiger Platz tut allen Teichfischen im Hochsommer gut.

Ein schön gestalteter und gepflegter Teich mit gesunden Fischen ist ein wundervoller Anblick, den man ganz besonders im Sommer genießen kann. Denn jetzt ist die Zeit, wo auch Sie oft im Garten sind.
 

Der Koi - Unser König im Teich


Die Tage werden länger. Die Temperaturen steigen. Der Frühling ist da. Diese Zeit ist der Auftakt der neuen Teichsaison. Das heißt für Gartenteichbesitzer, dass die Pflege und Reinigung des Gartenteichs ansteht. Wann die Winterpause beendet ist sagt uns allerdings nicht der Kalender, sondern eher die Temperaturen. In der Regel fällt der Startschuss bei Wassertemperaturen ab 12 °C . Ab da an werden auch die Fische langsam wieder aktiv. Sobald diese wieder aktiv werden, kann auch die Fütterung wieder beginnen.

Als erstes muss geschaut werden, ob alles Heil über den Winter gekommen ist. Scharfkantiges Eis könnte beispielsweise die Teichfolie beschädigt haben. Daher sollte die Folie auf eventuelle Schäden untersucht werden und ggf. auch repariert werden. Die Filtersysteme die wir im Herbst im Keller eingemottet haben, können nun auch wieder heraus geholt und auf Funktionalität überprüft werden und ggf. auch schon wieder an den Teich angeschlossen werden. Spezielle Filterbakterien helfen dabei, den Filter wieder schnell in Gang zu bringen.

Zu den wichtigsten Tätigkeiten im Frühjahr gehört natürlich die Schlammbeseitigung im Teich. Laub und abgestorbene Pflanzenreste haben dazu geführt, dass sich über die Wintermonate Mulm und Teichschlamm gebildet hat. Das muss nun entfernt werden. Dazu eigenen sich sehr gut Schlammsauger aus dem Zoofachhandel. Ist der Mulm und Schlamm erstmal entfernt, ist der erste Schritt gegen eine lästige Algenplage getan, da dadurch die Nährstoffe für die Algen entzogen werden.

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt die Wasserwerte im Teich zu überprüfen. So hat man gleich einen Überblick darüber, ob die Wasserqualität in Ordnung ist, oder ob man da durch diverse Zusätze und Wasserpflegemittel die Werte noch optimieren muss. Sobald die Temperaturen weiter steigen, und dauerhaft an die 20°C Marke klettern, sind die Wassertests dann regelmäßig empfohlen.

Teichpflege im Sommer


Der Koi ist eine Zuchtform des Karpfens. Der Name Koi, ist die Kurzform von „Nishikigoi“, was japanisch für Brokatkarpfen steht. Wobei „-goi“ das japanische Wort für Karpfen ist. Die Zucht und die Haltung der Koi, hat eine Jahrhunderte alte Tradition.

Angefangen hat alles in China. Dort wurden schon im 11. Jahrhundert vor Christi die Flusskarpfen gezüchtet. Schon damals sollen die Farbkarpfen schon bekannt gewesen sein. Wie und wann genau die Koi später nach Japan gelangt sind, ist nicht bekannt. Im 18. Jahrhundert wurden die Koi, in der japanischen Präfektur Niigata, als Speisefisch genutzt. Die Region war sehr arm, und um im Winter über die Runden zu kommen, haben die ansässigen Bauern mit den Karpfen versucht ihre Nachrungsvorräte aufzustocken. Im Frühjahr wurde die Brut auf den Reisfeldern ausgesetzt. Im anschließenden Herbst wurden sie wieder gefangen. Bei diesen ersten „Züchtungen“ der normalen Karpfen (der sogenannten Magois) kam es dann immer mal wieder zu Farbmutationen. Anfänglich waren das die Farben Weiß, Rot und Gelb. So entstand der Name Nishikigoi (Brokatkarpfen).

Um den Koi ranken sich einige Geschichten und Legenden. Der Koi ist ein starker und ausdauernder Schwimmer. Er schafft es lange Strecken zu schwimmen und dabei noch Höhenunterschiede zu bewältigen. Selbst vor Stromschnellen und Wasserfälle schreckt er nicht zurück. Dies ist vielleicht auch der Grund für die Entstehung der Legenden. Eine davon erzählt, dass ein kleiner Koi den „gelben Fluss“, den Huang Ho, stromaufwärts überwunden hat. Er bewältigte dabei Wasserfälle und schwamm zum „Drachentor“ hinauf. Die Drachengötter waren davon sehr beeindruckt und haben den kleinen Fisch in einen mächtigen Drachen verwandelt. Seit dieser Legende werden dem Koi bestimmte Eigenschaften zugesprochen: Zielstrebigkeit, Ausdauer, Fortschritt und Streben, Mut, Die Fähigkeit, hohe Ziele zu erreichen, Unabhängigkeit und Freiheit, Glück. Der Besitz eines Koi ist in der heutigen Zeit mehr oder weniger ein Statussymbol. Für manch einen ist er auch eine Geldanlage. Nicht wenige Koizüchter, oder Halter geben für solch ein lebendes Juwel nicht selten Geld im fünfstelligen Bereich aus. 

Ein Koi kann bei artgerechter Haltung eine Länge von bis zu 90 cm erreichen. Er benötigt eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Viele Vitamine und Mineralstoffe sorgen dafür, dass der Koi bis zu 60 Jahre alt werden kann. Das Teichwasser sollte keimfrei und warm sein. Die Wasserwerte sollten regelmäßig kontrolliert werden. Wichtig sind Nitrit- und pH-Wert. 

Der Koi ist mittlerweile Kult. Für einen Laien mag er ein hübscher bunter Fisch sein. Doch die Zucht der schwimmenden Juwelen ist sehr komplex. Es gibt 16 Hauptvarianten und bis zu hundert Unterarten. Die Farbzeichnung der Fische, die Form der Flossen und die Anzahl der Farben sind ausschlaggebende Kriterien.  Zu den bekanntesten Zuchtformen gehören der Sanke (rote und schwarze Flecken auf weißer Grundfarbe), der Kohaku (weiße Grundfarbe und rote Flecken) und der Tancho (weiße Grundfarbe und ein runder, roter Fleck auf dem Kopf).